Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Devisen >

Wirtschaftssanktionen zwingen russischen Rubel in die Knie

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schwache Russland-Währung  

Wirtschaftssanktionen zwingen Rubel in die Knie

10.11.2014, 17:01 Uhr | AP, dpa, t-online.de

Wirtschaftssanktionen zwingen russischen Rubel in die Knie. Rubel-Scheine: In den vergangenen Monaten verlor die Russland-Währung rasant an Wert (Quelle: dpa)

Rubel-Scheine: In den vergangenen Monaten verlor die Russland-Währung rasant an Wert (Quelle: dpa)

Die vom Westen gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen wirken. Seit Wochen ist die russische Währung auf Talfahrt, Stützungskäufe helfen kaum. Nun lässt die Zentralbank den angeschlagenen Rubel frei handeln. Ihre täglichen Kontrollen der russischen Währung wurden aufgehoben, der Finanzmarkt entscheidet über das künftige Schicksal. Der Rubel erholte sich nach Bekanntwerden der neuen Strategie sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro deutlich. 100 Rubel stiegen so von 1,72 auf zeitweise 1,78 Euro.

Die Zentralbank hatte wegen der Rubel-Schwäche in den vergangenen Wochen mit großen Summen in die Märkte eingegriffen. Sie gab zuletzt bis zu 30 Milliarden Dollar im Monat aus, um Rubel vom Markt zu kaufen und so den Wechselkurs zu stützen. Das zehrte an den Devisenbeständen des Landes.

Zentralbank-Chefin Elvira Nabiullina sagte am Montag, es werden keine Grenzen mehr gesetzt. Doch werde die Bank intervenieren, wenn es nötig sei, kündigte sie an. Als weitere Maßnahme für eine Stützung des Rubels begrenzt die Zentralbank demnach vorübergehend die Möglichkeit für Geschäftsbanken, sich frische Rubel verschaffen.

AnzeigeTagesgeldvergleich
Konditionen vergleichen

Vergleichen Sie hier verschiedene Anbieter und finden so das beste Tagesgeld-Angebot für sich

Putin mischt sich ein

Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin zu Beginn des asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgipfels Apec in Peking gesagt, dass die Zentralbank gegen starke Wechselkursschwankungen vorgehen werde. Kapitalverkehrskontrollen schloss er aber aus.

"Unsere Grundlagen bei den Währungsreserven und der Zahlungsbilanz bleiben auf einem guten Stand. Das erlaubt es uns, die Situation zu beherrschen", sagte Putin. "Wir planen keinerlei Restriktionen auf Kapitalflüsse."

Wirtschaftssanktionen setzen Rubel unter Druck

Ob die jetzt verkündeten Maßnahmen auf Dauer nützen, ist ungewiss. Experten rechnen damit, dass der Druck auf den Rubel anhält, weil sich an der Unsicherheit wegen der Sanktionen und des Ölpreises nichts geändert hat.

Zwischen Juli und Anfang November hat der Rubel gegenüber dem Euro rund 20 Prozent seines Wertes verloren, gegenüber dem US-Dollar betrug der Verlust sogar gut 30 Prozent. Vor allem die Wirtschaftssanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise setzen die russische Währung massiv unter Druck. Ein weiterer Grund ist der Rückgang des Preises für Öl, eines wichtigen russischen Exportguts.

Massiver Kapitalabfluss nach Ukraine-Krise

Die Zentralbank rechnet vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts mit einem stärkeren Kapitalabfluss aus Russland als bisher angenommen. Für 2014 erhöhte sie den Ausblick von 90 Milliarden Dollar auf 128 Milliarden (rund 100 Milliarden Euro). Für 2015 erwartet sie einen Abzug von bis zu 99 Milliarden Dollar, für 2016 bis zu 60 Milliarden.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Jetzt stylische Jacken für Herbst & Winter entdecken
neue Kollektion bei TOM TAILOR
Shopping
Warme Strickmode für die kalte Jahreszeit
jetzt bei BONITA shoppen
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017