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Volkswagen: VW-Aktie stürzt nach Abgas-Skandal ab

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Abgas-Skandal  

VW stoppt Verkauf von Dieselfahrzeugen in den USA - Aktie stürzt ab

21.09.2015, 13:44 Uhr | dpa, t-online.de

Volkswagen: VW-Aktie stürzt nach Abgas-Skandal ab. Auch das aktuelle Passat-Modell ist vom Abgasskandal in den USA betroffen. Drei-Tage-Chart zeigt Absturz der VW-Aktie. (Quelle: dpa/ Handelsblatt)

Auch das aktuelle Passat-Modell ist vom Abgasskandal in den USA betroffen. Drei-Tage-Chart zeigt Absturz der VW-Aktie. (Quelle: dpa/ Handelsblatt)

Nach dem Skandal um manipulierte Abgas-Werte in den USA drohen VW hohe Strafen. Der Verkauf von Diesel-Autos mit Vierzylindermotoren in den USA wurde vorerst gestoppt. An der Börse gerät die VW-Aktie daraufhin erheblich unter Druck. Zeitweise stürzt der Kurs um mehr als 20 Prozent ab.

Von dem Verkaufsstopp betroffen seien aktuelle Modelle der Marken VW und Audi. VW werde bis auf weiteres auch keine gebrauchten Fahrzeuge dieses Typs verkaufen, teilte ein Konzernsprecher mit.

Zudem gerät Volkswagen-Chef Martin Winterkorn unter Druck. Nach Meinung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer könne Winterkorn nicht mehr länger im Amt bleiben.

UMFRAGE
Sollte VW-Chef Martin Winterkorn angesichts des Abgas-Skandals in den USA seinen Posten räumen?

"Nicht mehr tragbar"

Winterkorn habe entweder von den Manipulationen gewusst oder aber er sei ahnungslos und habe seinen Geschäftsbereich nicht im Griff, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen der "Frankfurter Rundschau".

"In beiden Fällen würde ich sagen, dass Winterkorn an der Konzernspitze nicht mehr tragbar ist", so Dudenhöffer. In Winterkorns Verantwortungsbereich fällt auch die konzernweite Forschung und Entwicklung.

"Imagekatastrophe par excellence"

Volkswagen hatte am Sonntag eingeräumt, die Abgaswerte von Diesel-Autos in den USA für Fahrzeugtests manipuliert zu haben. Die US-Umweltbehörde EPA führt eine Untersuchung gegen den Konzern unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Klimaschutzgesetz "Clean Air Act". Zudem droht ein nicht abzuschätzender Imageschaden. Dudenhöffer bezeichnete den Vorfall im Gespräch mit der "Frankfurter Rundschau" als "Imagekatastrophe par exellence".

VW wird an der Börse abgestraft

An der Börse wurde das ähnlich gesehen. Die VW-Aktie verlor zeitweise mehr als 20 Prozent an Wert auf 127 Euro. Auf diesem Niveau stand der Dax-Wert zuletzt Anfang Juli 2012. Der Wolfsburger Autokonzern verlor damit heute mehr als zwölf Milliarden Euro an Börsenwert. Das entspricht in etwa der gesamten Marktkapitalisierung der Commerzbank.

Der 5-Tage-Chart der VW-Aktie zeigt den massiven Absturz. (Quelle: Screenshot Handelsblatt)Der 5-Tage-Chart der VW-Aktie zeigt den massiven Absturz. (Quelle: Screenshot Handelsblatt)

Auch die Aktienkurse von BMW und Daimler rutschten stark ab, wenn auch nicht so gravierend. Daimler reagierte mit einer Mitteilung: Man sei nicht von den Ermittlungen der US-Umweltschutzbehörde EPA wegen Abgas-Manipulationen betroffen. "Es gibt nach unseren Erkenntnissen keine Untersuchungen zu Mercedes-Benz", teilte der Stuttgarter Konzern mit. Der in der Presse beschriebene Sachverhalt treffe auf Mercedes-Benz PKW nicht zu.

Ein VW-Firmensprecher bestätigte am Sonntag die Vorwürfe gegen Volkswagen: "Wir haben das gegenüber der Behörde eingeräumt. Der Sachverhalt trifft zu. Wir arbeiten aktiv mit der Behörde zusammen." Winterkorn hatte eine externe Untersuchung der Vorgänge angekündigt. "Ich persönlich bedauere zutiefst, dass wir das Vertrauen unserer Kunden und der Öffentlichkeit enttäuscht haben", sagte er.

Milliardenstrafe droht

Die US-Umweltschutzbehörde EPA hatte den Verdacht aufgebracht, VW habe bei zahlreichen Diesel-Fahrzeugen die Abgasvorschriften vorsätzlich umgangen. Es geht demnach um fast eine halbe Million Autos. Für den Konzern könnte dies nach Angaben der Behörde eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar nach sich ziehen.

Die EPA wirft VW vor, in Volkswagen- und Audi-Modellen eine verbotene Software eingesetzt zu haben, mit der die Verringerung bestimmter Abgasemissionen im normalen Fahrbetrieb ausgeschaltet werden könne. Folge solcher Manipulationen sei, dass die Autos für den Umweltschutz festgesetzte Emissionslimits um das bis zu 40-Fache übertreffen könnten.

Jetta, Beetle, Golf und Passat betroffen

Im Fokus der Ermittlungen stehen laut EPA Vier-Zylinder-Modelle der Jahre 2009 bis 2015. Es geht um die VW-Modelle Jetta, Beetle und Golf und den Audi A3 aus den Jahren 2009 bis 2015 sowie den VW Passat aus diesem und dem vergangenen Jahr. Die Fahrzeuge müssten vorerst nicht in die Werkstätten zurückgerufen werden, betonte die EPA.

Winterkorn hatte im April dieses Jahres den Demontageversuch des damaligen langjährigen VW-Patriarchen Ferdinand Piëch überstanden und war gestärkt aus dem Machtkampf hervorgegangen. Piëch hatte daraufhin sein Amt als Aufsichtsratschef niedergelegt und sich aus dem Unternehmen zurückgezogen.

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