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WestLB versenkte sechs Milliarden Dollar in der Karibik

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WestLB verzockte Milliarden in der Karibik

02.07.2013, 12:29 Uhr | t-online.de, AFP

WestLB versenkte sechs Milliarden Dollar in der Karibik. Die WestLB hat in Steueroasen spekuliert und dabei Milliarden versenkt (Quelle: dpa)

Die WestLB hat in Steueroasen spekuliert und dabei Milliarden versenkt (Quelle: dpa)

Die Westdeutsche Landesbank (WestLB) hat offenbar mehr als sechs Milliarden Dollar in Übersee-Steueroasen verspekuliert. Das berichtet das "Handelsblatt". Die vor einem Jahr abgewickelte Landesbank unterhielt demnach ein Netz an Briefkastenfirmen in der Karibik.

Schrottpapiere übertragen

Die Zeitung bezieht sich auf eine ihr vorab vorliegende Antwort von NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) auf eine kleine Anfrage der FDP. Laut Walter-Borjans kamen zum Stichtag 31. März 2008 gut ein Viertel der toxischen Wertpapiere der WestLB, die auf die Zweckgesellschaft Phoenix übertragen wurden, von Aktivitäten auf den karibischen Cayman-Inseln und 1,3 Prozent von Niederlassungen auf der Kanalinsel Jersey.

Phoenix ist eine Zweckgesellschaft, in die die WestLB im ersten Quartal 2008 ihre nicht mehr handelbaren Wertpapiere ausgliederte. Der Wert des Portfolios betrug 23 Milliarden Euro. FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel, Initiator der Anfrage, fordert eine gründliche Aufarbeitung des Offshore-Geschäfts. "Ein wichtiger Teil des Milliardengrabs WestLB ist in Offshore-Destinationen verursacht worden", kritisierte Witzel laut dem Bericht.

Abwicklung kostet Milliarden

Frühere Angaben von Walter-Borjans einbezogen werde die Abwicklung der WestLB den Steuerzahler am Ende rund 18 Milliarden Euro kosten, heißt es im "Handelsblatt". Voraussichtlich nach der Bundestagswahl soll sich ein WestLB-Untersuchungsausschuss mit dem Niedergang der Bank befassen. Die Landesbank wurde vor einem Jahr zerschlagen, das Nachfolgeunternehmen heißt Portigon.

Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass die WestLB teilweise seit 1975 Briefkastenfirmen in Übersee unterhielt. Die Niederlassungen auf den Caymans, auf den Bermudas, Jersey oder den niederländischen Antillen existieren noch immer. Die letzte dieser Gesellschaften wurde 2004 gegründet.

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