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Henkel gibt sich nach dem Rekordjahr weiter ehrgeizig

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Henkel gibt sich nach dem Rekordjahr weiter ehrgeizig

06.03.2013, 11:26 Uhr | dpa-AFX

Henkel gibt sich nach dem Rekordjahr weiter ehrgeizig. Henkel erzielte 2012 ein Rekordergebnis (Quelle: dpa)

Henkel erzielte 2012 ein Rekordergebnis (Quelle: dpa)

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat sich nach einem Rekordjahr auch 2013 große Ziele gesetzt. Umsatz und operatives Ergebnis sollen erneut zulegen. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie peilt der Konzern ein Plus von rund zehn Prozent an. Die Nettoverschuldung solle im laufenden Jahr komplett abgebaut werden, teilte Henkel in Düsseldorf mit. Die Vorzugsaktie gehörte zu den größten Gewinnern im DAX, Analysten lobten neben der höheren Dividende vor allem das starke Klebergeschäft.

Sonderprämie für Henkel-Mitarbeiter

Am Gewinnkurs sollen auch die Aktionäre und Mitarbeiter teilhaben: Die Anteilseigner bekommen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine um rund 19 Prozent höhere Dividende für ihre Vorzugsaktien. Den weltweit etwa 47.000 Beschäftigten zahlt Henkel eine Sonderprämie.

"2012 war für Henkel das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr", sagte Vorstandschef Kasper Rorsted. Trotz des volatilen Marktumfeldes habe Henkel seine Finanzziele erreicht oder übertroffen. Henkel ist weltweit der größte Hersteller von Klebstoffen. Verbrauchern bekannt ist der Konzern aber eher durch seine Wasch- und Reinigungsmittel (Persil, Pril) sowie seine Beautyprodukte (Schwarzkopf, Syoss, Diadermine). In diesen Feldern herrscht allerdings ein harter Wettbewerb. Henkel konnte eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr dennoch selektive Preiserhöhungen bei den Verbrauchern durchsetzen.

Klebstoffe und Schwellenländer stark

2012 steigerte der Konzern den Umsatz um 5,8 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Organisch lag das Plus bei 3,8 Prozent. Hohe Rohstoffkosten konnte Henkel durch höhere Preise und Kosteneinsparungen abfedern. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg um gut 15 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn nach Anteilen Dritter legte um fast ein Drittel auf 1,5 Milliarden Euro zu.

Die Klebstoffsparte hatte im vergangenen Jahr einen großen Anteil am Wachstum - Henkel konnte hier erstmals die Marke von acht Milliarden Euro beim Umsatz knacken. Das Klebergeschäft, das vor allem Industriekunden beliefert, ist sehr konjunkturabhängig. Henkel wuchs deshalb auch vor allem außerhalb Europas.

Die Schwellenländern steuern im Gesamtkonzern bereits fast die Hälfte zum Umsatz bei. In Ländern wie Indien oder China legte Henkel im vergangenen Jahr zweistellig zu. In Westeuropa schrammt der Konzern knapp am Vorjahreswert vorbei, was vor allem der schwachen Entwicklung in den von der Schuldenkrise geplagten Ländern Südeuropas geschuldet war. In Deutschland legte der Konzern zu.

Die Verschuldung konnte Henkel im vergangenen Jahr weiter senken. 2013 soll der Schuldenstand ganz abgebaut sein und in ein Nettovermögen verwandelt werden. Analysten sehen deshalb einen Spielraum für Aktienrückkäufe und Akquisitionen. Auf der Bilanz-Pressekonferenz hieß es, Aktienrückkäufe seien derzeit nicht geplant.

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Henkel peilt ehrgeiziges Wachstum an

Erst vor wenigen Wochen hatte Henkel den Kauf von Waschmittelmarken in Polen bekannt gegeben. Der letzte große Zulauf liegt allerdings schon ein paar Jahre zurück. 2008 hatte Henkel National Starch übernommen und war damit zur weltweiten Nummer eins unter den Klebstoffherstellern aufgestiegen.

Henkel-Chef Rorsted hat sich nun ehrgeizige Ziele gesetzt: Der Konzernumsatz soll bis 2016 auf 20 Milliarden Euro steigen, die Hälfte davon soll aus den Wachstumsregionen kommen. Den bereinigten Gewinn je Aktie will Henkel im Schnitt pro Jahr um rund zehn Prozent erhöhen.

Laut Nadeshda Demidova, Analystin bei Equinet, liegen die Resultate sowie der Ausblick im Rahmen der Erwartungen. Die angekündigte Dividende von 0,95 Euro je Aktie decke sich mit ihrer Prognose, liege aber leicht über der Marktschätzung.

Positiv bewertete Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank die Resultate. Insgesamt habe Henkel die Erwartungen erfüllt. Eine gute Nachricht sei der im Schlussquartal gestiege Klebstoffabsatz nach dem Rückgang in den vorherigen Quartalen. Die zyklische Erholung setze sich fort. Zudem sei die vorgeschlagene Dividende höher als gedacht. Riemann stuft die Papiere mit "Buy" und einem Kursziel von 78,00 Euro ein.

Zufrieden mit dem Kurs des Unternehmens dürfte vor allem die Familie Henkel sein, die gut 53 Prozent der Stammaktien kontrolliert. Der Aktienbindungsvertrag von 115 Mitgliedern der Familie läuft unbefristet und kann erstmals Ende 2016 gekündigt werden.

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