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Fed: US-Notenbank-Chef Ben Bernanke leitet Abkehr von Geldschwemme ein

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Überraschung von Ben Bernanke  

US-Notenbank leitet Abkehr von ultralockerer Geldpolitik ein

19.12.2013, 09:16 Uhr | rtr, dpa-AFX

Fed: US-Notenbank-Chef Ben Bernanke leitet Abkehr von Geldschwemme ein. Fed-Chef Ben Bernanke (Quelle: AP/dpa)

Ex-Fed-Chef Ben Bernanke ist offenbar nicht kreditwürdig (Quelle: AP/dpa)

Überraschung für den Finanzmarkt: US-Notenbankchef Ben Bernanke hat kurz vor dem Ende seiner Amtszeit die große Geldschwemme eingedämmt. Die Federal Reserve (Fed) stutzt ab Januar ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen und Immobilienpapiere um zehn Milliarden auf 75 Milliarden Dollar pro Monat zusammen.

Lange keine Zinswende

Dennoch reagierten die Märkte erfreut: Quasi als Trostpflaster versicherte die Zentralbank, dass sie den Leitzins von derzeit nahe null Prozent auch bei einer weiteren Besserung am Jobmarkt noch lange niedrig halten wird, selbst wenn die Arbeitslosenquote unter den angepeilten Wert von 6,5 Prozent fallen sollte.

Eine Zinswende in der weltgrößten Volkswirtschaft ist damit weiterhin nicht in Sicht. Die erste Zinserhöhung stellte die Fed erst für 2015 in Aussicht.

Wall Street reagiert positiv

Die Wall Street, die die Fed mit ihren milliardenschweren Konjunkturhilfen auf Rekordstände getrieben hat, reagierte positiv auf die Entscheidung. Der Dow-Jones-Index schloss auf einem neuen Allzeithoch. Börsianer sagten, es handele sich eher um einen symbolischen Schritt der Fed. Es sei aber noch immer unklar, bis wann die Notenbank am Markt Wertpapiere aufkaufen wolle.

Mit den enormen Geldspritzen hat Bernanke die Fed-Bilanz auf fast vier Billionen Dollar aufgebläht.

US-Konjunktur zieht zaghaft an

Die Medizin für die Wirtschaft wirkt mittlerweile: So war die Arbeitslosenquote zuletzt auf 7,0 Prozent gefallen und hat sich der Zielmarke stark angenähert. Zudem ist ein drohender Haushaltsnotstand in Washington, der wie ein Damoklesschwert über der Wirtschaft schwebte, durch einen Kompromiss im Kongress vorerst abgewendet.

Marktstratege Craig Erlam vom Broker Alpari UK sagte, mit der Entscheidung habe man rechnen können - die Konjunkturdaten hätten kleine Abstriche an den Anleihekäufen klar unterstützt. Die meisten Fed-Beobachter hatten dennoch erwartet, dass Bernanke seiner ab Februar amtierenden Nachfolgerin Janet Yellen die Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik überlassen würde.

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Vorerst kein Stress an der Börse

"Die Aktienmärkte waren gleich nach der Entscheidung stark von computergesteuerten Programmen eingenommen", kommentierte Aktienhändler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. "Das Handelsvolumen zog mit den Kursen an." Es müsse sich nun zeigen, ob diese Kursrichtung auch nach der Pressekonferenz noch Bestand hat. "Es wäre nicht das erste Mal, wenn sich der Markt anders entscheiden würde", sagte Lipkow.

Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research sagte, die geldpolitische Drosselung komme dennoch nicht als "hässliches Geschenk" unter den Weihnachtsbaum, "da die Maßnahmen sehr sanft bleiben". Dies sollte die Finanzmärkte und besonders Aktieninvestoren stressfrei ins neue Jahr entlassen.

Fünf Jahre Zins nahe Null

Die Fed hält den Leitzins bereits seit rund fünf Jahren nahe null Prozent. Mit dem schon 15 Monate laufenden Wertpapier-Programm versucht sie zudem, die Kosten für langfristige Finanzierungen zu drücken und damit Investitionen und die Schaffung von Stellen zu fördern.

Mit dem vielen billigen Geld steigt aber auch die Gefahr, dass die Saat für eine erhöhte Inflation gelegt wird und es zu Preisblasen kommt - etwa an den Immobilienmärkten, so die Befürchtung der Kritiker. Das Inflationsbarometer Gold zeigte sich jedoch unbeeindruckt: Der Goldpreis rutschte am Donnerstag deutlich ab.

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