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Schweizer Ministerin gibt Bankenbetrug zu - und dementiert

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Tricksten Schweizer Banken?  

Schweizer Ministerin spricht von Manipulation - und dementiert

09.10.2013, 18:58 Uhr | rtr, t-online.de

Schweizer Ministerin gibt Bankenbetrug zu - und dementiert. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat sich nach Angaben ihres Hauses nur versprochen. (Quelle: dpa)

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat sich nach Angaben ihres Hauses nur versprochen. (Quelle: dpa)

Haben Schweizer Banken den weltweiten Devisenhandel manipuiert? Ja, sagte die Finanzministerin des Landes, Eveline Widmer-Schlumpf zunächst - und ruderte wenige Stunden später zurück.

Widmer-Schlumpf hatte auf einer Pressekonferenz gesagt: "Es ist eine Tatsache, dass Devisenmanipulationen begangen wurden." Damit ging sie deutlich weiter als die Aufsicht Finma, die vor ein paar Tagen lediglich von einem Verdacht gesprochen hatte.

Ministerium: "Ein Versprecher"

Wenige Stunden später schwächte das Ministerium die Aussage deutlich ab. Widmer-Schlumpf habe das nicht so gemeint, erklärte ein Sprecher. "Sie hält dazu fest, dass es sich um einen Versprecher handle und sie eigentlich sagen wollte, Tatsache sei einzig, dass ermittelt werde, und alles andere eben noch Gegenstand dieser Ermittlungen sei."

Die Schweizer Aufsicht Finma prüft in Abstimmung mit ausländischen Behörden mehrere Schweizer Banken wegen des Vorwurfs, den Devisenmarkt manipuliert zu haben. International sei möglicherweise eine Vielzahl von Banken betroffen, erklärte die Behörde vergangene Woche. Neue Anzeichen für Fortschritte bei den Untersuchungen gab es zunächst nicht.

Deutsche Banken wohl nicht betroffen

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat bislang nach eigener Darstellung aber keine Erkenntnisse, dass auch ein Institut aus Deutschland an Manipulationen beteiligt war.

Ins Rollen gebracht hatte den Fall die britische Finanzaufsicht FCA, die schon seit dem Sommer Berichten über Tricksereien bei der Festlegung von Referenzkursen für viele Währungen nachgeht. Solche Kurse dienen Firmen und großen Profi-Anlegern wie etwa Investmentfonds als Basis für ihre Währungsgeschäfte.

Am weltweiten Devisenmarkt werden pro Tag Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar gehandelt. Wichtige Akteure sind in der Schweiz vor allem die beiden Großbanken UBS und Credit Suisse. Die Deutsche Bank gilt als Marktführer. Auch die amerikanische Citigroup ist stark aktiv in dem Geschäft. Die Institute äußern sich bisher nicht.

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Erinnerungen an den Libor-Skandal werden wach

Widmer-Schlumpf wollte nicht einschätzen, ob der jetzige Fall die Dimensionen des Libor-Zinsskandals annehmen könnte. Dabei wird gegen mehr als ein Dutzend Banken ermittelt. Die UBS, Barclays und die Royal Bank of Scotland mussten bereits Strafen von zusammen insgesamt als 2,5 Milliarden Dollar zahlen. Auch gegen die Deutsche Bank wird ermittelt.

Händler der Institute sollen über Jahre hinweg Referenzzinssätze wie den Libor oder den Euribor manipuliert haben, um Handelsgewinne einzustreichen. Die Sätze werden täglich auf Basis der Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten ermittelt. Für die Meldungen waren bei den Banken einige wenige Personen zuständig. Referenzkurse im Devisenhandel werden dagegen auf der Basis echter Markt-Transaktionen festgelegt. Insidern zufolge dürften sie deshalb schwieriger zu manipulieren sein.

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