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Short-Chance mit Beiersdorf

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Potenzieller Short auf Beiersdorf: Der Ikarus aus Hamburg

11.04.2013, 12:55 Uhr | Der Aktionär

Short-Chance mit Beiersdorf. Nivea: Der Top-Umsatzbringer von Beiersdorf (Quelle: dapd)

Der Top-Umsatzbringer von Beiersdorf (Quelle: dapd)

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf ist ein Qualitätsunternehmen und die Aktie haussiert. Doch mittlerweile dürfte das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Anleger sollten die Titel meiden.

Beiersdorf wächst solide

Obwohl er in seiner mittlerweile siebenjährigen Amtszeit, trotz einer erlesenen Auswahl an überragenden Fußballern, noch keinen Titel geholt hat, ist der Trainer der Fußball-Nationalmannschaft Joachim Löw einer der beliebtesten Deutschen. Dies macht sich der Kosmetikriese Beiersdorf mit seiner wichtigsten Marke Nivea zu Nutze.

Während der Konzern unter Führung von Thomas-Bernd Quaas noch strikt auf Werbung mit Prominenten verzichtete ("Wir wollen den normalen Menschen für Nivea werben lassen"), wird der Absatz unter Vorstandschef Stefan Heidenreich aus dem Hause des DAX-Konzerns seit einigen Monaten durch Löw angekurbelt.

Wettbewerber sind viel günstiger

Und die Konsumenten greifen auch weiter zu: Umsatz und Gewinn von Beiersdorf legen Jahr für Jahr beständig zu, wenn auch nicht mit hohen Zuwachsraten. Diese verzeichnete aber gerade in den letzten Monate die Beiersdorf-Aktie. Sie hat sich, getrieben von der Suche der Investoren nach "sicheren Häfen", innerhalb von nur einem Jahr bereits um knapp 50 Prozent verteuert.

Wie teuer die Anteilscheine von Beiersdorf mittlerweile sind, wird besonders bei einem Bewertungsvergleich mit Henkel und L’Oréal deutlich. Während etwa der Düsseldorfer Konkurrent, der im Kosmetikbereich mit Schwarzkopf, Schauma oder Fa ebenfalls über sehr starke Marken verfügt und mit seinen Klebstoffen sowie Waschmitteln wie etwa Persil prächtig verdient, aktuell lediglich mit dem 18-fachen Gewinn des laufenden Jahres bewertet ist (für 2014 dürfte das KGV auf 16 sinken), beläuft sich das 2013er-KGV von Beiersdorf auf 30.

Im kommenden Jahr dürfte es auf etwa 27 sinken. Auch gemessen an anderen wichtigen Kennziffern wie dem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), dem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) oder der Dividendenrendite hat Beiersdorf das Nachsehen.

Der Bewertungsaufschlag im Vergleich zum französischen Konkurrenten L’Oreal, der auch die Marken Garnier oder die erfolgreiche Naturkosmetik-Kette The Body Shop sein Eigen nennt, ist zwar etwas geringer. L’Oréal ist jedoch in den Schwellenländern wesentlich stärker aufgestellt, weist äußerst robuste Wachstumsraten auf und verfügt darüber hinaus über einen Hauch Übernahmefantasie (siehe Doppelausgabe 52/2012-01/2013).

Analysten senken den Daumen

Kein Wunder also, dass mittlerweile auch das Gros der Analysten eher skeptisch gestimmt ist. Von den 42 Analysten, die sich mit Beiersdorf befassen, raten aktuell nur 13 zum Kauf der DAX-Aktie. Während elf Experten das Papier mit "Halten" einstufen, empfehlen 18 Analysten den Anlegern, sich von den Anteilen zu trennen. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 65,14 Euro, was weit unter dem Kursnvieau von rund 70 Euro liegt.

Analyst Seth Peterson von der Privatbank Berenberg sieht den fairen Wert der Aktie bei 61,00 Euro. Er warnt vor einem schwächeren Umsatzwachstum vor allem wegen eines nachlassenden und von Währungseffekten negativ beeinflussten Südamerika-Geschäfts. Zudem rechnet er mit einer geringeren Nachfrage für die Klebstoffe der Beiersdorf-Tochter Tesa.

Zu hoch geflogen

Die Aktie von Beiersdorf ist mit einem KGV von 30 mittlerweile einfach viel zu hoch bewertet. Weder die starken Marken – über die günstiger bewertete Konkurrenten wie Henkel und L’Oréal auch verfügen – noch die geringen Wachstumsraten rechtfertigen eine derart hohe Bewertung. Anleger sollten die Aktie daher meiden. Vor einer Short-Spekulation sollte jedoch noch ein Bruch des stabilen Aufwärtstrends abgewartet werden.

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