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Starke Zahlen  

Daimler ruft Trendwende aus – Gewinn steigt wieder

24.10.2013, 17:31 Uhr | rtr, dpa-AFX

Daimler ruft Trendwende aus – Gewinn steigt wieder. Daimler sonnt sich in neuem Ruhm (Quelle: dpa)

Daimler sonnt sich in neuem Ruhm (Quelle: dpa)

Frohe Kunde von Daimler: Der Autobauer macht in der Aufholjagd auf seine Erzrivalen BMW und die VW-Tochter Audi Boden gut. Zahlreiche neue Automodelle und Kostensenkungen bescherten den Schwaben erstmals seit Anfang vergangenen Jahres ein kräftiges Plus beim Betriebsgewinn. Erstmals nach fünf Quartalen vermeldete der Autobauer somit wieder einen höheren Gewinn im Kerngeschäft. Und erstmals traut sich Daimler in diesem Jahr nun sogar eine konkrete Prognose zu. Die Aktie der Stuttgarter überwand daraufhin zum ersten Mal seit Anfang 2008 die Marke von 60 Euro. Zum Handelsschluss notierten sie als zweitbester Wert im DAX 3,3 Prozent höher bei 60,32 Euro.

Daimler steigert operatives Ergebnis zweistellig

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus dem laufenden Geschäft kletterte im sonst eher schwächeren Sommerquartal um 15 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartung der Analysten leicht.

"Wir haben diesen Sprung geschafft, und wir haben damit die Grundlage gelegt für das Jahr 2014", rief Finanzvorstand Bodo Uebber am Donnerstag in Stuttgart die Trendwende aus. Der Gewinnanstieg werde sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, versprach er.

Die Margen sollen steigen

Dass der mittlerweile abgehängte einstige Markführer bei Premium-Autos den Abstand zu BMW und Audi verringert, lässt sich an der Umsatzrendite der Pkw-Sparte mit der Nobelmarke Mercedes-Benz ablesen. Sie kletterte im dritten Quartal um fast einen Prozentpunkt auf 7,3 von 6,4 Prozent, was in der Branche als großer Sprung gilt. Die Konkurrenz aber fährt immer noch neun bis zehn Prozent ein. Auch bei Mercedes sollen irgendwann von jedem verkauften Auto zehn Prozent Gewinn hängen bleiben.

"Wir sind auf dem Weg, unsere Zielmarken zu erreichen", sagte Uebber. Einen Zeitpunkt zum Erreichen des Margenziels wollte er aber nicht nennen. Bis 2020 will Daimler den Erzrivalen BMW vom Thron der Luxuswagen-Hersteller stoßen.

Angriff in China

Weit abgeschlagen gegenüber den beiden anderen deutschen Premium-Herstellern ist Daimler nach wie vor in China. Bis Ende September stieg der Absatz um acht Prozent auf knapp 169.000 Fahrzeuge. Zum Vergleich: BMW meldete derweil knapp 285.000 verkaufte Neuwagen und Marktführer Audi 358.000 Stück.

Doch mit neu geordnetem Vertrieb, dem China-Vorstandsmitglied Hubert Troska und 20 neuen Fahrzeugen auf der Liste für die kommenden zwei Jahre will Daimler auch dort Gas geben. Bis Ende des Jahres soll der Einstieg beim chinesischen Autobauer BAIC außerdem endgültig besiegelt werden, sodass Uebbers Fazit lautete: "In China sind wir mit der Entwicklung zufrieden."

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Die Börsianer applaudieren

Anleger feierten die Quartalszahlen. Daimler hat mit einem Kursplus von über 40 Prozent in diesem Jahr bereits die drittbeste Entwicklung im deutschen Leitindex hingelegt. Für Konzernchef Dieter Zetsche bedeutet der Gewinnanstieg, dass sein Stuhl wieder etwas fester steht. Erst im Frühjahr war sein Vertrag überraschend nur um drei statt wie sonst üblich um fünf Jahre verlängert worden. Analysten sehen Daimler jetzt auf Kurs, die Lücke zu den Rivalen zu schließen.

Doch bleiben Zweifel, ob der Erfolg auch dauerhaft ist, denn in früheren Jahren konnten die Stuttgarter vollmundige Versprechen oft nicht halten. "Das Problem ist, in der Vergangenheit haben wir das auch öfter gesehen und sobald sich irgendwo etwas außerplanmäßig entwickelt hat, hat es nicht mehr funktioniert", sagte Michael Punzet von der DZ Bank. Auch Frank Schwope von der NordLB sieht die Marke mit dem Stern auf der Motorhaube noch nicht über den Berg: "Die haben in den letzten Jahren auch immer wieder enttäuscht."

Nettogewinn steigt dank Sonderfaktoren

Das Gewinnplus im Quartal ist für Daimler zumindest ein Wendepunkt. Im Gesamtjahr wird der Konzern wegen der vorangegangenen schwachen Geschäfte zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang beim bereinigten Gewinn einfahren - dann sei mit 7,5 Milliarden Euro zu rechnen nach 8,1 Milliarden Euro im Vorjahr, präzisierte der Vorstand den Ausblick.

Diese Zahl enthält nicht den Sondererlös von 3,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf des EADS-Anteils. Der Nettogewinn stieg von Januar bis September - größtenteils dank der Milliarden von EADS-Aktien - um 67 Prozent auf sieben Milliarden Euro.

Modelloffensive fruchtet in China und den USA

Den Stuttgartern kamen im dritten Quartal die starke Nachfrage in den USA und China sowie die Stabilisierung am kriselnden Automarkt in Europa zu Gute. Nach einem Rekordabsatz stieg der Konzernumsatz um fünf Prozent auf 30,1 Milliarden Euro. Der Erfolg rührt vor allem von den zahlreichen neuen Modellen her. Daimler beginnt gerade erst, den aufsteigenden Ast des Modellzyklus zu erklimmen.

So kam in diesem Jahr der Absatz der neuen A- und B-Klasse und der neu designten E-Klasse in Fahrt, das profitabelste Flaggschiff-Produkt S-Klasse wurde seit dem Sommer weltweit eingeführt. Nach 5100 verkauften Fahrzeugen im dritten Quartal soll das Geschäft mit der S-Klasse 2014 richtig brummen, versicherte Uebber. Und im kommenden Jahr bringt Daimler den Mini-Geländewagen GLA heraus und schließt damit eine schon länger klaffende Lücke in seiner Pkw-Familie.

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