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Wall Street reagiert mit Kursgewinnen nach Fed-Aussagen

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"Geduldig" statt "beträchtliche Zeit"  

Wall Street reagiert mit Kursgewinnen auf Fed-Ankündigungen

18.12.2014, 09:22 Uhr | AP, t-online.de

Wall Street reagiert mit Kursgewinnen nach Fed-Aussagen. Broker an der Wall Street: Fed-Ankündigung sorgt für Kaufwelle (Quelle: dpa)

Broker an der Wall Street: Fed-Ankündigung sorgt für Kaufwelle (Quelle: dpa)

Die mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank Fed zur künftigen Zinsentwicklung sorgen am Aktienmarkt für einen kräftigen Aufschwung. Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hatte ein absehbares Ende des derzeitigen Rekordtiefs des Leitzinses angekündigt, aber auch erklärt, dass dieser mindestens die nächsten drei Monate bei fast null verharren werde. Das sorgte an der US-Börse für den besten Tag des Jahres. Auch in Deutschland dürfte es nun wieder aufwärts gehen.

Gute Wirtschaftsdaten und eine geringe Inflation läuten in den USA ein Ende der Niedrigzinspolitik der Fed ein. Nur genau wann, will die Zentralbank noch nicht sagen. "Das Komitee sieht es als unwahrscheinlich an, dass der Normalisierungsprozess nach den nächsten paar (vierteljährlichen) Treffen beginnt", sagte Yellen auf einer Pressekonferenz am Mittwochabend (Ortszeit).

US-Aktien springen nach oben

Die US-Börse hat mit ihrem besten Tag seit mehr als einem Jahr auf die Ankündigung eines weiterhin geduldigen Kurses der Notenbank Federal Reserve bei der Erhöhung der Zinssätze reagiert. Begünstigt durch starke Werte der Energiekonzerne und sich offenbar stabilisierenden Ölpreisen stieg der Leitindex Dow-Jones-Index am Mittwoch um 288 Punkte beziehungsweise 1,7 Prozent auf 17.356 Zähler. Börsianer sprachen von einem "Short-Squeeze": Viele Aktionäre hatten zuvor mit Leerverkäufen auf niedrigere Kurse spekuliert und mussten sich nun eindecken.

Der Aktienindex der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen S&P 500 legte zwei Prozent auf 2012 Punkte zu. Diese Zunahme war die größte seit dem Oktober 2013. Auch die Börsen in China, Japan, Australien und Südostasien vermeldeten am Donnerstag Anstiege. Der US-Dollar reagierte gestärkt, entsprechend sank der Euro-Kurs auf 1,2339 Dollar.

"Geduldig" statt "beträchtliche Zeit"

Die Entscheidung über eine "geduldige" Zinspolitik wurde mit sieben gegen drei Stimmen getroffen. Das gilt als Zeichen erheblicher interner Auseinandersetzungen über den künftigen Kurs. Zugleich wies die Fed darauf hin, dass die neue Formulierung inhaltlich deckungsgleich mit ihrer bisherigen Zusicherung sei, die Zinsen "eine beträchtliche Zeit" nach den im Oktober ausgelaufenen Anleihekäufen nahe null zu halten.

Die Fed folgt mit ihren Formulierungen früheren Mustern: 2004 sprach sie im Januar von einer "beträchtliche Phase" der Zinsstabilität und zum Ende dieses Jahres von einem künftig "geduldigen" Kurs. Im Juni darauf folgte damals die erste Zinserhöhung.

Inflationsprognose gesenkt

Die meisten Analysten erwarten die erste Zinsanhebung nun im Juni oder September 2015, falls die Inflation dauerhaft unter der Zielmarke von zwei Prozent bleibt. Damit rechnet die Fed im kommenden Jahr, ihre Prognose für die Inflationsentwicklung 2015 korrigierte sie nach unten. Der Preisauftrieb werde sich zwischen 1,0 und 1,6 Prozent bewegen, hieß es. Im September waren noch 1,6 bis 1,9 Prozent erwartet worden. Inflationsmindernd wirke sich vor allem der Rückgang der Gas- und Ölpreise aus. 2016 erwartet die Fed weiterhin eine Teuerung zwischen 1,7 und 2,0 Prozent.

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Die Fed hob ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum auf 2,4 Prozent an. Bisher waren 2,0 bis 2,2 Prozent geschätzt worden. Das liege vor allem am zwischen April und September erreichten Wachstum von 4,3 Prozent, dem größten seit einem Jahrzehnt.

Die Arbeitslosigkeit ging auf 5,8 Prozent zurück. 5,2 bis 5,5 Prozent gelten laut der Fed als Vollbeschäftigung. Für 2017 erwartet das Fed-Komitee eine Arbeitslosigkeit von unter fünf Prozent. Eine derartige Vollbeschäftigung - Yellen nannte es eine "kleine Phase mit einer Arbeitslosigkeit unterhalb der natürlichen Rate" - würde die Inflationsrate zur Zielmarke von zwei Prozent bringen, sagte Yellen.

Unsicherheiten wegen Russland

"Die Fed wird für eine lange Zeit unser Freund bleiben", sagte der Investitionsspezialist von LPL Financial, Burt White. Das US-Wirtschaftswachstum sei weiterhin gut, amerikanische Unternehmen seien gesund. "Wenn man das alles zusammenmischt, ergibt das steigende Aktienkurse", sagte White.

Unsicherheiten an den Börsen gibt es nach wie vor wegen der russischen Wirtschaft. Die Zentralbank des Landes hatte vor wenigen Tagen eine immense Erhöhung des Leitzinssatzes um 6,5 Prozentpunkte vorgenommen, um den Rubel zu stärken. Dieser hatte im Laufe des Jahres mehr als 50 Prozent seines Wertes eingebüßt, erholte sich am Mittwoch aber und schloss mit einem Plus von zehn Prozent.

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