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Das sind die schlechtesten Aktien 2012

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Das sind die größten Wertvernichter an der Börse

26.03.2013, 17:53 Uhr | dapd, dpa-AFX, t-online.de, sky

Das sind die schlechtesten Aktien 2012. Harte Zeiten für Börsianer (Quelle: imago)

Harte Zeiten für Börsianer (Quelle: imago)

Portfolio-Killer aus der Ökobranche: Obwohl die Börse im vergangenen Jahr stark boomte, verbrannten Unternehmen der schwer gebeutelten Solarbranche auch 2012 das Kapital ihrer Aktionäre. Die unrühmliche Liste der "größten Kapitalvernichter" in Deutschland führt die insolvente Centrotherm Photovoltaik AG aus dem schwäbischen Blaubeuren an, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Frankfurt berichtete. Der Aktienkurs des Unternehmens sank nach den Angaben allein 2012 um fast 92 Prozent, seit 2008 um 99 Prozent. Am Ende des Textes finden Sie die schlimmsten Wertvernichter über die vergangenen fünf Jahre in einer Tabelle.

Geldvernichter Solarworld und Phoenix Solar

Centrotherm wird derzeit in Eigenverantwortung saniert, aber die Aktie ist weiter im Sinkflug. "Insgesamt ist die Marktkapitalisierung der Gesellschaft von 1,16 Milliarden Euro Ende 2007 auf 209 Millionen Euro Ende 2012 gefallen. Aktuell liegt der Wert des Unternehmens an der Börse noch bei rund 25 Millionen Euro", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Unter den Top-Ten der Kapitalvernichter rangieren vier weitere Unternehmen aus der Solarbranche, in die die Anleger einst große Hoffnungen setzten. Platz drei der Rangliste belegte das bayerische Unternehmen Phoenix Solar.

Platz zwei belegt der ehemalige Solar-Branchenprimus Solarworld. Die Bonner Gesellschaft Solarworld, deren Gründer Frank Asbeck im Jahr 2008 noch mit einer Kaufofferte für den angeschlagenen Autobauer Opel Schlagzeilen machte, büßte seit Ende 2007 rund 97,5 Prozent ihres Werts ein. Das hinderte Asbeck nicht daran, kürzlich ein Schloss zu kaufen.

Angesichts der vielen Solarwerte auf der Liste warnte die DSW Anleger davor, ihre Investitionsentscheidungen nach Modetrends auszurichten. "Gerade wenn es um eine Branche geht, deren Geschäftsmodell am Subventionstropf der Regierung hängt, ist das keine gute Idee", sagte Tüngler. DSW-Vizepräsident Klaus Nieding ging noch weiter: "Unternehmen im Bereich Erneuerbarer Energien setzen das fort, was wir am Neuen Markt erlebt haben."

Hohe Verluste auch bei DAX-Konzernen

Doch auch DAX-Konzerne finden sich unter den Minusmachern. Die Commerzbank belegt Rang 20. Die von der Energiewende gebeutelten Stromkonzerne E.ON und RWE finden sich auf den Plätzen 35 und 43.

Dabei ging bei den beiden im Leitindex DAX gelisteten Energieversorgern deutlich mehr Geld verloren als bei den eher kleineren Werten aus den Top-Ten: Nach Tünglers Angaben setzte das Duo binnen fünf Jahren in Sachen Marktkapitalisierung die gigantische Summe von 100 Milliarden Euro in den Sand.

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E.ON büßte nach den Angaben in den vergangenen fünf Jahren 71 Prozent an Börsenwert ein, der Kurs von RWE sank um 67 Prozent. Beide hätten zu spät auf die Energiewende reagiert, analysierte Tüngler.

Der erst vor kurzem aus dem DAX abgestiegene Handelsriese Metro belegt Rang 38. Daneben finden sich in der Rangliste der Wertvernichter auch weitere Namen, die den Verbrauchern aus dem Alltag bekannt sind. So belegt die Baumarktkette Praktiker Platz neun. Air Berlin rangiert auf Platz 14, der Edel-TV-Hersteller Loewe auf Rang 27.

Der Trend zeigt wieder nach oben

Bei elf der 50 Gesellschaften auf der Watchlist entwickelten sich die Börsenkurse 2012 immerhin wieder positiv, etwa bei der Commerzbank. Der Kurs ist nach den Angaben um 6,6 Prozent gestiegen, das Institut ist um elf Plätze auf Rang 20 geklettert. Trotzdem steht bei der Kursentwicklung in den vergangenen fünf Jahren weiter ein dickes Minus von 93 Prozent.

Im Schnitt sanken 2012 die Kurse der 50 Gesellschaften auf der DSW-Watchlist um 21 Prozent. Zum Vergleich: Der deutsche Leitindex DAX kletterte um 29 Prozent, der TecDAX trotz seiner Solarunternehmen um 21 Prozent, und der MDAX mit vielen exportorientierten Maschinenbauern verbesserte sich sogar um 34 Prozent.

Der DSW-Geschäftsführer betonte, dass es nicht unbedingt ein Verkaufssignal sein müsse, wenn eine Gesellschaft auf der Liste auftaucht: "Aber es ist auf jeden Fall ein Warnsignal, das man als Aktionär ernst nehmen sollte."

Die Analyse beleuchtet die Kursentwicklung der 50 im Prime Standard der Börse gelisteten Gesellschaften mit den größten Kursverlusten binnen 12, 36 und 60 Monaten. Der Prime Standard ist das Börsensegment mit den höchsten Transparenz-Anforderungen. "Die Top-Ten der Watchlist haben in fünf Jahren zehn Milliarden Euro verbrannt", betonte Tüngler.

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Die schlechtesten Aktien über fünf Jahre

Wir haben für Sie die größten Verlierer-Aktien über einen Zeitraum von fünf Jahren aufgelistet. Folgend eine Erläuterung zur Methodik der Tabelle: Die DSW vergibt in der Spalte rechts Minuspunkte. Dabei erhält die Aktie mit dem schlechtesten Wert über fünf Jahre minus 500 Punkte. Die Verlierer-Aktie über drei Jahre erhält minus 300 Zähler. Und der Titel mit der schlechtesten Entwicklung über ein Jahr erhält 200 Minuspunkte auf dem Konto. Damit will die Gesellschaft kurzfristige Ausreißer eliminieren. Maximal möglich sind somit minus 1000 Punkte.

Rang auf der

Liste 2013

Gesellschaft

Entwicklung

in 1 Jahr

(in Prozent)

Entwicklung

über 3 Jahre

(in Prozent)

Entwicklung

über 5 Jahre

(in Prozent)

Punkte

1

Centrotherm Photovoltaik

- 91,7

- 98

-98,7

- 997

2

Solarworld

- 68,4

- 93,1

-97,5

- 925

3

Phoenix Solar

- 57,5

- 97,5

-97,4

- 915

4

Zhongde Waste

- 53,9

- 85,5

-94,7

- 856

5

Sygnis Pharma

- 38,1

- 89,2

-93

- 825

6

Conergy

- 19,7

- 91,5

-99,3

- 823

7

Lloyd Fonds

- 48,9

- 71,2

-96,6

- 811

8

Wilex

- 73,8

- 72,4

-81,5

- 793

9

Praktiker

- 20,5

- 84,3

-94

- 776

10

Centrosolar

- 32,4

- 78,2

-89,2

- 759

11

Sedo Holding

- 48,3

- 56,2

-90,9

- 735

12

Nordex

- 25,8

- 71,4

-90,5

- 731

13

Manz

- 20,7

- 73,3

-88,6

- 716

14

Air Berlin

- 40,7

- 59,2

-87,5

- 710

15

Asian Bamboo

- 65,8

- 77,2

-65,2

- 708

16

Fantastic Company

53,7

- 83,1

-99,2

- 697

17

Funkwerk

-27,2

- 60,2

-87,0

- 682

18

Heidelberger Druck

- 10,1

- 64,4

-91.5

- 680

19

Gigaset

- 61,2

- 20,7

-95,1

- 676

20

Commerzbank

6,6

- 69,5

-93,2

- 675

21

United Labels

- 66,3

- 56,9

-70

- 671

22

PVA Tepla

- 32,6

- 59,3

-82,3

- 667

23

IVG Immobilien

- 8,5

- 61,4

-91,2

- 666

24

Singulus

- 34,7

- 52,7

-79,2

- 636

25

Verbio

- 60,9

- 57,9

-63,3

- 629

Quelle: DSW

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