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Bei Twitter entlädt sich der Internet-Zorn über die Skandal-Bank JPMorgan

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Shitstorm bei Twitter  

Internet-Zorn entlädt sich über Skandal-Bank

18.11.2013, 11:05 Uhr | kst, t-online.de

Bei Twitter entlädt sich der Internet-Zorn über die Skandal-Bank JPMorgan. Eigentlich wollte die US-Bank JPMorgan normale Fragen beantworten - entstanden ist ein Shitstorm (Quelle: imago)

Die Großbank JPMorgan will trotz Milliardengewinn Stellen abbauen (Quelle: imago)

Schauspieler, Sänger oder Fußballer pflegen gerne via Twitter ihr Image - die Fans freut es. Bei der US-Großbank JPMorgan Chase dachte man sich anscheinend auch, dass man das mal ausprobieren müsse - sie hätte es lieber sein lassen sollen. Ausgerechnet die Skandal-Bank, die Investoren und Anleger um Milliarden gebracht hatte. Die Aktion geriet zum PR-Desaster, denn zehntausende Follower überziehen seit Tagen die Großbank mit einem Shitstorm - eine kleine Auswahl gibt es in unserer Show und die komplette Fülle unter dem Hashtag #AskJPM.

Ursprünglich sollte sich der Vize-Vorsitzende Jimmy Lee für eine Stunde den Fragen zugewandter Kunden stellen. An negative Reaktionen dachte anscheinend niemand bei dem Skandalhaus. Wollte die Bank so etwa ihr Ansehen aufpolieren und Kundennähe propagieren? Was sie auf jedenfalls erreicht hat, sind tausende Kommentare voller Hohn und Spott.

"Warum seid ihr eigentlich nicht im Gefängnis?" (Quelle: twitter.com)"Warum seid ihr eigentlich nicht im Gefängnis?" (Quelle: twitter.com)

Anscheinend war dem Finanzhaus nicht bewusst, wie schlecht es wirklich um sein Image bestellt ist. Und wie viele Menschen auch nach fünf Jahren von den Machenschaften betroffen sind.

"Habt ihr ein geheimes Gefängnis in euren Büros, so dass ihr wenigstens einmal eins von innen seht?" (Quelle: twitter.com)"Habt ihr ein geheimes Gefängnis in euren Büros, so dass ihr wenigstens einmal eins von innen seht?" (Quelle: twitter.com)

Die Akte JPMorgan Chase

Aber warum sind die Leute so böse auf die Bank? Ganz einfach:

Dem Bankhaus werden Gesetzesverstöße beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilienkrediten im Zeitraum 2005 bis 2007 zur Last gelegt. Nach dem Platzen der Preisblase am US-Immobilienmarkt wurden die meisten mit Hypotheken besicherten Wertpapiere weitgehend wertlos und brockten ihren Besitzern Verluste ein. Viele Investoren kamen in Schwierigkeiten und drangen auf Schadenersatz. Aber auch Privatanleger oder Hausbesitzer gingen pleite oder verloren ihre Immobilien.

Die US-Regierung musste unter anderem die Immobilienriesen Fannie Mae und Freddie Mac mit 187 Milliarden Dollar Steuergeld vor dem Zusammenbruch bewahren. Viele Anleger hatten JPMorgan daraufhin vorgeworfen, die tatsächlichen Risiken verschleiert zu haben.

"Habt ihr eine bestimmte Zahl von Menschen ausgemacht, deren Leben ihr ruiniert wolltet, bevor ihr sicher wart, dass euer Geschäftsmodell ein Erfolg wird?" (Quelle: twitter.com)"Habt ihr eine bestimmte Zahl von Menschen ausgemacht, deren Leben ihr ruiniert wolltet, bevor ihr sicher wart, dass euer Geschäftsmodell ein Erfolg wird?" (Quelle: twitter.com)

Einigung auf Strafzahlungen

Mittlerweile hat sich JPMorgan mit 21 wichtigen institutionellen Investoren auf die Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) zur Beilegung von Streitigkeiten in Zusammenhang mit Hypothekengeschäften geeinigt. Parallel zu dem Deal mit den geschädigten Investoren hatte sich die Bank zuletzt vorläufig mit der US-Regierung auf einen Vergleich in Höhe von 13 Milliarden Dollar verständigt.

Der Konzern rutschte dennoch aufgrund der Sonderlasten im dritten Quartal erstmals seit zehn Jahren in die Verlustzone. 23 Milliarden Dollar hat das Institut insgesamt schon für juristische Vergleiche, Strafen und Gerichtsprozesse zurückgelegt. Zudem sollen bis zum Jahresende 15.000 Stellen gestrichen werden.

Grund genug für die Follower, sich mit hämischen Fragen an die Bank zu wenden. Mehr als 33.000 Tweets kamen seit dem Start der Aktion zusammen. Die Bank hat mittlerweile ihre Bitte um Fragen zurückgezogen.

In unserer Show können Sie weitere Einträge lesen.

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