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DAX-Rückschlag am Donnerstag: Wie geht es jetzt weiter?

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Wie geht es mit dem DAX nach dem Rückschlag weiter?

24.05.2013, 10:46 Uhr | dpa

DAX-Rückschlag am Donnerstag: Wie geht es jetzt weiter?. DAX auf der Anzeigetafel der Deutschen Börse in Frankfurt (Quelle: imago)

DAX auf der Anzeigetafel der Deutschen Börse in Frankfurt (Quelle: imago)

Herber Rückschlag für die Anleger - die Angst ist weltweit an die Börsen zurückgekehrt. Im US-Handel verunsichern unklare Aussagen der Notenbank, in Japan schwache Daten zur Konjunktur in China. Auch der DAX lässt Federn. Analysten sind uneins, ob die Rally schon beendet ist.

US-Notenbank sorgt für Unruhe

Die Börsen sind nervös: Nach dem steilen Höhenflug von einem Rekord zum anderen wird die Luft allmählich dünn. Ein nicht ganz klares Statement von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur Geldpolitik und schwache Konjunkturdaten aus China schicken die Kurse weltweit auf Talfahrt. Anleger fragen sich: Geht es nach der Delle wieder bergauf oder ist die Trendwende eingeläutet?

Was genau hat die Talfahrt ausgelöst?

Mit seinen Aussagen zur Geldpolitik hat der Fed-Chef die Anleger verunsichert. Zunächst reagierten die Börsen begeistert, weil Bernanke am Mittwoch (Ortszeit) eine weiterhin lockere Geldpolitik andeutete: "Ein voreiliges Ende oder eine Straffung birgt das Risiko, die wirtschaftliche Erholung abzuwürgen."

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Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Denn Bernanke schloss ein geringeres Tempo bei den Anleihekäufen nicht aus. "Er hat zwar sein Bekenntnis zum Gelddrucken erneuert, doch die Hintertürchen für die Notenbanker gehen langsam auf", erklärte Sarah Brylewski von Gekko Markets das Wechselbad der Gefühle bei den Investoren.

Warum crashte der Nikkei um rund sieben Prozent?

Die Kurskorrektur in Tokio hängt vor allem mit enttäuschenden Konjunkturdaten für China zusammen. Der von der Großbank HSBC erhobene Einkaufsmanagerindex für China ist im Mai erstmals seit mehr als einem halben Jahr unter die Wachstumsschwelle gesunken. Das deutet darauf hin, dass die Industrie in China geschrumpft sein könnte - mit Folgen für die Weltkonjunktur.

Sind die Reaktionen an den Aktienmärkten übertrieben?

Sie fallen zumindest ziemlich heftig aus. Der deutsche Leitindex DAX schloss mit einem Minus von mehr als zwei Prozent. "Nach den schlechten Daten aus China kommt Angst auf. Dass schon eine geringe Abweichung vom erwarteten Wert für so deutliche Kurskorrekturen sorgt, zeigt: Der Markt ist überhitzt", sagt Helaba-Experte Markus Reinwand. Wer in der jüngsten Kursrally früh eingestiegen sei, denke nun bei enttäuschenden Konjunkturzahlen schnell daran, auszusteigen und Gewinne mitzunehmen.

Ist der Höhenflug des DAX vorbei?

Das kann niemand seriös vorhersagen. Fakt ist: Die Geldflut der Notenbanken ist ein wichtiger Grund für die Kursrally der vergangenen Wochen und Monate. Auch wenn einige Notenbanker in den USA nun die Bremse anvisieren: An einen raschen Ausstieg ist derzeit weder bei der Fed noch bei der EZB in Frankfurt zu denken.

Im Gegenteil: "Die hohe Liquidität weltweit wird im laufenden Jahr noch steigen", ist Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Landesbank Bremen, überzeugt. Denn die Bank of Japan will monatlich umgerechnet rund 58 Milliarden Euro in den Markt pumpen. Wenn die Fed ihr Programm von monatlich 85 Milliarden Dollar tatsächlich zurückfahre, würde das allmählich geschehen: "Das Exit-Thema der Fed wird vom Markt wie ein Sturm behandelt. Tatsächlich ist es nur ein Sturm im Wasserglas."

Brechen die Börsen jetzt ein?

Damit rechnen Experten nicht. Hellmeyer sieht eine Kurskorrektur, um die rasanten Anstiege zu verdauen. Er erwartet keinen Richtungswechsel, sondern hält einen DAX-Stand von 8700 Punkten zum Jahresende weiter für realistisch. Angesichts der mauen Konjunktur - der Euroraum steckt in der Rezession - dürften die Leitzinsen jedenfalls noch lange extrem niedrig bleiben. Mit der Folge, dass Sparbuch oder Tagesgeld so gut wie nichts abwerfen. Den Investoren fehlen also Alternativen.

Gibt es also noch Luft nach oben?

Weitere Kurssprünge nach oben erwartet die DZ-Bank erst dann, wenn die Gewinne der Unternehmen und die Konjunktur wieder anziehen. Helaba-Analyst Reinwand gibt zu denken, dass Aktien mit ihrem Anstieg seit der zweiten Jahreshälfte 2012 ihre massive Unterbewertung inzwischen abgebaut haben: "Damit ist die beste Phase für Aktien bereits vorbei. Sie sind nicht mehr so billig, dass man bedenkenlos zugreifen kann."

Für nachhaltige Kurssteigerungen müssten sich die Ertragsperspektiven der Unternehmen aufhellen. Aus Sicht der Helaba ist das Potenzial für Aktien vorerst ausgeschöpft, massive Kursverluste seien aber nicht zu befürchten.

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