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Dividendensaison beginnt: Wo im DAX die höchsten Ausschüttungen winken

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Aktien als Ersatz für Festgeld und Co.  

Dividendensaison beginnt: Wo die höchsten Ausschüttungen winken

08.02.2014, 13:24 Uhr | Von Anke Leuschke für T-Online.de

Dividendensaison beginnt: Wo im DAX die höchsten Ausschüttungen winken. DAX-Unternehmen schütten in diesem Jahr wieder Milliarden an Dividenden aus (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

DAX-Unternehmen schütten in diesem Jahr wieder Milliarden an Dividenden aus (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für das vergangene Geschäftsjahr werden deutsche Unternehmen in den kommenden Monaten wieder Milliarden an Dividenden ausschütten. Die meisten DAX-Konzerne wollen die Gewinnbeteiligung erhöhen. Im Schnitt winken 2,5 Prozent - im Vergleich zu Festgeldern bei etwa 0,5 Prozent geradezu paradiesisch. Und Dividenden-Renditen von bis zu fünf Prozent sollten in Zeiten von Mini-Zinsen selbst für konservative Privatanleger eine Überlegung wert sein. T-Online verrät, wie Sie profitieren können.

Beim Autohersteller Daimler läuft der Motor wie geschmiert. 2013 verkauften die Schwaben wieder mehr Autos. Unterm Strich verdiente der DAX-Konzern so viel wie noch nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. An dieser positiven Entwicklung werden auch die Aktionäre von Daimler beteiligt: Vorstand und Aufsichtsrat werden auf der Hauptversammlung im April eine Dividende von 2,25 Euro vorschlagen. Das sind fünf Cent mehr als im Vorjahr.

Damit befindet sich Daimler in bester Gesellschaft. 19 weitere DAX-Konzerne haben vor, die Dividende zu erhöhen. Drei DAX-Mitglieder haben vor, genauso viel Gewinnbeteiligung auszuschütten wie im vergangenen Jahr. Neben Siemens sind das Infineon und Fresenius Medical Care. Bei voraussichtlich fünf deutschen Blue Chips kommt es dagegen zu Kürzungen; ThyssenKrupp sowie Commerzbank verzichten ganz auf eine Beteiligung ihrer Eigentümer am Gewinn.

Leicht sinkende Gesamtausschüttung

Die DAX-Konzerne werden 2014 mit einer Summe von knapp 27 Milliarden Euro zwar etwas weniger Dividende verteilen als im Jahr zuvor. Für Karl-Heinz Geiger, Geschäftsführer der SVA Vermögensverwaltung Stuttgart GmbH mit Niederlassung in Ravensburg, aber kein Grund zur Beunruhigung: "Viele Unternehmen wollen voraussichtlich wieder mehr investieren. Um diese Vorhaben zu finanzieren, reduzieren sie lieber die Dividende, bevor sie mehr Kredite dafür aufnehmen."

Die Dividendenrendite kann sich nach wie vor sehen lassen. Bei den 30 deutschen Blue Chips rechnen Experten mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 2,5 Prozent. Spitzenreiter ist trotz einer kräftigen Kürzung noch immer der Versorger E.ON mit 4,9 Prozent, gefolgt von der Münchener Rück mit 4,5 Prozent und der Deutschen Telekom mit 4,3 Prozent. Auch Allianz verspricht bei aktuellem Kurs gut vier Prozent (siehe Tabelle unten).

Festgelder sind Verlustgeschäft

Zum Vergleich: Für Festgelder mit einer einjährigen Laufzeit gibt es dem Verbraucherportal biallo.de zufolge im Schnitt aktuell nicht mehr als 0,6 Prozent. Nach Abzug der Inflationsrate und Abgeltungssteuer vernichten Sparer damit ihr Vermögen.

Dividende kassieren kann der Anleger, solange die betreffende Aktie mindestens einen Tag vor der Hauptversammlung in seinem Depot verbucht ist. Auf der Hauptversammlung selbst schlägt der Unternehmensvorstand die Höhe der Dividende vor, die anwesenden Aktionäre müssen ihre Zustimmung geben. Im Anschluss schreibt die depotführende Stelle die Gewinnbeteiligung gut.

Aktien nicht nur wegen Dividende kaufen

Rein auf die Dividende zu spekulieren und die Aktien sofort wieder zu verkaufen, macht aber wenig Sinn. "Das liegt schlicht daran, dass die Dividendenzahlung in ihrer voraussichtlichen Höhe im Aktienkurs bereits eingepreist ist", erläutert Lothar Koch, Portfoliomanager der GSAM + Spee Asset Management AG in Langballig. Wird die Gewinnbeteiligung ausgeschüttet, sinkt der Kurs am folgenden Tag um den entsprechenden Betrag.

In der folgenden Tabelle haben wir alle DAX-Unternehmen mit ihren geplanten Dividenden aufgelistet sowie die aktuelle Dividendenrendite.

DAX-Unternehmen

ISIN

Dividende

je Aktie in €

Dividenden-

Rendite in %

Adidas

DE000A1EWWW0

1,52

1,64

Allianz

DE0008404005

5,23

4,01

BASF

DE000BASF111

2,65

3,43

Bayer

DE000BAY0017

2,08

2,04

Beiersdorf

DE0005200000

0,79

1,07

BMW

DE0005190003

2,75

3,23

Commerzbank

DE000CBK1001

0,00

0,00

Continental

DE0005439004

2,53

1,58

Daimler

DE0007100000

2,25

3,32

Deutsche Bank

DE0005140008

0,77

2,22

Deutsche Börse

DE0005810055

2,11

3,51

Deutsche Post

DE0005552004

0,75

2,83

Deutsche Telekom

DE0005557508

0,53

4,30

E.ON

DE000ENAG999

0,65

4,86

Fresenius Medical Care

DE0005785802

0,75

1,28

Fresenius SE

DE0005785604

1,19

1,07

HeidelbergCement

DE0006047004

0,83

1,50

Henkel

DE0006048432

1,06

1,26

Infineon Technologies

DE0006231004

0,12

1,54

K+S

DE000KSAG888

0,83

3,70

Lanxess

DE0005470405

0,72

1,49

Linde

DE0006483001

2,85

1,87

Deutsche Lufthansa

DE0008232125

0,32

2,12

Merck

DE0006599905

1,89

1,45

Münchener Rück

DE0008430026

7,25

4,49

RWE

DE0007037129

1,00

3,75

SAP

DE0007164600

0,91

1,46

Siemens

DE0007236101

3,00

3,02

ThyssenKrupp

DE0007500001

0,00

0,00

Volkswagen

DE0007664039

4,08

1,99

Quelle: Onvista; Stand: 07.02.14

Auf kontinuierliche Ausschüttungen achten

Entwickelt sich die Aktiengesellschaft weiterhin positiv, sollte sie den Kursrückgang relativ schnell wieder aufholen. Damit wird klar: "Die Aktie ist eine unternehmerische Beteiligung und vom Risiko her nicht mit Festgeld vergleichbar. Aktienkurse schwanken - das muss man aushalten können", warnt Lothar Koch.

Daher empfiehlt der Vermögensverwalter, Unternehmen zu wählen, die über Jahre hinweg verlässlich Dividende gezahlt haben. Damit kann man zwischenzeitliche Kurseinbrüche leichter aussitzen.

Per Fonds, ETF oder Zertifikat das Kursrisiko streuen

Wem dieses Risiko noch immer zu hoch ist oder wer keine größeren Summen zur Verfügung hat, um in Einzeltitel zu investieren, kann auf Dividendenstrategien zurückgreifen. "Hier hat der Anleger die Wahl zwischen aktiv gemanagten Aktienfonds, passiven Indexfonds - auch ETFs genannt - oder Zertifikaten", erklärt Karl-Heinz Geiger.

Der Vermögensprofi bevorzugt physisch replizierende ETFs, weil sie mit relativ geringen Verwaltungskosten auskommen und die zugrunde liegenden Wertpapiere des Index tatsächlich in ihrem Bestand halten.

Im folgenden drei Beispiel-Anlage, die Dividendenstrategien im Paket bieten:

Fonds/ ETF

ISIN

Benchmark

Gebühr in %

Wertentwicklung in %

1 Jahr

3 Jahre

5 Jahre

iShares DivDax (ETF)

DE0002635273

DAX

0,31

19,85

16,23

72,52

DWS Top Dividende

DE0009848119

DAX

2,50

7,05

22,58

81,48

Zertifikat

ISIN

Benchmark

Gebühr in %

Laufzeit

CoBank Dividenden-
Strategie Index-Zertifikat

DE000CZ34QZ0

DAX

1,00

endlos

Quelle: Comdirect.de; Stand: 05.02.14

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