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Staatsanleihen-Käufe: EZB lässt Druck ab

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Staatsanleihen-Käufe  

Die EZB nimmt schon vor der wichtigen Entscheidung Druck vom Markt

22.01.2015, 16:13 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

Staatsanleihen-Käufe: EZB lässt Druck ab. Hier tagt die Europäische Zentralbank: Neubau in Frankfurt am Main (Quelle: dpa)

Hier tagt die Europäische Zentralbank: Neubau in Frankfurt am Main (Quelle: dpa)

Vor der mit großer Spannung erwarteten Entscheidung über mögliche Staatsanleihen-Käufe haben die Märkte am Mittwoch einen ersten Hinweis erhalten. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird laut einer mit der Situation vertrauten Person am morgigen Donnerstag über ein Anleihe-Kaufprogramm im Umfang von 50 Milliarden Euro pro Monat entscheiden. Die Kurse von Aktien, Devisen und Gold zuckten am Nachmittag zeitweise heftig.

Über einen entsprechenden Vorschlag des EZB-Direktoriums werde auf der Zinssitzung des EZB-Rats in Frankfurt beraten, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Anleihen-Käufe sollen demnach nicht vor März 2015 starten und bis Ende 2016 laufen. Das "Wall Street Journal" und die Agentur "Bloomberg" hatten zuvor ähnlich berichtet. Das EZB wollte sich nicht dazu äußern.

DAX und Euro rauf, Anleihen runter

Nach den Spekulationen stände ein Gesamtvolumen von über eine Billion Euro (22 Monate mal 50 Milliarden) zur Disposition, mit dem die Konjunktur in Euroland angekurbelt werden soll. Das wäre mehr als von vielen Experten erwartet wird. Die Finanzmärkte reagierten erleichtert. Der Deutsche Aktienindex DAX zog von einem Tagesminus von einem Prozent auf ein neues Allzeithoch über der 10.300-Punkte-Marke an, der Euro-Kurs verbesserte sich vorübergehend um einen Cent auf 1,1670 Dollar, der Goldpreis rutschte hingegen wieder unter die 1300-Dollar-Marke und auch das Anleihen-Barometer Bund-Future gab deutlich nach.

Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte, die EZB orientiere sich beim Aufkauf von Staatsanleihen offensichtlich an der Vorgehensweise der US-Notenbank Fed, die auch monatlich Anleihen erworben habe. Dies schaffe Transparenz sowie Klarheit und Berechenbarkeit.

Nicht kleckern, sondern klotzen

Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank ergänzte: "Die EZB kleckert also nicht, sondern klotzt". Da es nun heute schon konkrete Zahlen gebe, sei das Überraschungspotenzial am morgigen Donnerstag begrenzt.

Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner meinte, dass die Finanzmärkte mit der sich abzeichnenden Lösung leben könnten. Jetzt sei noch die Frage offen, welche Anleihen beziehungsweise Vermögensgegenstände von wem gekauft werden können.

Die geldpolitischen Entscheidungsträger der EZB treffen sich bereits an diesem Mittwoch für ihre Zinssitzung. Das Ergebnis wird am Donnerstag-Nachmittag bekanntgegeben.

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