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Gastkolumne: DAX bald 10.000 - Börse im "Risk on"-Modus

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Gastkolumne  

Die Börse im "Risk on"-Modus

23.01.2014, 15:00 Uhr | von Marc-Oliver Lux für t-online.de

Der Gipfel von 10.000 DAX-Punkten ist nah, es erscheint nur noch eine Frage der Zeit bis es heißt: "Endlich fünfstellig". Was der amerikanische Dow-Jones-Index schon 1999 erstmalig geschafft hat, rückt auch für den deutschen Aktienindex in greifbare Nähe.

Die Prognosen der Börsenexperten und Banken sind eindeutig. Alle sprechen sich derzeit für Aktien aus und dass es mehr oder weniger stark weiter nach oben geht - vor allem in Europa. Kleiner Wermutstropfen: Die Fachleute irren mitunter. Im Vorjahr lagen so ziemlich alle Prognosen falsch. Angesichts der Nachwehen der Euro-Schuldenkrise schätzten die "Experten" die Jahresendstände viel zu konservativ. Niemand hatte eine solche Rally auf der Agenda, wie sie der DAX hingelegt hat.

Trotz einer zwischenzeitlichen Vollbremsung im Mai - dank Bernankes Aussage, die Notenbank-Liquidität könnte auch mal wieder weniger stark sprudeln - war 2013 aber das Jahr der Aktien. Ausflüge in andere Anlageklassen konnte man sich sparen. Edelmetalle, Renten-Anlagen und Emerging-Market-Investments lieferten hingegen Minusbeiträge. Statt breiter Diversifizierung war "risk on" (rein ins Risiko) gefragt.

Die Zeichen für Aktien stehen weiterhin gut. 2014 soll ein wirtschaftlich starkes Jahr werden, wenn auch skeptische Stimmen zu hören sind. Für Deutschland wird allgemein mit einem Wachstum von zwei Prozent gerechnet. Weltweit rechnet die Weltbank für das laufende Jahr sogar mit einem Wachstum von 3,2 Prozent.

Auch die Unternehmensgewinne sollen weiter steigen, nur momentan sind die Aktienkurse den Gewinnen etwas enteilt. Aus der laufenden Bilanzberichtsperiode werden einige Enttäuschungen erwartet.

Insofern nehmen die Aktien aktuell viel von der Zukunft vorweg, was typisch ist. Schon Altmeister André Kostolany sprach immer wieder von der Börse als Hündchen, das mal vorläuft und dann auch wieder von der Realität eingeholt wird.

Es wäre also plausibel, wenn wir im Laufe des Jahres nochmal tiefere Einstiegsniveaus sehen. Zwischenzeitliche Konsolidierungen sollten niemanden schrecken. Die Logik vieler Privatanleger, ein hohes Kursniveau kann nur zum Absturz führen, ist falsch. Der Dow Jones hat beispielsweise gut zwei Jahre auf dem hohen Niveau verharrt, nachdem er das erste Mal die 10.000 überschritten hat.


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Der Worst Case für alle Skeptiker und Zauderer wäre eine zunehmende "Kaufpanik" der Anleger. Denn dann wird es zunächst mal keine günstigeren Einstiegskurse mehr geben.

Ausgeschlossen ist das nicht, denn Zinsanlagen sind weitgehend uninteressant geworden, und viele Sachwertanlagen sind entweder out (Edelmetalle), unberechenbar (Rohstoffe) oder einfach teuer geworden (Immobilien, Kunst).
 Die Liquidität ist aber da und je mehr der Aktienmarkt steigt, desto mehr nimmt der Druck zu, doch noch auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Eine schwierige Konstellation, denn was der richtige Anlageweg gewesen wäre, weiß man erst im Nachhinein.

Es zeigt aber auch eines: Zu langes Warten macht Entscheidungen nicht einfacher, sondern eher komplizierter. Man sollte sich von den Alles-oder-Nichts-Entscheidungen lösen. Mehr Sowohl-als-auch ist besser: Lieber immer mal wieder und in Tranchen sich einkaufen, als plötzlich vor der Wahl stehen, geh ich jetzt "all in" oder schaue lieber weiter zu.

 (Quelle: privat) (Quelle: privat)

Der Autor, Marc-Oliver Lux, ist Geschäftsführer der Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG in München. Zuvor war er war im Investmentbanking bei der Deutsche Morgan Grenfell in New York sowie im Firmenkundengeschäft bei verschiedenen Banken im Inland tätig. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium mit den Schwerpunkten Kapitalmarktforschung und Revisions-/Treuhandwesen hat er über betriebliche Gründungsfinanzierung promoviert.

-- Die Meinung von Gastautoren ist unabhängig von der Meinung der Redaktion von t-online.de. --

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