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Chinesischer Yuan klettert auf Rekordhoch zum Dollar

14.10.2013, 16:27 Uhr | rtr, t-online.de

Chinesischer Yuan klettert auf Rekord zum Dollar. Peking lässt den Yuan aufwerten (Quelle: Reuters)

Peking lässt den Yuan aufwerten (Quelle: Reuters)

Harte Zeiten für chinesische Exporteure: Peking hat den Yuan auf ein Rekordhoch steigen lassen. Ein Dollar verbilligte sich auf bis zu 6,1073 Yuan. Zuvor hatte die chinesische Notenbank den Referenz-Wechselkurs des Dollar bei 6,1406 Yuan festgesetzt, so niedrig wie nie zuvor seit Einführung des heimischen Devisenmarktes 1994. Die Verbraucher in der Volksrepublik dürften sich über die höhere Kaufkraft freuen – denn die Inflation steigt.

Der Yuan ist nicht frei handelbar

Die Stärke im Forex-Markt zeigt sich also darin, dass ein Chinese immer weniger heimische Währung auf den Tisch legen muss, um sich einen Dollar zu kaufen. Umgekehrt erhalten Exporteure im Außenhandel weniger US-Dollar für die verkauften Produkte. Und für die Verbraucher im Ausland werden chinesische Produkte teurer.

Die chinesische Währung – sie wird auch Renminbi genannt - ist nicht frei handelbar, sondern darf einen von der Notenbank täglich festgesetzten Kurs um maximal ein Prozent über- oder unterschreiten. Sie hat seit Ende 2010 insgesamt um etwa zehn Prozent gegen die US-Devise zugelegt.

Gegenüber dem Euro hielt sich der Yuan bei 8,2951 - und blieb damit weit von seinen Rekordhöhen entfernt. Ende 2000 hatten Chinesen nur 6,81 Yuan für einen Euro bezahlen müssen.

Hongkong-Dollar bleibt an US-Dollar gekoppelt

Hongkong will derweil seine Währung vorerst nicht an den chinesischen Yuan koppeln. "Es ist noch zu früh, den Yuan als Ankerwährung in Betracht zu ziehen", schrieb Notenbankchef Norman Chan in einem Beitrag auf der Internetseite der Währungsbehörde in Chinas Sonderverwaltungszone. "Er ist noch nicht frei konvertierbar und der Kapitalverkehr auf dem Festland ist noch nicht vollständig liberalisiert."

Die Arbeitsproduktivität auf dem Festland wachse zudem mehr als doppelt so schnell, weshalb in Hongkong im Falle einer Yuan-Bindung die Wettbewerbsfähigkeit mit Lohnkürzungen und Preissenkungen wiederhergestellt werden müsste. Seit 30 Jahren ist der Hongkong-Dollar an die Kursentwicklung des US-Dollar gekoppelt.

Yuan soll international attraktiver werden

China bemüht sich seit längerem, den Yuan im internationalen Zahlungsverkehr zu stärken. Das hat bereits dazu geführt, dass die Währung auf dem internationalen Devisenmarkt stärker gehandelt wird als der Hongkong-Dollar.

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Hongkong ist wiederum der wichtigste Handelsplatz für den Yuan. Der Hongkong-Dollar darf sich nur in einer Spanne von 7,75 bis 7,85 zum US-Dollar bewegen.

Inflation in China steigt

Unterdessen haben teure Lebensmittel die Inflationsrate in Chinas auf ein Sieben-Monatshoch getrieben. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt in Peking mit.

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Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 2,9 Prozent gerechnet, nachdem es im Vormonat noch 2,6 Prozent waren. Preistreiber Nummer eins waren Lebensmittel, die nach Ernteausfällen wegen Dürren und Hochwasser mit 6,1 Prozent fast doppelt so stark stiegen wie die Inflationsrate.

Chinas Wirtschaft schwächelt

Ökonomen rechnen mit einem weiteren Preisanstieg, der den Spielraum der Zentralbank für eine lockerere Geldpolitik begrenzen dürfte. "Die Teuerungsrate sollte im vierten Quartal weiter anziehen und 2014 für einige Monate über 3,5 Prozent liegen", sagte Nomura-Experte Zhiwei Zhang.

Die schwächelnde Konjunktur dürfte aber einen allzu starken Preisanstieg verhindern, da Unternehmen in diesem Umfeld nur schwer höhere Preise durchsetzen können. "Die Lage bleibt unter Kontrolle, die Inflation wird in diesem Jahr kein Grund zur Sorge liefern, zumal die Wirtschaft mit Überkapazitäten kämpft", sagte Ökonom Li Huiyong von Shenyin & Wanguo Securities in Shanghai.

So fielen die Erzeugerpreise im September um 1,3 Prozent zum Vorjahresmonat. In dieser Statistik werden die Preise ab Werkstor berücksichtigt - also bevor die Produkte in den Handel gelangen. Sie gilt deshalb als Frühindikator für die Entwicklung der gesamten Inflation.

China steckt derzeit in einer Konjunkturdelle. Die Ausfuhren des Exportweltmeisters waren im September um 0,3 Prozent zum Vorjahresmonat gefallen, während Analysten mit einem Plus von sechs Prozent gerechnet hatten.

In neun der vergangenen zehn Quartale hat sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verlangsamt. Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von 7,5 Prozent - es wäre das schwächste in mehr als zwei Jahrzehnten.

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