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Goldpreis sinkt auf den tiefsten Stand seit Juli 2011

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Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit Juli 2011

13.04.2013, 09:40 Uhr | dpa-AFX, dpa, t-online.de

Goldpreis sinkt auf den tiefsten Stand seit Juli 2011. Der Verfall des Goldpreises beschleunigt sich (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Verfall des Goldpreises beschleunigt sich (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Harte Zeiten für Gold-Fans: Der Kurs des Edelmetalles ist kräftig abgestürzt. Im amerikanischen Handel rauschte der Goldpreis am Freitagabend bis auf 1480 Dollar nach unten. An der Edelmetall-Börse Comex ging Gold damit auf seinem Tagestief ins Wochenende. Für Druck sorgte die Tatsache, dass möglicherweise Zypern seine Gold-Bestände verkaufen wird - die zyprische Notenbank verwaltet laut Angaben des World Gold Council Goldbestände im Umfang von 13,9 Tonnen, wie es in Presseberichten hieß.

Gold rauscht unter 1500 Dollar

Erstmals seit Juli 2011 sank der Goldpreis damit unter die Runde Marke von 1500 Dollar. Der Preisverfall hatte mit der Eröffnung des amerikanischen Handels eingesetzt. Profi-Anleger zogen massiv Mittel aus dem weltgrößten Goldfonds SPDR Gold Trust ab. Das Volumen erreichte den niedrigsten Wert seit fast drei Jahren.

Die Analysten der Commerzbank kommentierten, Gold werde von anhaltenden ETF-Abflüssen belastet. Zuletzt hätten Anleger gut 24 Tonnen Gold aus den Indexfonds abgezogen. Dabei dürfte es sich zum Teil auch um physische Auslieferungen handeln und nicht nur um Verkäufe von Anteilen, wofür der deutliche Rückgang bei den Comex-Lagerbeständen spreche.

Citigroup hört "Todesglocken"

Zuletzt hatten Großbanken wie Goldman Sachs, die Société Générale oder die Bank of America den Gold-Boom für beendet erklärt.

Die Experten der Citigroup sehen den "Superzyklus" an den Rohstoffmärkten vor dem Ende. 2013 dürfte das Jahr sein, in dem die "Todesglocken" läuten, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Es werde in diesem Quartal nur wenige Gewinner geben, die meisten Industrie- und Edelmetalle dürften einbüßen.

Goldman Sachs senkt den Daumen

Vor zwei Tagen hatten schon die Analysten von Goldman Sachs mit einer deutlichen Reduzierung ihrer Preisprognose für Aufsehen gesorgt. Die Investmentbank geht davon aus, dass der Goldpreis in den nächsten zwölf Monaten auf 1390 Dollar sinken wird. Der Grund sei unter anderem die Erholung der US-Wirtschaft.

Der Zusammenhang: Mit einer anziehenden Wirtschaft werden Aktien attraktiver - und die Risikobereitschaft der Anleger steigt. Gold verliert daher, da das Metall üblicherweise als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt.

Soros: Gold nicht länger sicherer Hafen

Auch der Hedge-Fonds-Spekulant George Soros hatte jüngst gesagt, der rare Rohstoff tauge nicht länger als "sicherer Hafen". Silber geriet zum Wochenschluss ebenfalls in großem Stil unter Druck. Analysten erklärten den Kursrutsch beim Edelmetall mit der Aussicht auf ein frühzeitiges Ende der ultralockeren Geldpolitik in den USA. Die hatte den Goldpreis lange Zeit gestützt.

Aus dem Protokoll der letzten Ratssitzung der US-Notenbank Fed war hervorgegangen, dass die Währungshüter die Liquiditätsflut immer kritischer bewerten. Die breite Mehrheit will spätestens zum Jahresende damit beginnen, die weit geöffneten Geldschleusen wieder zu schließen. Das dürfte den Dollar stärken, den Gegenspieler der Edelmetalle.

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