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Turbulenter Januar an den Börsen

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Gastkolumne  

Turbulenter Januar an den Börsen

22.01.2015, 16:29 Uhr | Von Marc-Oliver Lux für t-online.de

Manche Auguren messen dem ersten Börsenmonat eines Jahres besondere Bedeutung bei. Könne man doch daraus die Entwicklung für den Rest des Jahres ableiten. Es wird wohl ein holpriges Jahr, denn die Aktienmärkte starteten mit kräftigen Kursverlusten, um sich dann wieder zu erholen. Zwischenergebnis der ersten Börsentage: leichte Gewinne.

Fundamentale Faktoren spielen für das hektische Rauf und Runter aber momentan ohnehin keine Rolle. Die Emotionen der Börsianer werden vielmehr beeinflusst, von den Auswirkungen des fallenden Ölpreis, der Notenbankpolitik und neuerdings auch von den Devisenmärkten.

Noch im alten Jahr hat sich die Situation für Russland zugespitzt. Die westlichen Sanktionen im Zuge der Ukraine-Krise belasten Russland mittlerweile schwer. Der Ölpreis liegt zu niedrig, als dass das ölexportabhängige Land seinen Haushalt ausgleichen könnte. Unter diesem Druck von außen hat sich die russische Währung gegenüber Euro und Dollar in wenigen Tagen mal einfach so halbiert, was Importe natürlich erheblich verteuert. Russland wird deshalb dieses Jahr in die Rezession fallen.


Auch unser Nachbar, die Schweiz, muss sich wohl auf eine Rezession einstellen. Umgekehrt dürfen nun auch wir Euro-Inländer erfahren, was Abwertung bedeutet. Dass der Euro im Zuge der früher oder später kommenden Notenbank-Zinserhöhung der amerikanischen FED nachgeben würde, wurde ja bereits erwartet. Den Vogel abgeschossen hat jetzt jedoch die Schweizer Nationalbank. Drei Jahre lang hat die eidgenössische Notenbank den Euro-Franken-Wechselkurs durch Markteingriffe über 1,20 Euro stabilisiert. Mit Aufgabe dieser Interventionslinie vergangene Woche brach der Euro nun gegenüber dem Schweizer Franken zeitweise rund 35 Prozent ein.

Ihren Winterurlaub werden die Deutschen und Holländer deshalb zukünftig wohl lieber in Österreich oder Frankreich verbringen. Für die Schweizer Wirtschaft verheißt die gewaltige Aufwertung von jetzt auf gleich nichts Gutes. Die Quittung gab es sofort: Der Schweizer Aktienmarkt stürzte zweistellig ab - auch das gab es noch nie.

Und in Deutschland? Der DAX hat gerade ein neues Allzeithoch bei 10.400 Punkten markiert. Mögliche Rückschläge finden immer wieder Käufer, wohl auch nach dem Startschuss für das Anleihen-Kaufprogramm durch Draghi. 
Ach ja, und dann war da am kommenden Sonntag noch die Griechenland-Wahl, die – je nach Wahlausgang – die Stabilität der Eurozone vielleicht wieder auf die Tagesordnung bringen wird. Spannende Tagen liegen vor uns. Aber auch wenn Zeus‘ Blitze über uns einschlagen - das Leben wird irgendwie weitergehen!

 (Quelle: privat) (Quelle: privat)

Der Autor, Marc-Oliver Lux, ist Geschäftsführer der Dr. Lux & Präuner GmbH & Co. KG in München. Zuvor war er war im Investmentbanking bei der Deutsche Morgan Grenfell in New York sowie im Firmenkundengeschäft bei verschiedenen Banken im Inland tätig. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium mit den Schwerpunkten Kapitalmarktforschung und Revisions-/Treuhandwesen hat er über betriebliche Gründungsfinanzierung promoviert.

-- Die Meinung von Gastautoren ist unabhängig von der Meinung der Redaktion von t-online.de. --

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