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Börse in Athen stürzt ab: Griechenland droht Banken-Kollaps

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Börse stürzt ab  

Griechenland droht der Banken-Kollaps

03.08.2015, 21:24 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de

Börse in Athen stürzt ab: Griechenland droht Banken-Kollaps . Die Banken in Griechenland stehen vor einem Zusammenbruch: Experten rechnen mit dem Schlimmsten. (Quelle: dpa)

Die Banken in Griechenland stehen vor einem Zusammenbruch: Experten rechnen mit dem Schlimmsten. (Quelle: dpa)

Nach fünf Wochen Zwangspause wurde an der Athener Börse zum ersten Mal wieder gehandelt. Der Leitindex stürzte zuletzt um 17 Prozent ab. Die Banken des Landes stehen derweil vor einem Kollaps.

"Die Krise in Griechenland und damit auch an der Athener Börse dürfte noch nicht vorüber sein", sagt Marktstratege Oliver Roth von der Oddo Seydler Bank. "Die schlechte Wirtschaftspolitik der Regierung Tsipras und bestehende Kapitalverkehrskontrollen lähmen die Konjunktur." Die großen Kursschwankungen - Ausdruck der hohen Unsicherheit - dürften erhalten bleiben.

40 Milliarden Euro abgezogen

Besonders betroffen waren die Banken des Landes. Sie befinden sich seit Monaten in einer finanziellen Notlage. Die Geldhäuser waren von Ende Juni an mehrere Wochen geschlossen. Bürger und Firmen hatten zuvor aus Sorge, das Land könnte aus dem Euro ausscheiden, ihre Konten leergeräumt. Den Instituten drohte das Geld auszugehen. Nur noch mit den ELA-Nothilfen der griechischen Notenbank, die die EZB genehmigt hatte, hielten sie sich über Wasser. Nach Angaben des Bankenverbands wurden seit Dezember 40 Milliarden Euro abgezogen.

Die Regierung dämmte schließlich die Finanzabflüsse mit der Beschränkung des Kapitalverkehrs und der zeitweiligen Schließung der Banken ein. Seit dem 20. Juli sind die Institute nun wieder offen - Kapitalverkehrskontrollen gelten aber weiter und es gibt strikte Obergrenzen für Konto-Abhebungen.

Banken auf Geldgeber angewiesen

Griechische Banken sind abhängig von den Liquiditätsprogrammen der Geldgeber. Die Skepsis vor neuen Finanzhilfen sei aber immens gewachsen, sagt Marktexperte Jens Klatt vom Investmenthaus DailyFX. Der Internationale Währungsfonds IWF habe sich bereits deutlich von der weiteren Unterstützung eines dritten Rettungspakets an Griechenland distanziert. Zudem bremse der große Widerstand aus der Politik. "Ohne neue Hilfen könnte der griechische Bankensektor erst nach einer langjährigen Umstrukturierung wieder Fuß fassen."

Laut einem Insider stehen mehrere griechische Banken vor dem Aus. Von den vier wichtigsten Geldhäusern National Bank of Greece, Eurobank, Bank of Piraeus und Alpha Bank könnten nur zwei übrig bleiben. Diese Institute stehen zusammen mit Attica Bank für etwa ein Fünftel des gesamten Börsenwerts des Athener Aktienmarktes.

Stimmungseinbruch war abzusehen

Auch der Rest der Hellas-Wirtschaft lahmt. Die Stimmung in den griechischen Industrieunternehmen ist indes so schlecht wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999. Nach 46,9 Punkten im Vormonat lag der vom Forschungsunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex im Juli bei nur 30,2 Punkten, teilte Markit in London mit.

Der Stimmungseinbruch in der griechischen Industrie verdeutlicht laut Chris Williamson, Chefökonom bei Markit, die ökonomischen Folgen der Griechenlandkrise. "Die Auswirkungen der Griechenlandkrise, insbesondere die Bankschließungen, hatten ­ wie zu erwarten war ­ durchschlagende Auswirkungen auf die dortige Wirtschaft", so Williamson.

Demnach sackten die Indizes für Produktion, Auftragseingang, Exportneugeschäft, Beschäftigung und Einkaufstätigkeit auf die tiefsten Werte seit Beginn der dortigen Datenerhebung im Mai 1999. Der Stimmungsindikator landete auf einem Allzeittief, noch deutlich unter dem bisherigen Tiefstwert im Februar 2012 bei 37,7 Punkten. Laut Markit hatte diese Entwicklung in Griechenland allerdings keine negativen Auswirkungen auf irgendeinen anderen Industriesektor in der Eurozone.

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