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Müssen wir einen Börsen-Absturz fürchten?

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Müssen wir einen Börsen-Absturz fürchten?

26.03.2013, 16:57 Uhr | t-online.de,

Müssen wir einen Börsen-Absturz fürchten? . Michel Friedman, Joachim Llambi und Hans Bernecker diskutieren auf der Anlegermesse über den Euro  (Quelle: t-online.de/ Martin Mrowka)

Friedman, Llambi und Bernecker diskutieren auf der Anlegermesse über den Euro (Quelle: t-online.de/ Martin Mrowka)

Die Krisen in Europa wollen nicht enden, Zypern ist voraussichtlich auch nur eine Zwischenepisode. Doch an den Finanzmärkten ist von Krise kaum eine Spur. Der Euro schwankt seit zwei Jahren relativ stabil in einem breiten Kursband zwischen 1,20 Dollar und gut 1,40 Dollar - derzeit in der unteren Hälfte. Der Deutsche Aktienindex DAX mit den größten Unternehmen Deutschlands nähert sich sogar seinem Allzeit-Hoch, das im Jahre 2007 bei 8150 Punkten markiert wurde. Doch über die weiteren Aussichten gehen die Meinungen der Experten auseinander. t-online.de hat sich auf der Deutschen Anlegermesse umgehört.

Besucher-Rekord in Frankfurt. Rund 5700 Geld-Interessierte trafen sich am 22. und 23. März zur vierten Anlegermesse im Forum der Messe Frankfurt. In verschiedenen Vorträgen und Podiumsdiskussionen erhielten Sparer und Anleger Informationen aus erster Hand. Dabei spielte die weiterhin grassierende Schuldenkrise in Europa eine wichtige Rolle. Die Verunsicherung über die Zukunft von Euroland sitzt tief.

Euro ja - Euro nein

Die stärksten Meinungsverschiedenheiten zeigten sich beim Euro. Während die lebhafte Prominenten-Runde um Michel Friedman und Joachim Llambi sich weitgehend einig darüber war, dass es zum Euro keine wirkliche Alternative gibt, plädierte Börsenbrief-Urgestein Hans Bernecker für ein Europa ohne Euro. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Staaten seien zu groß.

Euro als Master-Währung?

Auch Dirk Müller zog während seines Vortrags Euro-Alternativen in Betracht. Der als "Mr. DAX" bekannte Börsianer schlug vor, den Euro als Master-Währung weiterzuführen. Jedes Land solle außerdem seine alten Devisen als Landeswährung bekommen.

Andreas Feiden von der Fondsgesellschaft Fidelity forderte Reformen von den kriselnden Südländern: "Jedes Land muss sich selbst gesunden." Was Deutschland vor einigen Jahren bereits schmerzlich hinter sich brachte, müssen auch Italien und Co. vollziehen - z.B. die Liberalisierung des Arbeitsmarkts. Der Reformwille werde sich letztlich durchsetzen.

Deutsche Exporte stützen Konjunktur

Hinter den Forderungen, den Euro von seinen Sorgenkindern zu befreien, stehen Abwertungs-Sorgen. Dabei ist doch ein schwächerer Euro gut für die Export-Nation Deutschland. Mehr ausgeführte Produkte kurbeln die Konjunktur hierzulande an. Und da angesichts niedrigster Renditen am Anleihenmarkt und beim Festgeld Alternativen fehlen, würde weiterhin Geld an die Aktienmärkte fließen. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank spricht von der "Kraft der drei Herzen": Billiges Geld, Konjunkturstütze und Alternativlosigkeit.

DAX steigt noch weiter

Die Spargelder der Anleger dürften also auch in den kommenden Monaten an die Börse fließen. Halver sieht den DAX bis auf 8500 Punkte steigen. Seine Begründung: Von der Konjunktur gebe es positive Nachrichten, die Geldpolitik sei locker. "Und schließlich haben wir auch noch etwas Inflationsdruck, der das Sachkapital 'Aktie' antreibt", sagt Halver. Auch Börsenhändler Oliver Roth von Close Brothers Seydler prognostiziert neue Rekordkurse für den DAX.

Harald Weygand, Chef-Trader bei GodmodeTrader, sieht ebenfalls noch Luft nach oben. Der technische Analyst präsentierte einen Ausblick, der auf einen zehn Jahre nach hinten verschobenen Dow Jones Index im Vergleich zum japanischen Nikkei 225 beruht. Demnach hat der Dow noch ein paar Monate Aufwärtspotenzial. Der US-Leitindex könnte die Marke von 16.000 Punkten erreichen. Könnte, muss aber nicht.

Volatile Seitwärtsbewegung

Da auch der US-Branchenindex Transport als Frühindikator eine baldige Trendwende abwärts anzeigt, wird es Weygand zufolge in den kommenden Monaten wohl eine volatile Seitwärtsbewegung an den wichtigsten Aktienmärkten geben. Neue Höchstkurse auch im DAX sind dabei wahrscheinlich, bevor später dann eine Korrektur folgt. Diese könnte auch erst 2014 beginnen.

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Bullish für Gold

Der Analyst bevorzugt Gold und Silber. "Langfristig sind wir bullish für Edelmetalle", lautet Weygands Einschätzung. Zwar seien kurzfristig nochmals Einbußen zu erwarten, doch dann nehme Gold die Marke von 1800 Dollar ins Visier, Silber steige auf 35 Dollar.

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