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Hamburger Reeder gründen "Bad Bank"

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Hamburger Reeder gründen "Bad Bank"

06.04.2013, 15:19 Uhr | dapd

Hamburger Reeder gründen "Bad Bank". Die Krise hat der deutschen Schifffahrt gut zugesetzt (Quelle: imago/Hoch Zwei )

Die Krise hat der deutschen Schifffahrt gut zugesetzt (Quelle: imago/Hoch Zwei )

Drei Hamburger Reedereien haben eine Schifffahrtsgesellschaft für notleidende Frachter gegründet. Das Frachtschiff-Kontor soll von Insolvenz bedrohte Containerschiffe, Bulkcarrier und Schwergutschiffe kaufen, schreibt die "Wirtschaftswoche" vorab.

Nicht nur für deutsche Reeder

"Wir sind aber nicht nur für deutsche Reeder da", sagte der Geschäftsführende Gesellschafter und Sanierungsexperte Jan Duken, der das Kontor gemeinsam mit der Rickmers Reederei, der Reederei F. Laeisz und der Norddeutschen Reederei H. Schuldt aufgebaut hat, der Wochenzeitschrift.

Duken plane ein weiteres Kontor, das sich auf die Übernahme von Feederschiffen konzentrieren solle, also kleine Frachter, die etwa zwischen Hamburg und den Ostseehäfen verkehren. Diese Gesellschaft wolle Duken zusammen mit einem Reeder aus dem Emsland einrichten.

Vier Containerschiffe schon gekauft

Das bereits gegründete Frachtschiff-Kontor habe schon vier Containerschiffe zu insgesamt rund 100 Millionen Dollar erworben. Gespräche über den Kauf von sieben weiteren Schiffen zu insgesamt 150 bis 200 Millionen Dollar liefen, sagte Duken dem Blatt. "In drei bis fünf Jahren sind die Preise für gebrauchte Schiffe wieder gestiegen", sagte Duken voraus.

Dann wolle das Kontor seine Schiffe wieder verkaufen. "Das Modell funktioniert nur in einer Kombination aus Kaufpreis und Teilentschuldung des Reeders durch die Banken", machte Duken deutlich.

Mit der internationalen Banken- und Schuldenkrise war auch die deutsche Schifffahrtsbranche in schwere See geraten, nachdem zuvor insbesondere die Container-Schifffahrt geboomt hatte. In der Zeit vor der Krise wurden hier erhebliche Überkapazitäten aufgebaut, die sich nun nicht mehr rechnen.

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