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EZB schockt Märkte mit neuer Geldflut - Dax stürzt ab

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Umstrittenes Kaufprogramm  

Draghi schockt die Märkte mit weiterer Geldflut - Aktienkurse rutschen ab

03.12.2015, 19:14 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

EZB schockt Märkte mit neuer Geldflut - Dax stürzt ab. Greece Bailout (Quelle: dpa)

EZB-Präsident Mario Draghi kämpft weiter gegen die zu niedrige Inflation im Euroraum an. (Quelle: dpa)

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihr Programm zum Aufkauf von Anleihen um mindestens sechs Monate verlängern. Das Programm werde "bis Ende März 2017 oder länger" laufen, kündigte EZB-Präsident Mario Draghi an. Das kommt an den Märkten gar nicht gut an: Der Dax stürzt zeitweise um mehr als drei Prozent ab, der Euro macht gleichzeitig einen starken Satz nach oben.

Bisher war eine Laufzeit der Geldflut bis September 2016 geplant gewesen. Das geplante Gesamtvolumen des Kaufprogramms steigt rechnerisch von bisher 1,14 auf 1,5 Billionen Euro. Das monatliche Kaufvolumen bleibt gleich. Zudem werde die Palette an Wertpapieren, die für das Kaufprogramm infrage kommen, auch auf regionale Anleihen ausgeweitet.

Enttäuschte Anleger

Der Euro legte nach den Äußerungen Draghis stark zu. In der Spitze stieg die Gemeinschaftswährung um über drei Cent auf 1,0892 Dollar. Auch die Kurse von Staatsanleihen stürzen ab: Der Bund-Future als Anleihenbarometer verliert über ein Prozent oder 200 Ticks auf 156,40. Die Markt-Reaktionen sprechen dafür, dass am Markt noch drastischere Maßnahmen als die von der EZB beschlossenen Schritte erwartet worden waren.

Mit den Anleihen-Käufen will die EZB das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation anheizen. Durch die Käufe sollen Bonds-Renditen sinken und so als Investment für Banken unattraktiver werden. Die Geldhäuser sollen stattdessen mehr Kredite an die Wirtschaft vergeben. In die gleiche Richtung zielen auch die Strafzinsen für Banken.

Erhöhte Strafzinsen für Banken

Zuvor hatte die EZB bekanntgegeben, dass der derzeit besonders bedeutsame Einlagensatz für Banken auf minus 0,3 Prozent abgesenkt wird. Bislang hatte dieser "Straf-Satz" bei minus 0,2 Prozent gelegen. Zum Einlagensatz können Banken bei der EZB Geld parken und müssen jetzt also eine noch höhere Gebühr dafür bezahlen. Bankvolkswirte hatten mit der Absenkung gerechnet.

Die Strafgebühr ist allerdings nicht unumstritten. Ökonomen befürchten, dass Banken die Kosten auf ihre Kunden abwälzen könnten, statt mehr Kredite zu vergeben. Dadurch könnten Sparer, die bereits unter den Niedrigzinsen der EZB leiden, noch mehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

Der eigentlich wichtigste Leitzins, zu dem sich die Banken für eine Woche Zentralbankgeld leihen können, betrage weiter 0,05 Prozent. Der Zinssatz zur Spitzenrefinanzierung liegt unverändert bei 0,3 Prozent.

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