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Griechenland: Jean-Claude Juncker lehnt Treffen mit Tsipras vorerst ab

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Telefonischer Hilferuf  

EU-Kommissionschef gibt Tsipras keinen Termin

06.03.2015, 14:54 Uhr | dpa, t-online.de

Griechenland: Jean-Claude Juncker lehnt Treffen mit Tsipras vorerst ab. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras (li.) hat auf die Schnelle keinen Termin bei EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bekommen. (Quelle: dpa)

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras (l.) und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Eine Einigung im Schuldenstreit ist nicht in Sicht. (Quelle: dpa)

Griechenlands Regierungschef hat einen ungewöhnlichen Hilferuf an die EU-Kommission gerichtet. Doch Kommissionschef Jean-Claude Juncker lässt ihn abblitzen.

Tsipras habe Juncker telefonisch um ein kurzfristiges Treffen noch am Freitag gebeten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Regierungskreise in Athen. Die Regierung Tsipras habe bereits im Februar nicht alle Staatsbediensteten bezahlen können, hieß es in der Zeitung weiter. Erstmals hätten etwa Hilfslehrer kein Gehalt bekommen.

Juncker habe die Bitte nach einem Treffen noch am Freitag - vor allem mit Blick auf den Termin - abgelehnt, hieß es. Tsipras und Juncker seien übereingekommen, zunächst das Treffen der Euro-Finanzminister am Montag abzuwarten und danach über einen Termin zu reden. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte laut der Zeitung dazu lediglich, dass Juncker und Tsipras "in permanentem telefonischen Kontakt" stünden.

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Pleite droht jeden Tag

Die griechische Regierung kämpft praktisch Tag für Tag gegen die drohende Pleite. Im März muss Athen Verpflichtungen im Umfang von gut 6,85 Milliarden Euro erfüllen. Am Mittwoch hatte sich der Staat kurzfristig 1,138 Milliarden Euro über die Ausgabe kurzlaufender Anleihen am Kapitalmarkt verschafft.

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, warnte die Regierung in Athen vor diesem Hintergrund davor, sich mit Finanz- und Buchungstricks neues Geld zu beschaffen. "Es kann nicht angehen, dass die griechische Regierung versucht, sich über kreative Buchführung oder Tricks weiter durchzumogeln", sagte der CSU-Politiker gegenüber der "Bild".

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