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Devisen: Britische Behörde prüft Insider-Geschäfte

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Devisen: Britische Behörde prüft Insider-Geschäfte

13.06.2013, 21:03 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Devisen: Britische Behörde prüft Insider-Geschäfte. Die City of London (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Londoner Finanzplatz (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schnelle Gewinne im Windschatten der Kunden: Die britische Finanzaufsicht hat Ermittlungen in der Banken- und Finanzbranche wegen möglicher Manipulationen auf dem Devisenmarkt eingeleitet. Die Finanzaufsicht befinde sich in Gesprächen mit "relevanten Parteien", sagte ein Sprecher der Financial Conduct Authority (FCA) in London. Die Deutsche Bank, an welche die FCA im Zuge der Vorermittlungen laut Branchenangaben ebenfalls eine Anfrage richtete, lehnte eine Stellungnahme ab.

Keine Klarheit über die Manipulationen

Nähere Details zu den Untersuchungen wollte die FCA nicht nennen. Zuvor hatte die "Financial Times" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, die Finanzaufsicht haben an mehrere Banken am Finanzplatz London mit großem Devisengeschäft Anfragen gerichtet.

Demnach war der Verdacht laut geworden, Banken hätten Informationen über geplante große Devisengeschäfte genutzt, die sie im Auftrag ihrer Kunden abwickeln, um für sich selbst Vorteile bei Devisengeschäften zu erzielen. Die Banken hätten ihre eigenen Geschäfte mit zeitlichem Vorsprung und den Informationen über die geplanten Kunden-Orders im Hinterkopf abgewickelt. Im Fachjargon wird dieses Insider-Vergehen "Frontrunning" genannt. Devisenhändler sollen ferner ausgepackt und beschrieben haben, wie sie Kursermittlungen beeinflussten und für eigene Geschäfte ausnutzten.

Anfrage an Deutsche Bank und Citigroup

Neben der Deutschen Bank richtete die FCA dem Bericht der "FT" zufolge auch eine Anfrage an die Citigroup. Demnach prüfen die betroffenen Banken ihre zurückliegenden Geschäfte und die Kommunikation ihrer Devisenhändler über interne elektronische Kurznachrichtendienste, um Hinweise auf mögliche Manipulationen zu finden.

Die FCA wollte keinerlei Namen von Banken bestätigen, an die sie Anfragen gerichtet hatte. Branchenangaben zufolge lag zunächst jedoch kein Hinweis vor, dass trotz der versandten Anfragen der Finanzaufsicht gegen die Deutsche Bank tatsächlich ermittelt wird. Ähnliches gilt laut "FT" für die Citigroup.

Zuvor Libor-Zins manipuliert

Die britische Finanzwelt war erst im vergangenen Jahr von einem Skandal erschüttert worden, bei dem es um die Manipulation des international wichtigen Zinssatzes Libor ging. Der Libor ist ein Zinssatz, zu dem sich Banken am Finanzplatz London untereinander Geld leihen. Im Zusammenhang mit den Zinsmanipulationen läuft auch bei der deutschen Finanzaufsicht BaFin noch eine Sonderprüfung gegen die Deutsche Bank.

Der Zinsskandal war Ende Juni bekannt geworden, als die britische Barclays Bank eine Geldstrafe bekanntgab, um Ermittlungen der britischen und US-Regulierungsbehörden zu stoppen. Barclays, die Royal Bank of Scotland sowie das Schweizer Finanzinstitut UBS mussten insgesamt über zwei Milliarden Dollar (über 1,5 Milliarden Euro) zahlen, um die Ermittlungen in der Zinsaffäre zu beenden.

Auf dem Devisenmarkt, dem Finanzmarkt für den Tausch von Währungen, werden täglich enorme Summen in Höhe von mehreren Billionen Euro gehandelt. Er gilt als der größte Finanzmarkt der Welt.

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