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Deutsche Börse spart und setzt verstärkt auf Asien

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Deutsche Börse spart und setzt verstärkt auf Asien

20.02.2013, 12:23 Uhr | dpa-AFX

Deutsche Börse spart und setzt verstärkt auf Asien. Harte Zeiten für Börsianer (Quelle: imago)

Harte Zeiten für Börsianer (Quelle: imago)

Neuausrichtung bei der Deutschen Börse AG: Der Konzern setzt angesichts des Gegenwindes in Europa verstärkt auf Asien. "Die weitere Erschließung der Märkte in Asien ist auf mittlere Sicht erste Priorität", sagte Vorstandschef Reto Francioni bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Der DAX-Konzern habe vor wenigen Wochen eine "hochrangige Task Force Asien" gebildet, um das Geschäft in der Region voranzutreiben. "Das ist Chefsache", betonte der Schweizer. Der Konzern will nun die Kosten drücken.

Probleme in Europa

In Europa sieht Francioni nach fünf Jahren Krise "erste vorsichtige Signale, dass zumindest die negative Spirale aus Vertrauensschwund, Refinanzierungsengpässen und Ergebnisrückgang bei einigen Banken durchbrochen ist". Die Aktie des Unternehmens notierte zuletzt moderat im Minus.

Gewinneinbruch bei der Deutschen Börse

Im abgelaufenen Jahr bremsten die Zurückhaltung der Anleger, Kosten für Stellenabbau und die geplatzte Fusion mit der New Yorker NYSE Euronext den Frankfurter Marktbetreiber. Unter dem Strich brach der Gewinn auf 645 Millionen Euro ein, wie der Konzern mitteilte. Im Vorjahr waren es 855,2 Millionen gewesen.

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Die Nettoerlöse sanken auf gut 1,9 (2,1) Milliarden Euro. Die Dividende soll auf - für die deutsche Finanzbranche immer noch vergleichsweise üppige - 2,10 (2,30) je Aktie zurückgenommen werden. Eckdaten für 2012 hatte die Börse bereits Anfang Februar vorgelegt.

Skeptischer Ausblick

Der Konzern stimme sich für 2013 auf weiter sinkende Umsätze ein, sollte die Lage an den Finanzmärkten unverändert schwierig bleiben. Nur bei einer Verbesserung des Umfeldes sei "ein moderater Anstieg der Nettoerlöse auf über zwei Milliarden Euro möglich", sagte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer.

Am deutlichsten fiel 2012 der Rückgang im Aktiengeschäft aus. Das Segment Xetra büßte rund ein Fünftel der Erlöse auf 213 (266,6) Millionen Euro ein. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in dem Segment fiel auf 91,2 (125,4) Millionen Euro. Auch im Geschäft mit Derivaten und der Wertpapierverwahrung gab es Rückschläge.

Deutsche Börse schnallt den Gürtel enger

Als Konsequenz setzt der Vorstand erneut den Rotstift an. Der Konzern will bis 2016 die jährlichen Kosten um rund 70 Millionen Euro drücken. 30 Millionen Euro davon sollen beim Personal eingespart werden, 250 d er derzeit 3700 Stellen stehen auf der Kippe.

Im Raum stehen Abfindungen, Vorruhestandsregelungen und die Verlagerung von Aktivitäten von Frankfurt und Luxemburg an den kostengünstigeren Standort Prag. Einschnitte soll es vor allem in der IT geben.

Das Management werde den Sparkurs "sozialverträglich und mit Augenmaß umsetzen", versicherte Francioni. "Wir sind mittlerweile fast bekannt für Kostenprogramme." Dabei habe es noch nie eine betriebsbedingte Kündigungen gegeben.

Kritik an Brüssel

Dass die EU-Wettbewerbshüter vor fast genau einem Jahr verhinderten, dass Deutsche Börse und NYSE Euronext den weltgrößten Börsenbetreiber schmieden, kann Francioni bis heute nicht verstehen: Er könne "ab und zu nur staunen, mit welcher Blauäugigkeit von Bürokraten Chancen vergeben werden".

Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten befürchtet, dass in Europa ein Quasi-Monopolist im lukrativen Handel mit Derivaten, also Finanzwetten, entstehen würde. Gegen die Entscheidung ist eine Klage der Deutschen Börse AG beim höchsten EU-Gericht in Luxemburg anhängig.

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