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Türkei-Devisen: Türkische Lira stürzt auf neues Rekordtief

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Keine Zinserhöhung: Türkische Lira stürzt auf neues Rekordtief

21.01.2014, 15:39 Uhr | rtr, t-online.de

Türkei-Devisen: Türkische Lira stürzt auf neues Rekordtief . Auch wegen Regierungskrise:  Türkische Lira verliert dramatisch an Wert (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Türkische Lira verliert dramatisch an Wert (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die türkische Lira ist am Dienstag nach der Zinsentscheidung der Zentralbank auf ein neues Rekordtief gefallen. Auf Euro-Basis übersprang die Türkei-Währung erstmals die Marke von 3,05 Lira. Auch zum US-Dollar schwächelte die Lira: Ein Dollar zog an auf über 2,25 Lira. Die massiven Dollar-Verkäufe der türkischen Nationalbank konnten die Talfahrt der Lira kaum bremsen.

Türkische Notenbank sollte an Zinsschraube drehen

Hauptgrund für die Schwäche der türkischen Währung ist die Unsicherheit über den weiteren Kurs der Zentralbank. Analysten hofften, dass die Zentralbank auf ihrer Sitzung am Dienstag ihre Geldpolitik straffen werde. Immerhin hat die Lira allein in den vergangenen drei Monaten zwölf Prozent an Wert verloren, seit Frühjahr 2013 summieren sich die Verluste auf fast 30 Prozent (siehe Chart).

Drei-Jahres-Chart Euro in Türkische Lira  (Quelle: Onvista/ t-online.de)Drei-Jahres-Chart Euro in Türkische Lira (Quelle: Onvista/ t-online.de)

Leitzinsen werden nicht erhöht

Doch die Zentralbanker drehten nicht an der Zinsschraube und fahren die Niedrigzinspolitik weiter, auch wohl wegen des Drucks durch Regierungs-Chef Tayyip Erdogan. Er macht die internationale Zinslobby für die andauernden "Angriffe" gegen seine Regierung verantwortlich. Die Leitzinsen bleiben bei 4,5 Prozent.

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Wirtschaftsminister setzt auf Marktnormalisierung

Der neue türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci hatte bereits am Vortag geäußert, dass eine ruhige Haltung wirksamer als eine Leitzinserhöhung sein könnte. "Wir glauben daran, dass derzeit nur Spekulationen den Kurs der Lira nach unten drücken." Sehr bald werde sich alles wieder normalisieren, sagte der Minister.

Analysten prognostizieren laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage, dass der Zins, den Banken zahlen, wenn sie sich über Nacht Geld leihen, bis Ende März auf 8,75 Prozent angehoben wird.

US-Zinspolitik mitverantwortlich für Lira-Schwäche

Ein weiterer Grund für die aktuelle Lira-Schwäche ist das nahende Ende der US-Anleihenkäufe. Wegen der ultra-lockeren Geldpolitik der Fed hatten in den vergangenen Jahren viele Anleger in der Hoffnung auf höhere Renditen Geld in aufstrebende Schwellenländer auch in die Türkei gepumpt. Mit der angekündigten Straffung der US-Geldpolitik werden Anlagen in den USA wieder attraktiver. Daher ziehen einige Investoren ihr Kapital aus den als riskanter geltenden Schwellenländer-Märkten ab.

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor für die Lira ist die Korruptionsaffäre, in deren Rahmen unter anderem auch mehrere Söhne von Ministern der Regierung Erdogan verhaftet wurden.

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