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Eurozone-Verbraucherpreise gehen zurück - EZB unter Zugzwang

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Verbraucherpreise sinken  

Eurozone rutscht in leichte Deflation

07.01.2015, 16:54 Uhr | rtr, dpa-AFX, dpa

Eurozone-Verbraucherpreise gehen zurück - EZB unter Zugzwang. Die Verbraucherpreise gehen insbesondere aufgrund des Preisverfalls beim Öl zurück - die Eurozone rutscht in die Deflation. (Quelle: dpa)

Die Verbraucherpreise gehen insbesondere aufgrund des Preisverfalls beim Öl zurück - die Eurozone rutscht in die Deflation. (Quelle: dpa)

Die Preise im Euroraum sind wegen dramatisch fallender Energiekosten erstmals seit dem Krisenjahr 2009 wieder gesunken. Die jährliche Inflationsrate betrug im Dezember vergangenen Jahres minus 0,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg in einer ersten Schätzung berichtete. Der Deutsche Aktienindex DAX reagierte indes mit Kurssteigerungen.

Im Oktober 2009 hatte die Teuerungsrate in der Eurozone minus 0,1 Prozent betragen, im September 2009 minus 0,3 Prozent. Seitdem lag die Rate laut Eurostat stets im positiven Bereich.

Vor allem das deutlich verbilligte Öl entlastete das Portemonnaie der Konsumenten: Die Energiekosten fielen zum Vorjahr um 6,3 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) blickt mit Sorge auf diese Entwicklung, da sie eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent anstrebt. Die fallenden Preise im Euro-Raum machen es wahrscheinlicher, dass die EZB bald gegensteuert. Eine Deflation - also ein Preisverfall auf breiter Front - könnte auch zu sinkenden Löhnen und nachlassenden Investitionen führen und somit die Wirtschaft lähmen.

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Das immer billigere Öl setzt die Währungshüter dabei unter Zugzwang: Der Preis für die weltweit wichtigste Sorte Brent fiel erstmals seit Mai 2009 wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar. Der Rohstoff kostete damit nur noch etwa halb so viel wie im Sommer. "Die niedrigeren Energiepreise sind ein Segen für die lahmende Konjunktur. Nur die EZB zittert", sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil. Wahrscheinlich werde sie schon auf ihrer Zins-Sitzung am 22. Januar breit angelegte Staatsanleihenkäufe beschließen. EZB-Chef Mario Draghi hatte jüngst betont, die Zentralbank müsse das Risiko einer Deflation "angehen" und bereite Gegenmaßnahmen vor.

Auch andere ranghohe Notenbanker steuern in diese Richtung: EZB-Vize Vitor Constancio warnte vor einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale fallender Preise und schwachen Wachstums. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet sagte, die Notenbank könne den Fall der Ölpreise nicht einfach ignorieren.

EZB unter Zugzwang

Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet die Inflationsentwicklung seit geraumer Zeit Kopfzerbrechen. Sie befürchtet eine Beschädigung ihrer Glaubwürdigkeit, wenn ihr nicht mehr zugetraut wird, das mittelfristige Preisziel von knapp zwei Prozent zu erreichen. Dass zusehends Zweifel aufkommen, zeigen die Markterwartungen: Die langfristigen Inflationserwartungen von Finanzprofis sind seit längerem rückläufig. In den vergangenen Tagen sind sie mit 1,6 Prozent auf ein neues Rekordtief gefallen.

Kritiker monieren dagegen, dass von Deflationsgefahr keine Rede sein könne. Ökonomen verstehen unter Deflation einen lang anhaltenden Preisverfall, der sich nicht nur auf einzelne Gütergruppen konzentriert, sondern breit angelegt ist. Zudem wird darauf verwiesen, dass die Inflationsschwäche auch Folge von erwünschten Spar- und Reformmaßnahmen in angeschlagenen Krisenländern sei.

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