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ThyssenKrupp macht weniger Gewinn

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Stahlindustrie  

ThyssenKrupp macht weniger Gewinn und hofft auf die Wende

12.02.2013, 15:13 Uhr | dpa-AFX, dapd, t-online.de

ThyssenKrupp macht weniger Gewinn. Hoffnungsschimmer: Der Stahlriese ThyssenKrupp fährt einen Quartalsgewinn ein (Quelle: Reuters)

Hoffnungsschimmer: Der Stahlriese ThyssenKrupp fährt einen Quartalsgewinn ein (Quelle: Reuters)

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 schwarze Zahlen geschrieben. 29 Millionen Euro Nettogewinn und 8,8 Milliarden Umsatz stehen in der Bilanz, die zum Verkauf vorgesehenen Sparten ausgenommen. Das ist schon die einzige gute Nachricht. Der Konzern leidet weiter unter der Auto- und Stahlkrise, vor allem im europäischen Geschäft. Dazu kommen hausgemachte Probleme, etwa völlig unrentable Stahlwerke in Amerika und der Rauswurf des halben Vorstands Ende 2012 nach Kartell- und Korruptionsvorfällen. Konzernchef Heinrich Hiesinger rechnet erst im kommenden Geschäftsjahr mit einer spürbaren Erholung.

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (mit Ende zum 30. September) lief nur in einer Sparte wirklich gut: dem Verkauf von Aufzügen, Rolltreppen und Co. sowie Spezial- und Großanlagen. Konzernweit gingen Umsatz und operativer Gewinn im fortgeführten Geschäft deutlich zurück. Konzernchef Heinrich Hiesinger rechnet nur mit einer allmählichen Besserung. Über das Geschäftsjahr gesehen dürfte der Umsatz stagnieren und der operative Gewinn deutlich zurückgehen.

Unrentable Stahlwerke sollen bis Ende September verkauft sein

Wieder aufwärts gehen soll es erst im kommenden Geschäftsjahr 2013/14. Dann will Hiesinger die ersten Früchte seiner Umbauarbeiten und Sparprogramme ernten. "Wir sind auf einem gutem Weg, unsere operativen Ziele im Gesamtjahr 2012/13 zu erreichen", sagte er. "Mit der heutigen Ertragskraft des Konzerns können wir jedoch nicht zufrieden sein." Der seit Januar 2011 amtierende Unternehmenschef hatte erst am vergangenen Freitag den Sparkurs im europäischen Stahlgeschäft verschärft. 2000 Stellen sollen in Europa, insbesondere in Deutschland, abgebaut werden. Hiesinger setzt zudem weiter darauf, die beiden Stahlwerke in Brasilien und den USA, die sich als Milliardengräber entpuppten, bis Ende September endgültig los zu sein. Der Verkaufsprozess verlaufe weiter nach Plan. Weitere Details nannte Hiesinger nicht.

Gewinn vor Steuern sinkt um 38 Prozent

Nach zuletzt hohen Verlusten, die vor allem auf die Probleme in Übersee und der inzwischen verkauften Edelstahlsparte Inoxum zurückgehen, erzielten die Essener im ersten Quartal zumindest wieder einen Gewinn. Dieser fiel mit 35 Millionen Euro allerdings gering aus. Die Essener konnten aber immerhin in allen Sparten, die mittelfristig im Konzern bleiben sollen, einen operativen Gewinn erzielen - allerdings ging er in vier der sechs Segmente zurück. Konzernweit sank der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im fortgeführten Geschäft um 38 Prozent auf 229 Millionen Euro.

Immerhin der Auftragseingang bleibt stabil

Im zweiten Quartal dürfte diese Größe wieder bei rund 200 Millionen Euro liegen. Eine deutliche Besserung erwartet der Vorstand erst für die zweite Jahreshälfte. Im Geschäftsjahr 2012/13 soll der bereinigte operative Gewinn bei rund einer Milliarde Euro und damit fast ein Drittel unter dem Vorjahreswert liegen. Im ersten Quartal fiel der Umsatz im fortgeführten Geschäft um acht Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Einen Hoffnungsschimmer gab es dagegen beim Auftragseingang. Dieser blieb vor allem wegen Großaufträgen im Anlagenbau mit 9,6 Milliarden Euro stabil. Für den DZ-Bank-Experten Dirk Schlamp fielen die Zahlen im Großen und Ganzen wie erwartet aus. Die Aktie sei auf dem gegenwärtigen Niveau fair bewertet.

Aktie gibt am Dienstag nach

Das im DAX notierte Papier gab am Dienstag um 0,8 Prozent nach, erholte sich aber im Verlauf des Tages wieder. Die Aktie hatte sich seit Bekanntgabe des Milliardenverlusts im Dezember deutlich besser als der deutsche Leitindex entwickelt. ThyssenKrupp war 2011/12 vor allem wegen der Werke in Amerika tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen strich deswegen erstmals in der Geschichte die Dividende.

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