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Hedge Fonds SAC muss nach Insider-Handel Rekordstrafe zahlen

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Rekordstrafe für Hedge Fonds

16.03.2013, 11:12 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, sky

Hedge Fonds SAC muss nach Insider-Handel Rekordstrafe zahlen. Rekordstrafe an der Wall Street (Quelle: Reuters)

Rekordstrafe an der Wall Street (Quelle: Reuters)

Rekordstrafe in den USA: Für den vielleicht "lukrativsten Insider-Tipp aller Zeiten" muss ein US-Hedge-Fonds tief in die Tasche greifen. SAC Capital Advisors zahlt im Rahmen eines Vergleichs insgesamt 614 Millionen Dollar, das sind 467 Millionen Euro. Damit sollen gleich zwei Fälle zu den Akten gelegt werden.

Börsenaufsicht verfolgt Insiderhandel

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Tochterfirmen vorgeworfen, auf Basis geheimer Informationen spekuliert zu haben. Der amtierende SEC-Chefermittler George Canellos sprach in Washington von einer "scharfen Warnung" an Hedge Fonds.

Insiderhandel ist verboten, weil er andere Anleger benachteiligt. Die US-Behörden verfolgen derartige Fälle momentan besonders scharf. So wanderten in jüngerer Vergangenheit gleich mehrere Wall-Street-Größen hinter Gitter, darunter Rajat Gupta und Raj Rajaratnam.

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Lukrative Info über Medikamenten-Test

In einem der nun beigelegten Fälle spielt der Hedge-Fonds-Manager Mathew Martoma die Hauptrolle. Er war den Ermittlungen zufolge von einem Arzt frühzeitig über den Ausgang eines Medikamententests informiert worden, der später die Aktienmärkte bewegte.

Es könnte sich um den "lukrativsten Insider-Tipp aller Zeiten" gehandelt haben, hatte der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara gesagt, der parallel zur Börsenaufsicht ermittelt.

Weitere Fälle in der Schwebe

Alleine der Abschluss dieses Falls kostete SAC Capital Advisors 600 Millionen Dollar. Weitere 14 Millionen Dollar wurden fällig, um den Vorwurf aus der Welt zu räumen, Hedge-Fonds-Manager einer anderen Tochtergesellschaft hätten sich Geschäftszahlen der Computerfirmen Dell und Nvidia vor der Veröffentlichung besorgt und mit diesem Wissensvorsprung an der Börse gehandelt.

SAC Capital Advisors bestritt in beiden Fällen die Vorwürfe weder, noch räumte der Hedge Fonds Versäumnisse ein. Das ist die übliche Formel bei Vergleichen. Brisant sind die Fälle, weil Steven Cohen, eine der bekanntesten Figuren der Wall Street, hinter SAC steckt. Ihm persönlich wurde allerdings kein Fehlverhalten zur Last gelegt.

Riskante Wetten an der Börse

Hedge Fonds sind Finanzfirmen, die weitgehend unreguliert agieren und deshalb häufig in Steueroasen angesiedelt sind. Anders als etwa bei Lebensversicherungen oder Pensionsfonds dürfen sie stark gehebelte Wetten eingehen - also mit hohem Kredit investieren. Zudem dürfen sie auch short gehen, das heißt, sie können auch mit sinkenden Kursen Geld verdienen.

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