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Russland-Sanktionen rächen sich: 500.000 deutsche Jobs in Gefahr

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Neue Studie  

Russland-Krise bedroht eine halbe Million deutscher Jobs

19.06.2015, 15:40 Uhr | dpa

Russland-Sanktionen rächen sich: 500.000 deutsche Jobs in Gefahr. Bau, Einzelhandel, Landwirtschaft - diese deutschen Branchen sind von der Wirtschaftskrise in Russland besonders betroffen. (Quelle: imago/Horst Galuschka)

Bau, Einzelhandel, Landwirtschaft - diese deutschen Branchen sind von der Wirtschaftskrise in Russland besonders betroffen. (Quelle: Horst Galuschka/imago)

Die auch durch die Sanktionen verursachte Wirtschaftskrise in Russland trifft Deutschland vermutlich viel härter als erwartet: Die andauernde Wirtschaftsflaute bedroht einer Studie zufolge hierzulande fast eine halbe Million Jobs und europaweit weit mehr als zwei Millionen Arbeitsplätze. Ändert sich nichts Gravierendes, so würde die Krise Deutschland in den nächsten Jahren rund ein Prozentpunkt an Wirtschaftsleistung kosten.

Keine andere große europäische Volkswirtschaft wäre so stark betroffen, wie aus einer Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) hervorgeht, die unter anderem der "Welt" vorliegt.

Gesamtschaden für die EU: 100 Milliarden

Danach sind europaweit durch die Russland-Krise mittelfristig rund 100 Milliarden Euro an Wertschöpfung in Gefahr, davon entfielen rund 27 Milliarden Euro auf Deutschland.

UMFRAGE
Sollte Deutschland die Sanktionen gegen Russland weiter aufrecht erhalten?

Treffen die Zahlen zu, würde die russische Wirtschaftskrise weitaus schlimmere Konsequenzen für die EU und die Schweiz haben als bislang erwartet. "Die Exportausfälle, die wir im Herbst vergangenen Jahres schlimmstenfalls angenommen hatten, sind inzwischen Realität", sagt Studien-Autor Oliver Fritz vom Wifo. Dabei spielten die Sanktionen gegen Russland und die russische Reaktion darauf eine entscheidende Rolle.

Studie geht von pessimistischem Szenario aus

Der Effekt könnte lediglich dadurch abgemildert werden, dass die Unternehmen mehr in andere Länder exportieren. Dafür gebe es zumindest bei landwirtschaftlichen Produkten Anzeichen. Es sei bei der Studie von einem besonders pessimistischen Szenario ausgegangen worden, betont er in der "Welt" - aber auch aus optimistischeren Blickwinkeln sähen die Zahlen nicht viel besser aus.

So viele Arbeitsplätze sind wegen der Russlandkrise in den europäischen Ländern in Gefahr. (Quelle: Grafik: t-online.de)So viele Arbeitsplätze sind wegen der Russlandkrise in den europäischen Ländern in Gefahr. (Quelle: Grafik: t-online.de)Die ständigen EU-Botschafter hatten am Mittwoch in Brüssel beschlossen, wegen der fortwährenden Ukraine-Krise die Sanktionen gegen Russland bis Ende Januar 2016 zu verlängern. Eine förmliche Entscheidung wird von den EU-Außenministern am kommenden Montag (22. Juni) erwartet. Im Gegenzug hatte der Kreml im August 2014 den Import vieler landwirtschaftlicher Produkte und Lebensmittel wie Milch, Obst, Gemüse, Käse und Fleisch aus der EU untersagt. Das hat vor allem Länder wie Italien, Spanien oder die Niederlande getroffen.

Chinesen profitieren

Wenig zuversichtlich zeigte sich auch der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, gegenüber der "Welt". Noch sei die Situation beherrschbar. "Aber wenn diese Entwicklung länger andauert - sagen wir noch ein Jahr -, dann werden die deutsch-russischen Beziehungen schweren Schaden nehmen." Er zeigte sich darüber besorgt, dass vor allem Konkurrenten aus China in die Bresche springen und sich bewähren. "Wir hören immer öfter: 'So viel schlechter als die Deutschen sind die Chinesen auch nicht.' Das ist besorgniserregend."

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