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Presse: DAX-Konzerne vor riesigen Lasten bei Betriebsrente

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Presse: DAX-Konzerne vor Problemen bei der Betriebsrente

11.03.2013, 14:39 Uhr | t-online.de, sky

Presse: DAX-Konzerne vor riesigen Lasten bei Betriebsrente. Der Niedrigzins bietet nicht nur Vorteile (Quelle: imago)

Sparer und Anleger sind in der Schuldenkrise ratlos (Quelle: imago)

Alarm bei Deutschlands Großunternehmen: Die DAX-Konzerne schieben einen Berg von Kosten vor sich her – die Pensionslasten für Manager im Ruhestand und einfache Mitarbeiter. Noch hätten nicht alle Unternehmen mit einer Neubilanzierung reagiert, warnt das "Handelsblatt". Somit droht nach Ansicht von t-online.de eine Neubewertung von Aktien durch Analysten und den Finanzmarkt. Und infolge der durch die Schuldenkrise verursachten Niedrigzinsen stellt sich die Frage, ob die Betriebsrente für die Angestellten in der versprochenen Höhe noch sicher ist.

317 Milliarden Euro Pensionslasten

Die DAX-Konzerne hätten insgesamt Pensionsverpflichtungen in Höhe von 317 Milliarden Euro in den Büchern stehen, schreibt die Zeitung. Das Problem: Nach Berechnungen der Unternehmensberatung Towers Watson seien aktuell nur knapp 60 Prozent aller Pensionsverpflichtungen der DAX-Konzerne durch Vermögen gedeckt. Dieser Wert, der sogenannte "Ausfinanzierungsgrad" sei im vergangenen Jahr um 7,7 Prozentpunkte gesunken, berichtet das "Handelsblatt" weiter.

Dadurch ergäben sich jetzt Probleme in der Bilanzierung. Gemäß der seit diesem Jahr für die DAX-Konzerne geltenden internationalen Rechnungslegungsvorschriften gemäß IFRS 19 muss der höhere Barwert nun gegen das Eigenkapital gegengerechnet werden. Der Rechnungszins orientiere sich an der Rendite festverzinslicher Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Da Zinsen zum Bilanzierungsstichtag 31. Dezember 2012 auf historisch niedrigem Niveau lagen, müssten die Pensionsverpflichtungen nun mit einem höheren Wert in den Bilanzen angesetzt werden.

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Zinsfalle gefährdet Auszahlungen

Das Blatt zitiert Matthias Born, Portfoliomanager bei Allianz Global Investors: "Das Niedrigzinsumfeld und die damit verbundenen niedrigen Rechnungszinsen haben für einen starken Anstieg der Pensionsverpflichtungen bei den nach IFRS bilanzierenden Unternehmen gesorgt. Als Faustformel kann man sagen, dass ein zwei Prozent niedrigerer Rechnungszins für einen Anstieg der Pensionsverpflichtungen in der Bilanz von rund 30 Prozent sorgt."

Und weiter: Die Unternehmen hätten bisher mit völlig überhöhten Zinsen gerechnet, diese müssten nun drastisch angepasst werden, was zu Abschreibungen auf das Eigenkapital führe, sagte Commerzbank-Analyst Markus Wallner der Zeitung. Nach Ansicht von t-online.de wird sich dies in der Herabstufung von Aktien durch Analysten und Ratingagenturen niederschlagen.

Pensionsmanager scheuten Aktien

Das Schließen der Finanzierungslücke dürfte im Niedrigzins-Umfeld schwierig werden, denn die Pensionsmanager setzten in den vergangenen Jahren auf das falsche Pferd. Das "Handelsblatt" zitiert die Analysten der Commerzbank: Die Pensionskassen der DAX-Unternehmen hätten den Anteil von Aktien von 44 Prozent (2004) auf 24 Prozent (2011) reduziert. Im selben Zeitraum ist der Anteil der Anleihen von 44 Prozent auf über 60 Prozent gestiegen.

Das Problem: In den vergangenen drei Jahren haussierte der Aktienmarkt, während Anleihen kaum noch Zinsen abwarfen. Deutsche Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren böten momentan eine Rendite von knapp 1,45 Prozent.

Mitarbeiter müssen mit sinkenden Betriebsrenten rechnen

Eine Erhöhung der Aktienquote scheuten viele Pensionsmanager, weil das Risiko über die Kursschwankungen täglich sichtbar sei, mutmaßt das "Handelsblatt". Doch auch die Regulierung von Seiten der Behörden sei streng: Maximal 35 Prozent ihres Vermögens dürften Pensionskassen in risikobehaftete Anlagen wie Hedge Fonds, Hochzinsanleihen oder Aktien investieren. Diese Beschränkung soll zum einen Risiken eingrenzen. Zum anderen behaupteten böse Zungen, dass der Staat auch andere Interessen verfolge – den Absatz seiner Staatsanleihen.

Auch für die Mitarbeiter hat das Niedrigzins-Umfeld Folgen: "Hält die Niedrigzinsumgebung längerfristig an, werden Unternehmen die Finanzierungsstrategie und eventuell auch den Inhalt ihrer Pensionszusagen überprüfen", zitiert die Zeitung Nigel Cresswell, Leiter Investment Consulting bei Towers Watson. Bei Pensionskassen oder Pensionsfonds seien Tarifänderungen für zukünftige Ansprüche wahrscheinlich. Für derzeit bestehende Pensionsansprüche müssten die Unternehmen eventuell Geld nachschießen.

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