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Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt wirft nach wenigen Monaten hin

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Neue Karstadt-Chefin schmeißt schon nach wenigen Monaten hin

07.07.2014, 16:22 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt wirft nach wenigen Monaten hin. Die Geschäftsführerin der Karstadt Warenhaus GmbH Eva-Lotta Sjöstedt gibt nach wenigen Monaten auf (Quelle: dpa)

Die Geschäftsführerin der Karstadt Warenhaus GmbH Eva-Lotta Sjöstedt (Quelle: dpa)

Der angeschlagene Warenhaus-Konzern Karstadt kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nun verlässt die Chefin Eva-Lotta Sjöstedt nach nur wenigen Monaten das Traditionsunternehmen mit sofortiger Wirkung.

Sjöstedt betonte in einer von Karstadt verbreiteten Mitteilung, sie habe die schwierige Aufgabe beim Essener Konzern auch deshalb übernommen, weil ihr der Eigentümer des Unternehmens, Nicolas Berggruen, die volle Unterstützung für ihre Strategie und Investitionspläne für die 83 Warenhäuser zugesagt habe.

Entscheidung nach Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmendaten

"Nach eingehender Prüfung, den Erfahrungen der letzten Monate und in genauer Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmendaten muss ich nun jedoch feststellen, dass die Voraussetzungen für den von mir angestrebten Weg nicht mehr gegeben sind", so Sjöstedt. Die schwedische Managerin, Jahrgang 1966, hatte zuvor beim Möbelkonzern Ikea Karriere gemacht und folgte im Februar 2014 auf Andrew Jennings an die Karstadt-Spitze.

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Sanierung des Warenhaus-Konzerns soll fortgeführt werden

Das Unternehmen bedauert die Entscheidung Sjöstedts. "Dieser Schritt kommt für uns überraschend und in sehr schwierigen Zeiten für die Karstadt Warenhaus GmbH. Unser Ziel ist es jetzt, mit dem erfahrenen Management die Sanierung von Karstadt entschlossen und unverzüglich anzugehen", so der Aufsichtsrats-Vorsitzende Stephan Fanderl.

Bis ein neuer Karstadt-Chef gefunden ist, werde die Karstadt Warenhaus GmbH von Chief Finance Officer Miguel Müllenbach und Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz weitergeführt.

Ende Juni informierte die Karstadt-Geschäftsführung über die aktuelle finanzielle Lage. Laut "Manager-Magazin" sind die Barreserven im Frühling auf unter 100 Millionen Euro geschrumpft, das Geschäftsergebnis blieb bis Mai 1,7 Prozent unter den Planungen. Auch die Kunden bleiben offenbar aus.

Investor kassiert Millionen

Vier Jahre nach der vermeintlichen Rettung durch den Milliardär Berggruen ist Karstadt offenbar wieder zum Sanierungsfall geworden. Nicolas Berggruen hatte den insolventen Konzern damals zum symbolischen Preis von einem Euro übernommen und investierte rund fünf Millionen Euro in die Sanierung. Seitdem kassiert er - unabhängig von der Karstadt-Geschäftslage - pro Quartal 3,0 Millionen Euro an Lizenzgebühren für die Nutzung des Namens Karstadt.

Robert Halver von der Baader Bank befürchtet, dass das Kaufhaus-Konzept an sich überholt ist. Immerhin war Karstadt zuletzt etwas aus der Schusslinie geraten, so der Analyst gegenüber t-online.de. "Mit Frau Sjöstedt hatte man sich eine Saniererin gesucht, die sich auch nicht zu schade war, selbst u.a. an der Kasse zu sitzen, um sich ein ungeschminktes Bild von der Lage vor Ort zu machen." Halver befürchtet, dass nun erneut eine öffentliche Diskussion über "Quo vadis, Karstadt" beginnt. "Das bringt keine Ruhe in die Belegschaft und auch nicht in die Kundschaft. Wirtschaftspsychologisch ist das keine professionelle Leistung."

Der Karstadt-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Hellmut Patzelt sprach von einer schlechten Nachricht für die 17.000 Beschäftigten und das Unternehmen. "Spiegel Online" fand in einem Artikel am Nachmittag eine treffende Überschrift: Karstadt am Abgrund - Sommer. Schluss. Verkauf? Der Konzern sei längst zum Spielball von Spekulanten geworden.

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