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Kolumne: Hausse am Aktienmarkt - alles eine große Blase?

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Kolumne  

Hausse am Aktienmarkt - alles eine große Blase?

18.11.2013, 12:58 Uhr | von Simon Böll für t-online.de

Der deutsche Aktienmarkt steigt in diesen Tagen von Rekord zu Rekord, aber nur wenige private Investoren profitieren davon. Die meisten Anleger haben sich nach den Erfahrungen der letzten 15 Jahre mit Käufen zurück gehalten. Fragt man diese Personen, warum sie keine Aktien oder Aktienfonds kaufen, dann hört man ganz oft die Aussage "Das ist doch alles nur eine Blase".

Aus unserer Sicht sind deutsche Aktien derzeit noch weit von einer Blasenbildung entfernt. Die typischen Faktoren für eine Blase wären: grenzloser Optimismus, Bewertungen jenseits von Gut und Böse, und eine Gier von Anlegern, die einem Goldrausch ähnelt.

Standardwerte nicht überbewertet

Die Bewertung gibt uns keinen Grund zur Sorge. Mit einer Dividendenrendite von durchschnittlich etwa 2,25 Prozent und einem KGV von ca. 13 für 2014 sind DAX-Aktien fair bewertet. Wachstum wird gesehen, aber auch die Probleme werden genannt. Die Schuldenkrise der südlichen Euro-Länder, die langsamere Entwicklung in China und die Krisen in erdölreichen Gebieten findet man in den Analysen. Von einem "neuen Paradigma" schreibt niemand.

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Eine "Gier" können wir bei den Anlegern ebenfalls noch nicht erkennen. Die ersten Kunden fragen zwar aktiv nach mehr Positionen im Aktienbereich. Stiftungen, Versicherungen und Unternehmen bauen ihre Strategien um. Die BVI-Statistik signalisiert aber eindeutig, dass die Neubewertung der Aktien bei Privatanlegern ganz am Anfang ist. Reine Aktienfonds liegen bei den Zuflüssen hinter Mischfonds und Rentenprodukten zurück.

Niedrige Schwankungsbreite deutet auf mögliche Korrektur

Ein Punkt, der für eine Blase sprechen würde, ist die niedrige Volatilität des Marktes. Der Schwankungs-Index VDAX notiert aktuell mit ca. 12 nahe Rekord-Tief. In den letzten Jahren erfolgte nach ähnlich niedrigen Ständen im Zeitablauf oft eine Korrektur an den Märkten. Für Timing und Höhe des Abschlags gibt es aber keine festen Regeln und daher bietet der Wert keine gute Basis für eine Schätzung.

Die niedrige Volatilität kann man aber auch für sich nutzen: Eine Absicherung ist derzeit günstig zu haben. Mit langlaufenden Put-Optionen - weit aus dem Geld - kann ein Anleger seine Aktienpositionen gut gegen eventuelle kräftige Kursverluste versichern. Man setzt auf eine Korrekturphase und den damit verbundenen Anstieg der Volatilität.

Puts - eine Risiko-Versicherung

Eine Alternative zu Puts bieten ETF-Produkte. Hier bieten sich Papiere auf den EuroSTOXX 50 oder den amerikanischen S&P 500 an. Beide Strategien benötigen allerdings ein gutes Timing für den Erfolg. Will heißen: Wer zu früh kauft, muss seinen Einsatz wohl - wie bei einer Risiko-Lebensversicherung - abschreiben.

Fazit: Anleger sollten weiter in Aktien investieren und sich von zwischenzeitlichen Rückschlagen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Die Börse ist keine Einbahnstraße, aber eine Phase wie von 1999 bis 2009 wird sich in diesem Umfeld so schnell nicht wiederholen. In der Zusammenfassung darf man mit dem Blick auf einen Anlagehorizont von mehr als fünf Jahren daher durchaus die Quoten für Aktien ausreizen.

Vermögensverwalter Simon Böll  (Quelle: VBank/ privat)Simon Böll (Quelle: VBank/ privat)

Der Autor, Simon Böll, ist Geschäftsführer der Veitsberg Gesellschaft für Vermögensbetreuung mbH in Frankfurt. Er beschäftigt sich als Investmentprofi in diversen Marktsegmenten seit mehr als 20 Jahren mit den Kapitalmärkten. Vor seinem Eintritt bei Veitsberg verantwortete er sieben Jahre lang als Senior Portfolio Manager die Aktienfonds mit Schwerpunkt Nordamerika der Deka Investment GmbH, davor war er 14 Jahre bei der Deutschen Bank Gruppe tätig.

-- Die Meinung von Gastautoren ist unabhängig von der Meinung der Redaktion von t-online.de. --

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