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Carmignac sieht die besten Chancen in Japan und China

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Carmignac sieht beste Chancen in Japan und China

27.11.2013, 18:05 Uhr | t-online.de - Frank Lansky

Carmignac sieht die besten Chancen in Japan und China. Neue Chancen an den asiatischen Börsen (Quelle: Thinkstock, Reuters, Montage: t-online.de)

Neue Chancen an den asiatischen Börsen (Quelle: Thinkstock, Reuters, Montage: t-online.de)

Während sich DAX und Wall Street von Rekord zu Rekord hangeln, ist Asien zuletzt ein wenig aus dem Fokus der Investoren verschwunden. Doch der renommierte französische Vermögensverwalter Carmignac Gestion steuert gegen den Trend: Zwar könne die Rally in Deutschland und den USA noch moderat weiterlaufen. Doch richtig interessant werde es im kommenden Jahr in China und vor allem in Japan, sagte Didier Saint-Georges, Vorstand und Mitglied des Investmentkomitees, im Gespräch mit t-online.de.

Aktionäre wieder optimistisch

Saint-Georges zeigte sich auf der Morningstar Investment Konferenz in Frankfurt als einer der eher verhaltenen Bullen unter den vielen Haussiers.

Während die anwesenden Vermögensverwalter und Fondsmanager die europäische Schuldenkrise und die Finanzkrise weitgehend abgehakt haben, scheute der französische Fondsmanager sichtlich vor Euphorie zurück.

Wirtschaftliche Erholung im Westen

"Der Finanzmarkt 2014 wird unter dem Vorzeichen einer verringerten amerikanischen Liquidität stehen", erläuterte er auf dem Podium. Janet Yellen, die designierte Chefin der Federal Reserve, wandele auf einem schmalen Grat – sie müsse einerseits die Geldflut wieder aus dem Markt herausnehmen und andererseits aufpassen, dass sie die US-Konjunktur durch zu früh erhöhte Zinsen nicht abwürge.

Für den Markt bedeute dies das Ende einer zehnjährigen Periode, in der vor allem die Fed den Takt angab – Analysten müssten sich wieder stärker auf Fundamentaldaten konzentrieren.

In Europa werde wahrscheinlich eine Art Quantitative Easing einsetzen, also eine verstärkte Flutung des Marktes mit Geld, um Südeuropa anzukurbeln. Allerdings sei die Erholung in der Peripherie keine ausgemachte Sache und auch Frankreich bereite Sorgen.

Wegen möglicher Enttäuschungen in der Volkswirtschaft werde der Markt im kommenden Jahr sehr volatil – "wobei DAX und Dow Jones Industrial durchaus noch Potenzial von weiteren zehn bis 15 Prozent haben".

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Reformen und Urbanisierungsschub in China

Größere Chancen sieht der Carmignac-Manager künftig in China und vor allem in Japan, diese Märkte ließen sich aufgrund der politischen Rahmenbedingungen besser analysieren. Für das Reich der Mitte zeigte sich Saint-Georges wegen der angekündigten Reformen der neuen Führung optimistisch.

Das neue Führungsduo von Ministerpräsident Li Keqiang und Staatspräsident Xi Jinping will mehr Privatwirtschaft zulassen, die Ein-Kind-Politik lockern, ein langfristig ausgerichtetes Wachstum schaffen, das vor allem auf dem Binnenmarkt basiert, Umweltprobleme angehen, mehr Eigentum für die arme Landbevölkerung zulassen und die Korruption bekämpfen.

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"Die neue Führung wird die Urbanisierung vorantreiben – das ist eine wirklich radikale Reform", erläuterte Saint-Georges im Gespräch mit t-online.de. "Die lokalen Regierungen können nun arme Bauern nicht mehr enteignen und sich Land greifen – sie müssen sie auszahlen. Dadurch entsteht neuer Wohlstand bei rund 800 Millionen Menschen." Von der neuen Politik profitieren werden nach Einschätzung des Carmignac-Managers Energie-Unternehmen, der Gesundheitssektor und Firmen, die sich um eine saubere Umwelt kümmern – der Experte empfahl einen Blick auf Aktien außerhalb der großen Indizes.

Einen Hinweis auf einige Favoriten gibt der Blick auf die größten Werte des Flaggschiff-Fonds Carmignac Patrimoine A (WKN: A0DPW0) Zu den größten Titeln gehören der Versicherer AIA Group, der aus Hongkong heraus in ganz Asien Geschäfte macht. Yum Brands ist eine erfolgreiche Fast-Food-Kette und Richemont ein Schweizer Hersteller von Luxus-Uhren, die in China stark gefragt sind – etwa IWC, A. Lange und Söhne oder Cartier.

Verlieren würden dagegen die großen staatlichen Banken, die sich nun einem verstärkten Konkurrenzkampf bei der Vergabe von Krediten stellen müssen. Der Carmignac Patrimoine verwaltet rund 28 Milliarden Euro.

Ende der Deflation in Japan

Japan werde dank der starken Führung von Ministerpräsident Shinzo Abe die Deflation besiegen und die Konjunktur wieder auf Wachstumskurs bringen- "Japan wird der attraktivste Aktienmarkt", kommentierte Saint-Georges weiter. Abenomics – also unter anderem die anhaltende Flutung des Marktes mit Geld – werde den Yen schwächen. Daher riet der Carmignac-Manager zu großen Exporteuren von Konsumgütern und Elektronik, die vom schwachen Yen profitieren. Außerdem glaubt er an eine Wiederbelebung des japanischen Binnenmarktes.

"Bei den Retailern werden sich diejenigen Firmen gut schlagen, die gut durch die Deflation gekommen sind – sie werden vom kommenden nominalen Wachstum profitieren." Auch Aktien aus einer mit neuer Sicherheitstechnik versehenen Atomenergie hält Saint-Georges für interessant: "Japan kann es sich aus sicherheitspolitischen und finanziellen Gründen nicht mehr leisten, 100 Prozent seiner Energie – vor allem russisches Erdgas – zu importieren."

Und besonders setzt Carmignac auf japanische Finanzaktien: So finden sich in einem weiteren großen Fonds – dem Carmignac Investissement (WKN: A0DP5W) die Finanzaktien Mizuho Financial, Orix und Sumitomo Mitsui Financial wieder.  Der Fonds hat knapp acht Milliarden Euro investiert.

Alles in allem glaubt der französische Experte kurzfristig stärker an Japan, wo die Aktien günstiger seien als in den USA. Das Reich der Mitte sei eine eher langfristige Investment-Story.

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