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Börsengang  

Evonik erfolgreich an der Börse gestartet

25.04.2013, 09:27 Uhr | dpa, t-online.de

Evonik erfolgreich an der Börse gestartet.  Evonik-Zentrale in Essen: Chemiekonzern im vierten  Anlauf nun erfolgreich an der Börse gestartet (Quelle: dpa)

Evonik-Zentrale in Essen: Chemiekonzern startet an der Börse (Quelle: dpa)

Nach drei Fehlversuchen ist der Chemiekonzern Evonik am Donnerstag in Frankfurt und Luxemburg erfolgreich an der Börse gestartet. Der erste Evonik-Kurs wurde zu 33 Euro festgestellt - gegenüber dem Emissionspreis von 32,20 Euro ein Aufschlag von 2,5 Prozent. Mit einem Gesamtvolumen von gut zwei Milliarden Euro für insgesamt rund 14 Prozent der Evonik-Aktien ist es einer der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren. Evonik gilt als aussichtsreicher Kandidat für den MDAX .

Die Eigentümer des Essener Chemieunternehmens mit 33.000 Beschäftigten hatten im Februar und März bereits gut zwölf Prozent der Aktien außerbörslich an Investoren abgegeben. Weitere gut zwei Prozent gingen nun an institutionelle Anleger. Privatanleger blieben bei der Zeichnung außen vor.

Bislang zwei Evonik-Eigentümer

Die RAG-Stiftung als Haupteigentümer (nach dem Börsengang noch 68 Prozent) deckt aus den Erlösen die dauerhaften Lasten für den Ausstieg aus der Steinkohleförderung in Deutschland. Ende 2018 schließt die letzte deutsche Steinkohlezeche. Zweiter Evonik-Eigentümer ist die britische Beteiligungsgesellschaft CVC.

Fußballfans ist der Evonik-Schriftzug vom Trikot des Deutschen Fußballmeisters und voraussichtlichem Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund schon länger geläufig. Nun lernen auch Börsenhändler ohne Sportambitionen den Essener Spezialchemiekonzern kennen.

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Evonik wird zum Börsenstart mit 15 Milliarden Euro bewertet

Wie die Deutsche Bank am Mittwoch mitteilte, sollten im Auftrag der Evonik-Eigentümer 9,32 Millionen Evonik-Aktien an Großinvestoren verkauft werden. Dies entspreche einem Erlös von rund 346 Millionen Euro aus dem Börsengang. Evonik würde damit zum Börsenstart mit 15 Milliarden Euro bewertet - und ist damit Deutschlands bisher größter Börsengang des Jahres.

Die RAG-Stiftung hatte in den vergangenen Jahren mehrfach versucht, Evonik an die Börse zu bringen. Ihren letzten Anlauf für einen Börsengang hatten die Evonik-Eigner im Sommer vergangenen Jahres abgeblasen und dies mit Unsicherheiten am Markt begründet. Die Art des jetzigen Börsengangs zeigt, dass die RAG-Stiftung und CVC noch immer vorsichtig sind. Die Aktien werden ausschließlich direkt an Großanleger verkauft und nicht frei am Markt gehandelt.

"Attraktives Wachstum ohne Abenteuer"

Firmen-Chef Klaus Engel versprach den Investoren im März bei der Bilanzvorlage ein "attraktives Wachstum ohne Abenteuer". Der einstige Mischkonzern - 2007 aus den Industrieanteilen des Kohlekonzerns RAG hervorgegangen - hatte sein Portfolio seit Jahren zielstrebig auf das Kernfeld Spezialchemie und den Börsengang hingetrimmt: Die Mehrheit an der Energietochter Evonik-Steag wurde verkauft.

2011 gab Evonik sein Ruße-Geschäft (Carbon Black) ab, 2012 folgten die Farbstoffe (Colorants), zudem trennt sich der Konzern von Teilen seiner Immobilien-Tochter Vivawest.

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Bisher keine größeren Übernahmen

Der Konzerngewinn stieg 2012 um knapp ein Fünftel auf 1,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen investiert stark in Asien und setzt auf Trends wie die weltweit immer hochwertigere Ernährung mit steigendem Fleischanteil: Evonik baut riesige Fabriken für Aminosäuren zur Tierfutterproduktion.

Beim globalen Bevölkerungswachstum ist Evonik mit Superabsorbern für Babywindeln dabei. Die Investitionen in aller Welt kann Evonik dabei fast komplett aus eigenen Mitteln decken, größere Übernahme-Abenteuer hat sich das Management bisher verkniffen.

Haupteigner muss Altlasten abbauen

Für den Haupteigner RAG-Stiftung, dem nach dem Börsengang noch rund 68 Prozent verbleiben, ist Evonik ein Dauerinvestment mit festgeschriebenem Ziel: Aus den Erlösen des Evonik-Börsengangs, Dividenden und Kapitaleinnahmen muss die Stiftung nach ihrer Satzung die dauerhaften Folgekosten des Steinkohlebergbaus in Deutschland nach dem Ende der Förderung 2018 tragen.

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