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Abgas-Skandal: "VW muss Fahrzeuge zurückrufen"

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Druck im Abgas-Skandal wächst  

"VW muss die manipulierten Fahrzeuge zurückrufen"

26.09.2015, 14:25 Uhr | rtr, AFP, dpa

Abgas-Skandal: "VW muss Fahrzeuge zurückrufen". Im VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte werden die Rufe nach einer Rückrufaktion immer lauter. (Quelle: Reuters)

Im VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte werden die Rufe nach einer Rückrufaktion immer lauter. (Quelle: Reuters)

Die USA zwingt Volkswagen, vom Abgas-Skandal betroffene Fahrzeuge zurückzurufen. Jetzt werden auch in Deutschland die Forderungen immer lauter, manipulierte Autos schnell und kostenlos zu reparieren.

"VW muss die manipulierten Fahrzeuge in Deutschland sofort und freiwillig in die Werkstätten rufen und die Manipulation beheben", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Sören Bartol der "Bild"-Zeitung. Der Konzern müsse verloren gegangenes Vertrauen wieder aufbauen

Umwelthilfe will schnelle Umrüstung

Auch der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, betonte, Volkswagen könnten nur Transparenz und Kulanz helfen. "VW wird den Abgas-Skandal nur überstehen, wenn der Konzern alle Manipulationen veröffentlicht und alle betroffenen Fahrzeuge zurückruft und umweltgerecht umrüstet."

UMFRAGE
Rückruf von manipulierten Autos: Ist Ihnen das wichtig?

Grünen-Politikerin Renate Künast geht schon einen Schritt weiter: Die Inhaber dieser Wagen haben nach ihrer Ansicht auch in Deutschland ein Recht auf Schadenersatz. "Tatsache ist, dass Kunden ein Auto gekauft haben, das die zugesicherten Eigenschaften nicht hat", sagte die Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschusses.

Justiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) solle nun klären, ob die Autos nachgebessert werden, der Verbraucher eine Kaufpreisermäßigung erhalte oder den Kaufpreis erstattet bekomme. "Darüber hinaus sollte mit Volkswagen geklärt werden, welche Entschädigungsangebote der Konzern den Kunden freiwillig anbieten möchte", sagte Künast.

Müller neuer VW-Chef

Volkswagen hatte am Freitag den Porsche-Chef Matthias Müller als neuen Vorstandsvorsitzenden des Konzerns und Nachfolger von Martin Winterkorn berufen. Müller kündigte eine umfassende Aufklärung des Abgas-Skandals an. "Meine vordringlichste Aufgabe wird es sein, Vertrauen für den Volkswagen-Konzern zurückzugewinnen - durch schonungslose Aufklärung und maximale Transparenz", sagte er.

Weltweit sollen elf Millionen Fahrzeuge verschiedener Marken des Konzerns betroffen sein, davon fünf Millionen der Kernmarke VW. Dabei handelt es sich Volkswagen zufolge um unterschiedliche Modelle aus mehreren Baujahren, etwa den Golf der sechsten Generation, den Passat der siebten Generation und die erste Generation des Tiguan.

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"Wir arbeiten mit Hochdruck an einer technischen Lösung, die wir so rasch wie möglich dem Handel, unseren Kunden und der Öffentlichkeit präsentieren werden", sagte VW-Markenchef Herbert Diess.

Euro-6-Autos nicht betroffen

Alle VW-Neuwagen, die über die europaweit gültige Euro-6-Norm verfügen, seien nicht von den Manipulationen betroffen. Dazu gehörten unter anderem die aktuellen Modelle des Golf, Passat und Touran.

Volkswagen informiere alle Märkte weltweit über die jeweils lokale Anzahl an Fahrzeugen, hieß es weiter. Es werde zudem an "in intensivem Austausch und in enger Abstimmung mit den Zulassungsbehörden" an einer Abhilfemaßnahme gearbeitet. "Die Fahrzeuge sind weiterhin technisch sicher und fahrbereit."

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