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Commerzbank streicht über 5000 Stellen

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Commerzbank kappt fast jeden zehnten Job

19.06.2013, 17:54 Uhr | rtr

Commerzbank streicht über 5000 Stellen. Harte Zeiten bei der Commerzbank (Quelle: dpa-picture alliance)

Harte Zeiten bei der Commerzbank (Quelle: dpa-picture alliance)

Jetzt ist es amtlich: Die Commerzbank will in den nächsten dreieinhalb Jahren rund 5200 Stellen abbauen. Das ist jede neunte der 45.000 Vollzeitstellen im Konzern. "Unser Ziel ist es, den Stellenabbau in vollem Umfang ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu realisieren", sagte Personalvorstand Ulrich Sieber. Deutschlands zweitgrößte Bank hatte zuvor die Belegschaft über die Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat informiert.

Commerzbank spart in den Filialen

Im deutschen Kerngeschäft fallen bis zum Jahr 2016 allein 3900 Stellen weg, zugleich sollen aber rund 1000 an anderer Stelle neu geschaffen werden, etwa in der profitablen Mittelstandsbank. Am stärksten betroffen ist das Filialgeschäft, in dem allein 1800 der 12.000 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren werden.

Die Bank hatte für den Abbau von 4000 bis 6000 Stellen schon im ersten Quartal 500 Millionen Euro zurückgestellt. Mit der Einigung bleibe man im Budget, bestätigte ein Sprecher.

Keine Filiale soll geschlossen werden

Mit den Streichungen soll das lahmende Privatkundengeschäft in den 1200 Filialen wieder profitabel gemacht werden. Zugleich will die Commerzbank zwei Milliarden Euro für Investitionen freischaufeln, etwa um die veraltete IT zu modernisieren, ohne Mehrkosten zu verursachen. Dem fallen viele Dienstleistungstätigkeiten in zentralen Funktionen - etwa in der Belegbearbeitung - zum Opfer.

Keine der 1200 Filialen soll wegen des Umbaus geschlossen werden, viele sollen sich aber stärker spezialisieren, etwa auf Baufinanzierung. "Wir haben gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen Weg gefunden, deutliche Kosteneinsparungen vorzunehmen, um an anderer Stelle durch Investitionen unsere Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zu sichern", sagte Sieber.

Commerzbank will eine Million Kunden gewinnen

Ver.di-Vorstandsmitglied Beate Mensch bekräftigte dagegen die Zweifel der Gewerkschaft an den Plänen: "Personalabbau und Zukunftsfähigkeit passen nicht zusammen, insbesondere wenn Kundengewinnung angestrebt und eine Qualitätsverbesserung des Kundenservices erzielt werden soll."

Die Commerzbank hat sich vorgenommen, bis 2016 eine Million Kunden zu gewinnen; zurzeit sind es elf Millionen. Mensch kritisierte, dass die Commerzbank den Stellenabbau in allen Bereichen zusammengezählt habe: Das führe "zu erheblicher Verunsicherung bei den Beschäftigten".

Entlassungen auch bei Hypotheken- und Schiffssparte

Der Betriebsrat und der Commerzbank-Vorstand hatten nur über die Zukunft der rund 41.000 Mitarbeiter in der AG in Deutschland verhandelt. Dort fallen 3900 Arbeitsplätze weg. In den vor der Abwicklung stehenden Sparten Hypotheken- und Schiffsfinanzierung hatte man sich bereits Anfang des Jahres auf den Abbau von 800 Stellen geeinigt. Bei der Hypothekenbank Frankfurt (früher Eurohypo) muss jeder zweite der 1000 Mitarbeiter gehen. Dazu kommen 500 Arbeitsplätze im Ausland und bei Tochterfirmen.

Unternehmen und Betriebsrat hatten in der vergangenen Woche fünf Tage lang über Details gefeilscht. Die Vereinbarungen für den sozialverträglichen Abbau umfassen nach Ver.di-Angaben rund tausend Seiten.

Mark Roach, der für Ver.di im Aufsichtsrat der Bank sitzt, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Wir sind der festen Überzeugung, dass sich der Abbau ohne betriebsbedingte Kündigungen durchziehen lässt."

Wenn bestimmte Etappenziele für die Sparten erreicht werden, verzichtet die Commerzbank dort ganz auf Entlassungen. Altersteilzeit, Prämien für freiwillige Kündigungen und Abfindungen beim Wechsel zu einer anderen Bank sollen den Prozess beschleunigen.

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