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Deutsche Bank kappt wegen US-Klagen Gewinn

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Deutsche Bank kappt ihren Gewinn wegen US-Klagen

20.03.2013, 10:58 Uhr | dpa-AFX

Deutsche Bank kappt wegen US-Klagen Gewinn. Deutsche Bank wegen US-Klagen vorsichtig (Quelle: dpa)

Die Deutsche Bank hat Probleme mit Klagen in den USA (Quelle: dpa)

Gewinnrevision bei der Deutschen Bank: Deutschlands größtes Kreditinstitut muss für Rechtsstreitigkeiten in den USA deutlich mehr Geld zurücklegen als bisher gedacht. In der Folge schrumpft der ohnehin schon magere Gewinn des Jahres 2012 noch einmal erheblich, wie der Frankfurter DAX-Konzern überraschend mitteilte. Die Aktie zog in einem festen Gesamtmarkt dennoch an.

Altlasten aus US-Hypotheken

Die Bank erhöhte ihre Rückstellungen um 600 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro. Zur Begründung verwies das Geldinstitut auf Altlasten wie Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit US-Hypothekenkrediten. Eine Rolle spielten zudem "damit nicht im Zusammenhang stehende regulatorische Untersuchungen".

In der Folge schrumpfte der Jahresgewinn 2012: Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich von zunächst ausgewiesenen 1,4 Milliarden Euro auf 784 Millionen Euro, unter dem Strich blieben statt 665 Millionen nur magere 291 Millionen Euro Gewinn übrig und damit rund 93 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Deutsche Bank hält die Dividende

Die höhere Vorsorge für Prozessrisiken drückt auch auf die wichtigen Kapitalquoten. Bis Ende des laufenden ersten Quartals will der DAX-Konzern dies aber wieder ausgeglichen haben. Die Bank bekräftigte ihr Ziel, zum 31. März eine an künftigen Vorgaben (Stichwort "Basel III") ausgerichtete harte Kernkapitalquote von 8,5 Prozent erreichen zu wollen. Ende Dezember lag der Wert nach den neuen Zahlen bei 7,8 Prozent.

Die geplante Dividende in Höhe von 0,75 Euro je Aktie soll im Zuge der revidierten Zahlen nicht verringert werden.

Neue US-Risiken aufgetaucht

Was genau den Konzern zu der Einschätzung veranlasste, dass das Risiko für Bußgelder und Schadenersatzzahlungen in einigen Fällen nun über 50 Prozent liegt und deswegen Rückstellungen zu bilden sind, gab die Bank nicht preis. Es hätten sich "neue Entwicklungen bezüglich bestimmter Rechtsstreitigkeiten ergeben", teilte die Deutsche Bank mit.

Erst vor einer Woche hatte die Aufsichtsbehörde des US-Bundesstaats Massachusetts ein Bußgeld von 17,5 Millionen Dollar (13,5 Millionen Euro) wegen Hypotheken-Deals aus der Finanzkrise gegen die Bank verhängt.

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Analyst glaubt an die Deutsche Bank

Börsianer zeigten sich dennoch nicht beunruhigt: So beließ die Investmentbank Equinet die Einstufung für die Aktie der Deutschen Bank auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 44,00 Euro. Die schlechte Nachricht untermauere zwar seine Einschätzung, dass rechtliche Altlasten ein großes Risiko für die Bank seien, schrieb Analyst Philipp Häßler.

Positiv sei indes, dass der Finanzkonzern am Ziel einer festen Kernkapitalquote von 8,5 Prozent im ersten Quartal 2013 festgehalten habe. Aufgrund der niedrigen Bewertung der Papiere laute das Votum weiterhin "Accumulate".

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