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Iran bestellt bei Airbus mehr als einhundert Flugzeuge

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Millionenauftrag für Flugzeugbauer  

Iran bestellt mehr als 100 Airbus-Maschinen

24.01.2016, 14:31 Uhr | AFP, rtr

Iran bestellt bei Airbus mehr als einhundert Flugzeuge. Auch für den Großraumjet A380 könnte durch den Auftrag eine einjährige Flaute zu Ende gehen. (Quelle: dpa)

Auch für den Großraumjet A380 könnte durch den Auftrag eine einjährige Flaute zu Ende gehen. (Quelle: dpa)

Das Ende der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran beschert dem Flugzeugbauer Airbus einen Großauftrag. Weit mehr als 100 Maschinen verschiedener Typen möchte das Land in den kommenden Jahren kaufen. Für die Luftfahrtbranche bietet der iranische Markt ein gewaltiges Potenzial.

Teheran werde noch in dieser Woche 114 Maschinen von Airbus bestellen, kündigte Verkehrsminister Abbas Achundian. Der Vertrag zwischen der Fluggesellschaft Iran Air und dem Airbus-Konzern werde am Mittwoch in Paris unterzeichnet, der letzten Station der Europareise von Präsident Hassan Ruhani.

Neben Flugzeugen vom Typ A350, A320, A330 und A340 möchte Iran auch acht Superjumbos vom Typ A380 bestellen. Damit ginge für Airbus eine Flaute zu Ende - der Flugzeugbauer hat im vergangenen Jahr keine einzige Order für seinen Großraumjet erhalten.

Flotte völlig veraltet, Flughäfen sanierungsbedürftig

Die Flugzeugflotte des Iran gilt als völlig veraltet. Da wegen der Sanktionen keine Ersatzteile mehr gekauft werden konnten, galten viele der eingesetzten Maschinen als unsicher. Viele Flugzeuge mussten zuletzt ganz am Boden bleiben. Bis zu 500 neue Maschinen könne das Land in den kommenden Jahren benötigen, sagte der Vorsitzende der iranischen Entwicklungskommission im Parlament, Mahdi Haschemi.

Auch die Flughäfen müssten für 250 Millionen Dollar (230 Millionen Euro) saniert werden, sagte der Minister. Derzeit seien nur neun von 67 Flughäfen in Betrieb. Im Iran leben 79 Millionen Menschen. Das Land liegt überdies auf der Strecke vieler Interkontinentalverbindungen. In den vergangenen zehn Monaten legte der Luftverkehr bereits um zehn Prozent zu.

Auch der Airbus-Konkurrent Boeing darf auf Großaufträge aus dem Iran hoffen. Mit dem US-Konzern gebe es aber noch keine vorbereiteten Verträge, sagte Verkehrsminister Achundi. Das US-Finanzministerium habe noch keine Verhandlungen autorisiert.

Die Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik waren im Zusammenhang mit dem Atomprogramm des Landes verhängt worden. Erst im Januar wurden die Einschränkungen aufgehoben.

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