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Deutschen Aktienmarkt ist noch nicht zu teuer - DAX bald 10.000 Punkte

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Deutscher Aktienmarkt ist noch nicht zu teuer

08.11.2013, 14:14 Uhr | von Jürgen Lutz für t-online.de

Deutschen Aktienmarkt ist noch nicht zu teuer - DAX bald 10.000 Punkte. Am 7. November 2013 um 14.35 Uhr markierte der DAX sein bisheriges Rekordhoch (Quelle: dpa)

Am 7. November 2013 um 14.35 Uhr markierte der DAX sein bisheriges Rekordhoch (Quelle: dpa)

Die Börsenparty ist im vollen Gang: Vor wenigen Wochen knackte der Deutsche Aktienindex DAX die 9000er-Marke, am Donnerstag zog er zeitweise bis fast 9200 Punkte weiter an. Allerdings glauben viele Anleger, dass Aktien nun zu teuer sind und scheuen daher vor dem Kauf zurück. Dabei übersehen sie: Der DAX scheint teurer als er ist. Zudem rechtfertigen die üppigen Gewinne der Unternehmen höhere Kurse. 

Die deutschen Aktienindizes eint eine Besonderheit: Bei DAX, MDAX und Co. werden sämtliche Aktienerträge, wie etwa Dividenden, in die Indizes eingerechnet. Diese sogenannten Performance-Indizes unterscheiden sich grundlegend von den Kursindizes, die ausschließlich die Entwicklung der Aktienkurse widerspiegeln. Dazu gehören etwa das europäische Aktienbarometer EuroStoxx sowie die US-amerikanischen Indizes Dow Jones und S&P 500.

DAX-Kursindex zeigt: Deutsche Aktien sind nicht teuer

"Wer wissen will, wie sich der DAX im Vergleich zu anderen Börsen entwickelt hat, darf nicht den Performance-DAX mit anderen Indizes vergleichen, sondern muss den Kurs-DAX heranziehen“, sagt Stefan Wallrich, Vorstand der Wallrich Asset Management AG in Frankfurt. Dieser Vergleich zeigt, dass die deutschen DAX-Aktien nicht zehn Prozent über, sondern zehn Prozent unter ihrem Hoch aus den Jahr 2000 notieren! Das bedeutet: In Relation zu amerikanischen oder britischen Aktien, die weitaus höher notieren, sind deutsche Papiere nicht zu teuer.

Triftige Gründe für den Aktienkauf

Für Wallrich ist es psychologisch nachvollziehbar, dass Anleger bei Investitionen auf frühere Höchststände achten. Doch für ein Aktien-Investment sprechen nach seiner Ansicht vor allem triftige fundamentale Gründe. So sind die Gewinne der Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, was sogar höhere Aktienbewertungen rechtfertigen würde – eine Meinung, die auch Rolf Kazmaier, Geschäftsführer der SVA Vermögensverwaltung Stuttgart teilt: "Im Jahr 2000 lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 33, jetzt ist es beim langjährigen Durchschnitt von 16. Damit zahlen Anleger für Aktien nicht zu viel", so Kazmaier. Sein Fazit: "2013 ist mit den Jahren 2007 oder 2000 nicht zu vergleichen." 

Staatsanleihen sind sehr teuer

Zudem gibt es kaum Alternativen zu Dividendentiteln. So erhalten Anleihekäufer aufgrund der expansiven Geldpolitik der Notenbanken sehr geringe Zinsen, was Schuldverschreibungen des deutschen Staates teuer macht. Für die zehnjährige Bundesanleihe gibt es aktuell 1,75 Prozent, was einem Anleihen-KGV von 57 verspricht. Schließlich müsste ein Anleger 57 Jahre lang warten, bis die Erträge den eingesetzten Kapital entsprächen – während es bei Aktien nur 16 Jahre dauert.

Kazmaier wie auch Wallrich erwarten, dass die Flutung der Märkte mit Liquidität durch die Notenbanken zunächst weitergeht; schließlich senkte die Europäische Zentralbank EZB gerade erst den Leitzins auf ein neues Rekordtief von 0,25 Prozent.

Scheibchenweise in den Aktienmarkt

Anleger, die noch nicht in Aktien investiert haben, dies aber tun wollen, könnten nach Wallrichs Worten auch über mehrere Monate hinweg vier Tranchen von jeweils 25 Prozent der Anlagesumme kaufen. So vermeiden sie, dass sie alles just zu einem möglichen Höchststand kaufen. Wallrich rät, auf den globalen Aktienmarkt zu setzen statt allein auf den DAX, da dieser stark konjunkturabhängig sei.

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Anleger, die ihr Depot selbst bestücken, könnten etwa einen Indexfonds auf den Weltaktienindex MSCI World erwerben. Letztlich hängt aber jede Investition in den Aktienmarkt von der Risikotragfähigkeit des Anlegers und seinen Anlagezielen ab.

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