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Facebook: Ein enttäuschendes Jahr an der Börse

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Facebook: Ein Börsenjahr wird zur Enttäuschung

18.05.2013, 14:35 Uhr | AFP

Facebook: Ein enttäuschendes Jahr an der Börse. Anzeigetafel auf dem New Yorker Times Square (Quelle: Reuters)

Vor einem Jahr ging Facebook unter großem Medien-Rummel an die Börse (Quelle: Reuters)

Enttäuschte Hoffnungen an der Börse: Als das soziale Netzwerk Facebook vor einem Jahr sein Listing an der Wall Street einging, frohlockte die Finanzwelt angesichts einer der größten Neuemissionen aller Zeiten. Doch das Debüt an der Wall Street wurde zum Fiasko: Der Kurs der Aktie mit dem Kürzel "FB" stürzte ab und liegt ein Jahr später deutlich unter dem Ausgabepreis von 38 Dollar. Am Freitag verabschiedete sich der Titel mit 26,25 Dollar ins Wochenende.

Pannen beim Facebook-Börsengang

Auch Firmengründer Mark Zuckerberg war frohen Mutes, als er am 18. Mai 2012 per Videoschalte den Handel an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq einläutete.

Aber vieles lief schief beim Börsengang des größten sozialen Netzwerks, das heute mehr als 1,1 Milliarden Menschen weltweit nutzen. Unter dem Eindruck der Euphorie von Anlegern hatte Facebook den Ausgabepreis noch einmal deutlich angehoben und die Zahl der angebotenen Aktien um ein Viertel erhöht. Die tatsächliche Nachfrage war dann aber geringer als erwartet.

Investoren reagierten auch wütend, als sie erfuhren, dass die mit dem Börsengang beauftragten Finanzinstitute kurz vor dem Wall-Street-Debüt ihre Gewinnprognosen für Facebook gesenkt hatten - darüber aber nur wenige ausgewählte Kunden informierten. Vor allem Kleinanleger wurden benachteiligt.

Schließlich vermasselten technische Probleme bei der Nasdaq Facebooks ersten Tag an der Börse. Weil die Computersysteme mit der Masse an Kauf- und Verkaufsaufträgen überfordert waren, begann der Handel mit den Aktien des sozialen Netzwerks mit einer halben Stunde Verspätung. Anleger beklagten, dass stundenlang nicht genau angezeigt wurde, ob ihre Aufträge ausgeführt wurden.

Bislang größter Hightech-Börsengang

Die Facebook-Neuemission war mit Einnahmen in Höhe von 16 Milliarden Dollar (12,4 Milliarden Euro) der bislang größte Börsengang in der Technologiebranche. Mit einer astronomischen Gesamtbewertung von 104 Milliarden Dollar war das 2004 in einem Studentenwohnheim an der US-Eliteuni Harvard gegründete soziale Netzwerk am Tag des Börsendebüts auf den Schlag mehr wert als der deutsche Elektronikriese Siemens oder der Autokonzern VW.

Beim ersten Handelsschluss wies der Facebook-Kurs ein mageres Plus von nicht einmal einem Prozent auf. Analysten hatten mit einem Anstieg um mehr als 20 Prozent gerechnet. In den kommenden Wochen und Monaten ging es dann steil nach unten, die Papiere verloren mehr als die Hälfte ihres Wertes. Im September erreichte die Aktie ihren Tiefststand von 17,73 Dollar. Mittlerweile hat sich der Aktienkurs in einem Korridor zwischen 25 und 28 Dollar eingependelt.

Zweifel am Geschäftsmodell

In die Verunsicherung über den verpatzten Börsengang mischten sich zunehmend Zweifel, ob das Geschäftsmodell von Facebook den gewaltigen Börsenwert rechtfertigt. Das Unternehmen ist zum überwiegenden Teil von Werbeeinnahmen abhängig. Als Problem galt, dass immer mehr Nutzer über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-Computer auf das soziale Netzwerk zugreifen. Eine überzeugende Strategie für das Anzeigengeschäft in diesem Sektor fehlte Facebook zu diesem Zeitpunkt aber.

Einen Teil seiner Hausaufgaben hat das Unternehmen gemacht. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Anteil von mobilen Anzeigen am gesamten Werbekuchen immerhin bei 30 Prozent. Facebook konnte seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 58 Prozent auf 217 Millionen Dollar steigern. Der Umsatz stieg um 38 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Dollar.

Die jungen Kunden gehen

"Wir haben eine Menge Fortschritte gemacht", sagte Zuckerberg. So stellte das Unternehmen etwa die Software "Facebook Home" vor, mit dem das soziale Netzwerk zum zentralen Programm auf Smartphones gemacht werden kann.

Am Horizont tauchen aber neue Probleme auf: Zwar wachsen die Nutzerzahlen von Facebook insgesamt weiter, doch vor allem jüngere Leute in den USA kehren dem sozialen Netzwerk den Rücken. Auch in Deutschland ging nach Angaben der Marktforschungsfirma Socialbakers im ersten Quartal 2013 die Zahl der Nutzer in der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren zurück.

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