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Federal Reserve will Banken an die Leine legen

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Federal Reserve will Banken an die Leine legen

02.07.2013, 19:20 Uhr | rtr

Federal Reserve will Banken an die Leine legen. Die Federal Reserve in Washington D.C. (Quelle: Reuters)

Die Federal Reserve in Washington D.C. (Quelle: Reuters)

Harte Zeiten für amerikanische Banken: Die USA wollen die größten Kreditinstitute des Landes noch enger an die Kandare nehmen als die internationalen Aufseher. Die US-Notenbank Federal Reserve stimmte zwar dem unter dem Kürzel "Basel III" bekannten Regelwerk grundsätzlich zu. Der für die Aufsicht zuständige Fed-Gouverneur Daniel Tarullo kündigte aber zugleich an, dass die US-Regulierungsbehörden noch darüber hinausgehen wollten. Basel III gehe nicht weit genug. So hält Tarullo die von den Baseler Aufsehern festgelegte maximale Quote für die Verschuldung von Banken für zu hoch.

Mehr Eigenkapital für US-Banken

Die Institute müssten mehr als die vorgeschriebenen drei Prozent der Kredite und Wertpapiere in der Bilanz mit Kapital hinterlegen, forderte Tarullo. "Die Leverage Ratio scheint zu niedrig angesetzt zu sein, um als Gegengewicht zu den risiko-basierten Eigenkapitalquoten zu dienen, auf die man sich international geeinigt hat."

Notenbanker und Aufseher aus den USA hatten sechs Prozent ins Gespräch gebracht, zwei Senatoren hatten sogar Quoten von bis zu 15 Prozent gefordert.

Noch gibt es Gegenwind

Auch die beiden anderen Finanz-Aufsichtsbehörden der USA, die Einlagensicherung FDIC und das OCC, müssen Basel III noch zustimmen, bevor der Kongress das grüne Licht gibt. FDIC-Vize-Chef Thomas Hoenig gilt als schärfster Gegner von Basel III und als Verfechter der Leverage Ratio. Er hält die am Risiko orientierten Basel-III-Eigenkapitalregeln für zu anfällig für Manipulationen seitens der Banken.

Viele europäische Regulierer fürchten dagegen, dass eine Ausrichtung an der Leverage Ratio die Banken zu spekulativen Geschäften verleitet, weil sie keine Rücksicht auf das Risiko nimmt, das damit verbunden ist.

Dickeres Kapitalpolster gegen Krisen

Basel III war als Mindeststandard konzipiert worden, so dass eine Verschärfung in den USA nicht angreifbar wäre. Lange war fraglich gewesen, ob Basel III dort überhaupt eingeführt werden würde. Nach den Vorstellungen der Fed sollen sich die größten Banken in den USA schon 2014 an das Regelwerk halten, regionale Geldhäuser erst ab 2015.

Sie brauchen künftig mehr als drei Mal so viel Aktienkapital und Gewinnrücklagen als bisher, um sich für Krisen wetterfest zu machen. Für den Aufbau dieses dickeren Kapitalpolsters haben sie allerdings - wie allen Banken weltweit - bis 2019 Zeit. Die Europäische Union fordert die Einhaltung der Vorschriften von allen Banken - bis zur kleinsten Sparkasse und Volksbank.

Die Fed sieht in ihrem Entwurf Lockerungen für lokale Banken vor. Sie sollen unter anderem Wohnungsbaukredite weniger stark mit Kapital unterlegen müssen. Für systemrelevante Banken, deren Pleite das ganze Finanzsystem ins Wanken brächte, soll es auch in den USA Kapitalaufschläge geben.

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