Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Fonds und ETF >

Emerging Markets 3.0 - 
Was kommt nach BRIC und Next Eleven?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gastkolumne  

Emerging Markets 3.0 - 
Was kommt nach BRIC und Next Eleven?

04.12.2013, 15:40 Uhr | Von Susanne Woda für t-online.de

Zugegeben, die Börsenentwicklung der Wachstumsländer fiel in den letzten Jahren enttäuschend aus und hinkt denen der Industrieländer deutlich hinterher. Blickt man auf Wachstum, Verschuldung und langfristige demografische Trends, ist das kaum zu erklären.

Noch immer hängen die Industriestaaten am Tropf der Notenbanken. Hohe Wachstumsaussichten erwarten ohnehin nur Unternehmen mit Standbein in den Emerging Markets. Auch die Abschwächung der Währungen dürfte die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Wachstumsländern wieder begünstigen. Doch wo lohnt es sich zu investieren, was kommt nach BRIC und Next Eleven?

Der Wachstumsmotor der BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) ist nach wie vor intakt, denn die demografische Entwicklung schreitet voran. Während die Entwicklungsstufen der Industriestaaten ausgereizt sind, steigt das Wohlstandsniveau breiter Bevölkerungsschichten in den Wachstumsländern weiter an und sorgt für Nachfrage.

Große westliche Konzerne können ohne Standbein in den Emerging Markets schon lange nicht mehr mit Umsatz- und Ertragswachstum glänzen. Denn dort wächst der Konsum und lässt die Wirtschaft boomen. Noch beträgt der Anteil der BRIC-Länder am weltweiten Wirtschaftswachstum nur ungefähr 21 Prozent, während allein China mittlerweile über 50 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Doch der Veränderungsprozess ist angestoßen und setzt sich fort.

Die Industrieländer verlieren an Bedeutung. Deutlich wird dies unter anderem am Unterschied des Wirtschaftswachstums. Während Investoren in den Industriestaaten über Wachstumszahlen von bestenfalls knapp zwei Prozent jubeln, herrscht beispielsweise in China gedrückte Stimmung. Das chinesische BIP wird 2013 wohl ungefähr acht Prozent zulegen, dennoch konnte der chinesische Hongkong-Aktienindex Hang-Seng in den letzten Jahren keinen Boden gutmachen. Dagegen erreichten die Börsen in Deutschland und den USA zuletzt immer neue Höchststände.

Und auch in den anderen drei BRIC Staaten ist die Börsenentwicklung mau. In der Tat hat jedes dieser Länder mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. In Russland bremsen politischen Unsicherheiten, Indien und Brasilien haben Nachholbedarf bei Infrastruktur und kämpfen gegen die Inflation. Kein Wunder also, dass Investoren die Entwicklungen derzeit von der Seitenlinie aus betrachten.

Dabei sollten die im Zuge der Tapering-Ängste ausgelösten Währungsabwertungen in einigen Wachstumsländern die Wirtschaft grundsätzlich begünstigen. Sie bieten wieder Rückenwind für deren Exportindustrie.

Die Profiteure der demografischen Veränderungen der BRIC-Staaten finden sich erst beim genaueren Hinschauen. Die "Frontier Markets", also Länder in Grenzgebieten, wachsen im Speckgürtel mit. Sie punkten mit Wettbewerbsvorteilen wie niedrigen Lohnkosten und weisen noch günstige Bewertungen auf. Neben den Wachstumsperspektiven ist besonders die Heterogenität dieser Länder, zu denen beispielsweise Vietnam, aber auch Katar, Georgien oder Nigeria gehören, interessant.

Jedes dieser Länder besitzt unterschiedliche Wachstumstreiber und Risikofaktoren, was Schwankungen in der Gesamtheit reduziert. Die Volatilität von Investmentfonds für Frontier Markets liegt mit sechs bis elf Prozent deutlich unterhalb der DAX-Schwankungsbreite und teilweise auch unterhalb des MSCI World mit elf Prozent. Da die Frontier Markets auch wenig mit den etablierten Börsen korreliert sind, eignet sich eine Beimischung entsprechender Fonds auch zur Diversifikation und Stabilisierung von Wertpapierdepots.

Susanne Woda (Quelle: Privat)Susanne Woda (Quelle: Privat)

Susanne Woda ist seit 2012 als Portfoliomanagerin bei Merito Asset Management in Dreieich tätig und verantwortet dort den Bereich Aktien und Anleihen. Die Autorin hat über zwölf Jahre Erfahrung in der Finanzbranche. Nach einer Banklehre und dem Studium der Betriebswirtschaftslehre vertiefte sie im Wealth Management der Commerzbank ihre Kenntnisse in Wertpapieranalyse und Portfoliomanagement.

-- Die Meinung von Gastautoren ist unabhängig von der Meinung der Redaktion von t-online.de. --

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017