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Jahresendspurt läuft: Jetzt clever auf die Nachzügler im DAX setzen

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Jahresendspurt läuft  

Jetzt clever auf die Nachzügler setzen

21.11.2013, 14:08 Uhr | ZertifikateJournal AG

Jahresendspurt läuft: Jetzt clever auf die Nachzügler im DAX setzen. Anleger sollten sich jetzt für den Jahresendspurt am Markt einstellen (Quelle: imago/Pressefoto Baumann)

Anleger sollten sich jetzt für den Jahresendspurt am Markt einstellen (Quelle: imago/Pressefoto Baumann)

Die Aktienmärkte laufen und laufen. In dieser Woche hat der DAX erneut ein Rekordhoch hingelegt. Bei 9254 Punkten befindet sich nun das neueste Top. Obwohl der Markt nach dem Hoch etwas nachgab, dürfte es dem Frankfurter Barometer auch im Jahr 2013 gelingen, mit einem Plus das Silvesterfest zu feiern. Dies ist dann das fünfte positive Börsenjahr in Folge.

Aktuell liegt der Index rund 21 Prozent vorne. Aber wie geht es weiter? Die Basis für steigende Kurse ist da, zumindest aus politischer Sicht. So meldete sich die designierte Fed-Chefin Janet Yellen in der vergangenen Woche zu Wort. Sie stimmte den Markt auf weiter billiges Geld ein. Das "Tapering" ist zunächst verschoben. US-Arbeitsmarkt und die amerikanische Wirtschaft sind zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch nicht aus dem Schneider.

EZB senkt weiter

Ähnlich äußerten sich auch einige Notenbanker aus Europa. Schnelle Zinserhöhungen sind also nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Die Europäische Zentralbank (EZB) ging noch einen Schritt weiter und senkte den Schlüsselzins für die Eurozone bekanntlich auf das Rekordtief von 0,25 Prozent und betonte gleichzeitig, dass sie auch vor weiteren Zinsschritten nicht zurückschreckt, sofern sich die Lage nochmals eintrübt.

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Unterdessen steuert die Quartalsberichtsaison in den USA und in Europa allmählich ihrem Ende entgegen. In dieser Woche sollte eigentlich ThyssenKrupp als letztes DAX-Unternehmen seinen Bericht vorlegen. Doch das Zahlenwerk wurde erstmal verschoben.

ThyssenKrupp ist ein Sonderfall. Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, steht der Stahlkonzern vor dem Verkauf der hochdefizitären US-Stahlwerke. Zudem soll die schon länger geplante Kapitalerhöhung nun zeitnah erfolgen. Vor allem die zweite Nachricht und die Tatsache, dass die verschobenen Quartalszahlen sicher nicht überragend ausfallen werden, sorgten dafür, dass die ThyssenKrupp-Aktie am gestrigen Mittwoch negativ eröffnete und der schwächste Wert des Tages unter den "Top 30" war.

Doch dies ist eine Ausnahme. Denn in Deutschland können die Aktionäre mit den Mitteilungen aus den Firmenzentralen durchaus zufrieden sein. Die Bilanzen hierzulande skizzieren ein positives Gesamtbild. Zwar bremsten vielfach die etwas geringeren Wachstumsraten in Emerging Markets und Währungsverluste eine bessere Entwicklung, doch per Saldo lagen die deutschen Vorzeigeunternehmen auf Kurs. Rund 60 Prozent der Gesellschaften erreichten oder übertrafen die Analysten-Vorgaben.

Der Trend ist intakt

Wie sollte man sich also jetzt positionieren? Charttechnisch ist die Lage klar. Der DAX notiert in einem intakten Aufwärtstrend und hat mit dem jüngsten Rekordhoch erneut ein starkes Kaufsignal geliefert. Schließlich sind im "Uncharted Territory" naturgemäß keine Widerstände auszumachen.

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Aber es gibt Werte, die jetzt ein größeres Potential als der Gesamtmarkt haben, zumindest laut einer Studie von HSBC Trinkaus. Die Bank hat errechnet, dass die Verlierer der ersten neun Monate zu Gewinnern der letzten drei Monate eines Jahres werden.

Wir haben diese recht simple Anlagestrategie überprüft und für 2012 aufbereitet, einem Bullen-Jahr schlechthin. Und tatsächlich: Die Strategie geht auf. Alle Nachzügler konnten im Schlussquartal ihre Performance-Delle ausbügeln. Besonders beeindruckend war das bei Infineon.

Die Aktie des Chipspezialisten hat in den ersten neun Monaten 15,1 Prozent verloren, im Schlussspurt allerdings ein Plus von 24,1 Prozent aufs Parkett gezaubert. Bei den anderen Underperformern war die Reaktion ähnlich, wenn auch nicht ganz so signifikant.

Aber wie verhält sich dieses System in einem klassischen Baisse-Markt, wie wir ihn beispielsweise im Jahr 2008 gesehen haben? Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Strategie funktioniert nicht! Die Nachzügler aus den ersten drei Quartalen wurden im Schlussquartal ebenso abgestraft wie die Masse der anderen Werte. Wieder dient Infineon zur Veranschaulichung: Nach einem Minus von mehr als 50 Prozent von Anfang Januar bis Ende September 2008 kam im Weihnachtsquartal nochmals zu einem satten Verlust von rund 75 Prozent.

Töpfchen und Kröpfchen

Wurde hier etwa "Window-Dressing" betrieben? Diese Vorgehensweise ist vor allem bei Fondsmanager beliebt. Nach dem Motto: "Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen", verkaufen die Manager kurz vor Jahresende schlecht gelaufene Werte und tauschen sie gegen die Top-Performer aus. Das ändert zwar meist nichts an der Fonds-Performance, aber es liest sich im Jahresbericht einfach besser.

Derzeit sind die Handelsumsätze bei den DAX-Werten allerdings recht hoch. Dies erschwert es Fondsmanagern die Performance auf diese Weise maßgeblich zu beeinflussen. Viel wahrscheinlicher ist, dass Anleger hier schlichtweg Schadensbegrenzung zum Jahresende betrieben haben.

Aber wir befinden uns ja in 2013, also in einem stark steigenden Markt. Somit kann sich ein Blick auf die Nachzügler durchaus lohnen. Allerdings muss diese Methode nicht immer aufgehen, blind zu investieren ist also wenig ratsam. Zudem sollten Anleger die Minimierung von Risiken in den Mittelpunkt der Anlage schieben, beispielsweise über entsprechende Schwellenabstände bei Bonus-Zertifikaten.

Das größte Minus in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat die K+S-Aktie eingefahren. Rund 45 Prozent stand der Titel bis September in der Kreide.

Es gibt einige DAX-Aktien mit Comeback-Chancen

27,6 Prozent verlor die Lanxess-Aktie in den ersten neun Monaten des Jahres. Sie ist damit der zweitschwächste Wert der ersten drei Quartale. Mit Blick auf die Nachrichten aus dem Unternehmen ist dies allerdings keine Überraschung. Denn vor allem das erste Halbjahr war von schwachen Absätzen und niedrigen Verkaufspreisen geprägt.

Erst im dritten Quartal war beim Spezialchemiekonzern eine gewisse Stabilisierung zu erkennen, wenngleich Firmenchef Axel Heitmann weiterhin vor hohen Unsicherheiten warnte. Doch die Börse blickt bekanntlich nach vorne. Sofern die Weltkonjunktur sich wunschgemäß entwickelt, kann es bei Lanxess schnell aufwärts gehen. Daher bietet sich hier eine verhalten optimistische Herangehensweise an.

Wir empfehlen für diesen Basiswert ein Bonus-Zertifikat mit Cap, da entsprechende Produkte ohne Cap und mit geeignetem Puffer über zu hohe Aufgelder verfügen. Unser Tipp kommt von der DZ BANK (ISIN DE000DZQ0FF4). Sofern die Aktie bis zum Laufzeitende im Dezember 2014 nicht unter 34,00 Euro abrutscht, erzielen Anleger eine Bonus-Rendite (zugleich maximaler Ertrag) von zehn Prozent oder neun Prozent p.a. Der Schwellenabstand beträgt 29,9 Prozent.

Commerzbank-Aktie erholt sich

Rund 20 Prozent hat das Papier der Commerzbank in den ersten neun Monaten verloren. Auch das ist keine allzu große Überraschung: Vor allem die schwierigen Sanierungsbemühungen und die Kapitalerhöhungen haben dem Kurs nicht gut getan. Per Saldo scheint das Haus aber inzwischen auf einem guten Weg zu sein. Dies wird auch an der Kurserholung der jüngeren Vergangenheit deutlich. Denn auf Sicht von drei Monaten kann die Aktie ein deutliches Plus von rund 22 Prozent aufweisen.

Die Aufholbewegung läuft also schon. Mit einem klassischen Bonus-Zertifikat (ISIN DE000DZQ41E8) der DZ BANK, welches im Dezember 2014 ausläuft, sind Anleger nahezu vollständig an weiteren Kursgewinnen dabei. Das Produkt hat ein Aufgeld von knapp sieben Prozent aufgebaut. Aber auch die Seitwärtsrendite kann sich sehen lassen: So winken 14,5 Prozent oder 13,1 Prozent p.a., wenn die Schwelle bei 7,65 Euro (Abstand: -22,1 Prozent) bis zum Laufzeitende nicht verletzt wird.

RWE-Stämme geben ebenfalls Gas

Im Zuge der Nachwirkungen der vielfach beschriebenen Energiewende hat die RWE-Stammaktie in den ersten neun Monaten des Jahres knapp 20 Prozent an Wert verloren. Bis auf einen Tiefstkurs knapp oberhalb von 20,00 Euro war das Papier abgetaucht. Dann kam allerdings die Wende bei der Kursentwicklung. Seit August geht es deutlich nach oben, zuletzt auf ein Zwischenhoch bei knapp 28,00 Euro.

Die Hoffnungen der Anleger richten sich dabei auf eine bessere Entwicklung im kommenden Jahr, denn die jüngsten Quartalszahlen waren wenig erfreulich. Allerdings erwarten wir bei diesem Basiswert kein schnelles Durchlaufen. So bietet sich ein Bonus-Zertifikat mit Cap von der RBS (ISIN DE000AA6XUS6) an, welches im Dezember 2014 fällig wird. Es bringt eine Bonus-Rendite von 8,8 Prozent oder 8,1 Prozent p.a., sofern die bei 18,00 Euro eingezogene Barriere (Abstand: 34,3 Prozent) unverletzt bleibt.

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