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"Welt": Siemens streicht Hunderte Jobs in der Bahnsparte

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Verlustreiche Geschäfte  

"Welt": Siemens streicht Hunderte Jobs in der Bahnsparte

10.09.2013, 20:08 Uhr | dpa, t-online.de

"Welt": Siemens streicht Hunderte Jobs in der Bahnsparte. Fünf Minuten vor Zwölf zeigt die Uhr am Siemens-Zentralgebäude in Erlangen (Quelle: dpa)

Fünf Minuten vor Zwölf zeigt die Uhr am Siemens-Zentralgebäude in Erlangen (Quelle: dpa)

In seiner derzeit verlustreichen Bahnsparte will Siemens offenbar Hunderte Jobs streichen. Insgesamt sollen mehr als zehn Prozent der rund 6000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bundesweit sei der Wegfall von 700 Arbeitsplätzen geplant, sagte der Sprecher der IG Metall Bayern Hagen Reimer. Am Standort Erlangen sei die Streichung von 340 Stellen bereits mit dem Betriebsrat vereinbart, an anderen Standorten werde noch verhandelt.

Teil des Umbauprogramms

Reimer bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Die Welt". Dem Sprecher zufolge ist der Stellenabbau Teil des Umbauprogramms, das noch von Ex-Siemens-Chef Peter Löscher auf den Weg gebracht worden war. "Deshalb war uns der Stellenabbau seit etlichen Monaten bekannt, trotzdem ist er natürlich unerfreulich", äußerte sich Reimer.

Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht zwar nicht kommentieren, sagte aber, er gehe in die richtige Richtung. Die Informationen seien gut recherchiert und stammten aus internen Unterlagen.

Milliarden-Einsparungen vorgesehen

Bislang ist lediglich bekannt, dass der DAX-Konzern bis 2014 Kosten von 6,3 Milliarden Euro einsparen will, um wieder zurück in die Spur zu kommen. Bereits seit längerem wird darüber spekuliert, dass über 10.000 Stellen bedroht sein könnten. Der neue Vorstandschef Joe Kaeser hatte zuletzt angekündigt, dass er sich das Programm "Siemens 2014" anschauen und im Herbst präzisieren werde.

Lieferprobleme machen Konzern zu schaffen

Die Bahnsparte zählt, neben Problemen beim Windkraft-Bau und dem Totalausfall der Solarsparte, zu den größten Baustellen im Konzern. Hauptproblem sind Liefer-Verzögerungen bei Hochgeschwindigkeitszügen wie ICE und Eurostar. Dadurch seien Kosten von 260 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahrs entstanden, schreibt die "Welt".

Angebote für betroffene Mitarbeiter

Nach Angaben des Gewerkschafts-Sprechers hat Siemens den jetzt vom Jobabbau betroffenen Mitarbeitern attraktive Bedingungen für Vertragsauflösungen geboten. Ein Teil der Stellenstreichungen werde über natürliche Fluktuation erfolgen. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden.

Im fränkischen Erlangen sind in erster Linie Projektmanagement, Ingenieurdienstleistungen und Kundenunterstützung des Bahngeschäfts angesiedelt. Dem Bericht zufolge fällt auch eine zweistellige Zahl an Stellen in Krefeld weg. Hier steht das Hauptproduktionswerk der Sparte.

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Bahnsparte bekam Großauftrag aus Großbritannien

Immerhin konnte das Zuggeschäft des Konzerns jüngst einen Riesenauftrag in Großbritannien verbuchen. Dabei geht es um 1140 Regionalzugwagen für die englische Hauptstadt London. Das Geschäft hat ein Volumen von 1,8 Milliarden Euro. Gebaut werden die Wagen im Krefelder Werk.

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