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Daimler nur dank EADS-Verkauf im Plus

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Daimler nur dank EADS-Verkauf im Plus

07.02.2013, 11:21 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Daimler nur dank EADS-Verkauf im Plus. Daimler muss Milliarden sparen (Quelle: dapd)

Daimler muss Milliarden sparen (Quelle: dapd)

Durchwachsene Zahlen von Daimler: Nur der Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat den Autobauer 2012 vor einem Gewinnrückgang gerettet. Unter dem Strich fuhr der DAX-Konzern 6,5 Milliarden Euro ein, 2011 waren es sechs Milliarden Euro gewesen. Das entspricht einem Plus von acht Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Dank der positiven Überraschung bei der Dividende legte die Aktie aber zu.

EADS bringt Daimler 700 Millionen

Daimler profitierte merklich vom Verkauf der milliardenschweren EADS-Anteile - die Schwaben beziffern den positiven Effekt mit 709 Millionen Euro. Die Prognose für 2013 bleibt verhalten. Im zentralen Pkw-Geschäft mit seinen Renditeproblemen erwartet die Firma sogar einen weiteren Rückgang. Daimlers Kernmarke Mercedes kommt damit bei der Aufholjagd gegen Audi und BMW aufs Neue absehbar nicht vom Fleck.

An der Börse sahen Händler die operative Entwicklung im Schlussquartal knapp unter den Erwartungen, den Umsatz und den Nettogewinn aber darüber. Dazu komme der solide Dividendenvorschlag.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) gab 2012 leicht um zwei Prozent auf 8,6 Milliarden Euro nach. Der Umsatz stieg von 106,5 auf 114,3 Milliarden Euro - ein Zuwachs von sieben Prozent.

Daimler-Chef Dieter Zetsche zog eine durchwachsene Bilanz: "Das abgelaufene Geschäftsjahr war für Daimler insgesamt ein starkes Jahr mit vielen Erfolgen, aber auch mit erkennbarem Verbesserungspotenzial", sagte er laut Mitteilung. "Unseren Erfolgen und den zahlreichen zukunftsweisenden Investitionen im Jahr 2012 steht die Tatsache gegenüber, dass wir bei Ergebnis und Rentabilität unserem eigenen Anspruch noch nicht gerecht werden."

Verhaltene Prognose für 2013

Laut Prognose wird der Gewinn aus dem laufenden Geschäft in diesem Jahr mit den Marken Mercedes-Benz, AMG und Smart "leicht unterhalb des Vorjahres" liegen. Schon 2012 war das Ebit in der Pkw-Sparte um 15 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro abgesackt.

Besonders die erste Jahreshälfte werde im Vergleich zum Vorjahr schwierig. Die im Herbst 2012 angekündigten Milliardensparprogramme sollen aber zum Ende des Jahres Wirkung zeigen. Sein 2012 kassiertes Ziel von zehn Prozent Umsatzrendite bei den Pkw will Daimler nun "mittelfristig" erreichen.

Der Konzern hatte im Herbst 2012 sein Jahresziel, das Ebit aus dem Vorjahr zu erreichen, zusammengestrichen. Das als "Übergangsjahr" angekündigte 2012 lief vor allem in der zweiten Jahreshälfte spürbar schlechter als erwartet. Mit einem insgesamt gut drei Milliarden Euro schweren Sparprogramm - zwei Milliarden Euro bei den Pkw und 1,6 Milliarden in der Lkw-Sparte - will Daimler gegensteuern und bis Ende nächsten Jahres auf deutlich niedrigere Kosten kommen. Der größte Teil des Paketes soll laut Plan erst 2014 greifen.

Die größte Baustelle im Konzern ist das China-Geschäft. Auf dem größten Automarkt der Welt fuhren die Schwaben 2012 der Konkurrenz von Audi und BMW sowie auch ihren eigenen Zielen hinterher. Für die Aktionäre gibt es gute Nachrichten: Mit 2,20 Euro Dividende pro Aktie hält Daimler die Ausschüttung auf Vorjahresniveau.

Börsianer reagieren überwiegend positiv

Händler sahen die operative Entwicklung im Schlussquartal knapp unter den Erwartungen, den Umsatz und den Nettogewinn aber darüber. Dazu komme der solide Dividendenvorschlag, der wie im Vorjahr 2,20 Euro vorsehe. Insgesamt seien die Zahlen besser als erwartet, hieß es.

Ein weiterer Börsianer erklärte, der Ebit-Ausblick auf das laufende Jahr klinge zwar vage, doch die Frage sei, ob sehr konkrete Aussagen am Markt für mehr Vertrauen sorgen würden. Etwas irritierend klinge der Dividendenvorschlag, nachdem die Erwartungen hier zuletzt auf zwei Euro gesunken seien. Dies sollte vom Markt aber nicht negativ aufgenommen werden.

Analyst Michael Punzet von der DZ Bank sprach von weitgehend erwartungsgemäßen Jahreszahlen, wobei die Entwicklung bei Mercedes Benz Cars leicht unter den Markterwartungen gelegen habe. Die unveränderte Dividende könnte "eine leicht positive Überraschung für den Markt sein, nachdem es zuletzt Diskussionen um eine Dividendenkürzung gab". Dagegen liege der Ausblick etwas über seiner Prognose und könnte sich als zu optimistisch erweisen.

Equinet-Analyst Tim Schuldt sah Zahlen und Ausblick im Rahmen der Konsensschätzungen. Sein Kollege Max Warburton von Bernstein geht davon aus, dass der Gewinn von Daimler im ersten Quartal die Talsohle erreichen wird. Das Ausmaß der anschließenden Erholung sei allerdings ungewiss und die Aktie nicht günstig genug, um enthusiastisch zu werden, warnte der Experte.

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