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VW: Top-Manager dürfen kostenlos im Firmenjet fliegen

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Konzerneigene Flotte  

VW-Manager dürfen kostenlos im Firmenjet fliegen

11.10.2015, 11:45 Uhr | Spiegel Online

VW: Top-Manager dürfen kostenlos im Firmenjet fliegen. Eine Maschine des Typs Dassault Falcon 900 aus der VW-Flotte. (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)

Eine Maschine des Typs Dassault Falcon 900 aus der VW-Flotte. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago)

Da ist noch Sparpotenzial vorhanden: Laut einem Zeitungsbericht haben Top-Manager von Volkswagen Anspruch auf Heimflüge mit konzerneigenen Maschinen. Ein Aufsichtsrat kritisiert: "Freiflüge im Firmenjet gehen gar nicht."

Top-Manager des krisengeschüttelten VW-Konzerns dürfen am Wochenende im Firmenjet kostenlos nach Hause fliegen. Das bestätigt ein VW-Sprecher in der "Bild am Sontag". Demnach haben alle Konzernvorstände, viele Vorstände der zwölf Marken sowie etliche Generalbevollmächtigte laut ihren Verträgen Anspruch auf die Heimflüge.

Die VW-Tochter Lion Air Service kümmert sich um sämtliche Firmenflüge. Deren Flotte besteht aus zehn Jets, darunter vier supermoderne Dassault Falcon 7X. Wie viele Millionen die Heimflüge der Top-Manager kosten, kann VW nicht beziffern.

Betriebsrat: "Alles muss auf den Prüfstand"

Auf "BamS"-Anfrage sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh zu den Freiflügen: "Wir erwarten, dass der Vorstand jeden Einschnitt, den er bei der Belegschaft vornimmt, in gleicher Relation auch sich selbst abverlangt." Osterloh erklärte weiter: "Im Zweifel muss dann alles auf den Prüfstand, was Kosten verursacht. Und so wie ich unseren Vorstand kenne, wird er mit gutem Beispiel vorangehen und sich der Situation im Verhalten anpassen."

Ein VW-Aufsichtsrat kritisierte in der Zeitung: "Freiflüge im Firmenjet gehen gar nicht und gehören zügig abgeschafft."

Sponsoren-Vertrag für DFB-Pokal nicht verlängert

Wie sehr der Konzern mittlerweile unter Druck steht, zeigt sich auch an anderer Stelle. So berichtet die "BamS" weiter, dass Volkswagen den Sponsoren-Vertrag für den DFB-Pokal vorerst nicht verlängern werde. Angesichts der Abgas-Affäre und dem damit verbundenen Risiko von Strafzahlungen in Milliardenhöhe wolle VW den bereits ausgehandelten neuen Kontrakt derzeit nicht unterschreiben.

Der Zeitung zufolge hatte sich der Autohersteller mit dem DFB-Vermarkter Infront bereits auf einen neuen Drei-Jahres-Vertrag ab 2016 geeinigt. Für den Werbeeffekt waren die Wolfsburger bereit, pro Jahr fünf Millionen Euro zu überweisen.

Der Deutsche Fußballbund wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Ein Sprecher des VW-Konzerns teilte lediglich mit, dass man mit Infront in Gesprächen bleiben werde.

Seit 2012 ist Volkswagen Sponsor des DFB-Pokals. Neben umfangreichen Werbe- und Marketingrechten ist das VW-Logo auf den Trikot-Ärmeln aller 64 teilnehmenden Mannschaften zu sehen.

Der frühere VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg hat unterdessen jegliche Verantwortung für den Abgas-Skandal bestritten. Das geht nach Informationen der "BamS" aus einem Bericht der VW-Konzernrevision hervor. Demnach hatte Hackenberg einen Tag vor der Aufsichtsratssitzung am 22. September in einem Schreiben an den damaligen Vorstandschef Martin Winterkorn darauf verwiesen, dass die "Berichtswege" in der Angelegenheit an ihm vorbei gelaufen seien. Deshalb habe er keine Kenntnis von den Vorgängen gehabt.

Laut dem Revisionsbericht hatte Winterkorn Hackenberg zuvor gebeten, die Verantwortung für den Abgas-Skandal zu übernehmen. Hackenberg lehnte mit dem Brief ab, er wurde inzwischen beurlaubt.

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