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Steinway & Sons: Investor will den Pianohersteller kaufen

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Steinway: Finanzinvestor will Pianolegende kaufen

01.07.2013, 19:58 Uhr | dpa-AFX

Steinway & Sons: Investor will den Pianohersteller kaufen. Finanzinvestor kauft die Pianolegende Steinway (Quelle: dpa)

Finanzinvestor kauft Steinway (Quelle: dpa)

Finanzdeal in der Musikbranche: Der vor 160 Jahren von einem deutschen Auswanderer in New York gegründete Pianohersteller Steinway wechselt wohl den Besitzer. Der US-Finanzinvestor Kohlberg & Company bietet für das börsennotierte Unternehmen 438 Millionen Dollar, das sind umgerechnet 336 Millionen Euro. "Steinway wird seiner Mission treu bleiben, ohne jeden Kompromiss die besten Musikinstrumente herzustellen", versicherte Firmenchef Michael Sweeney.

Pianos vom deutschen Auswanderer

Der Klavierbauer Heinrich Engelhard Steinweg war 1850 in die USA ausgewandert und hatte dort zusammen mit seinen Söhnen 1853 das Unternehmen gegründet. Schnell erwarb sich Henry E. Steinway, wie er sich nun nannte, einen guten Ruf unter Musikern.

Nach einer wechselvollen Geschichte und einer Übernahme durch einen anderen Instrumentenbauer folgte 1996 der Börsengang an der Wall Street. Das Aktienkürzel lautet "LVB" für Ludwig van Beethoven.

Konzertflügel aus Hamburg

Die Pianos von Steinway & Sons stehen auf den bedeutenden Konzertbühnen in aller Welt, sie werden aber neben New York nur noch in Hamburg gebaut. Die heutige Steinway Musical Instruments Inc. stellt daneben unter anderem Trompeten (Bach), Saxophone (Henri Selmer Paris), Schlagzeuge (Ludwig), Klarinetten (Leblanc) sowie Hörner (C.G. Conn) her.

Zuletzt machte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 354 Millionen Dollar, etwa zwei Drittel davon mit Konzertflügeln und Klavieren. Der Gewinn lag bei 14 Millionen Dollar. In diesem Jahr strömen alleine 44 Millionen Dollar durch den Verkauf des traditionsreichen Schauraums im Herzen Manhattans in die Kasse. Dort soll nun ein Wolkenkratzer mit Luxuswohnungen entstehen.

Kleiner Aufschlag für Aktionäre

Der Finanzinvestor Kohlberg & Company bietet 35 Dollar die Aktie für das gesamte Unternehmen und damit 15 Prozent mehr als der Schlusskurs vom Freitag. Das Steinway-Management hat das Angebot angenommen, allerdings kann es noch 45 Tage lang bessere Offerten einholen. Kommt nichts dazwischen, soll die Übernahme im dritten Quartal abgeschlossen werden.

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