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Ölpreis wird wieder steigen: Tiefstpreise liegen hinter uns

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Von wegen 20 Dollar  

Die tiefsten Ölpreise sind Geschichte

08.03.2016, 06:54 Uhr | mmr, t-online.de, dpa

Ölpreis wird wieder steigen: Tiefstpreise liegen hinter uns. Arbeiter an einer Öl-Pipeline: Wann sinkt die Rohöl-Förderung wieder? (Quelle: Reuters)

Arbeiter an einer Öl-Pipeline: Wann sinkt die Rohöl-Förderung wieder? (Quelle: Reuters)

Die Rohölpreise klettern wieder. Auch zum Start in die neue Woche setzte sich der Aufschwung der vergangenen Tage fort. Von einer nachhaltigen Trendwende mag zwar noch niemand sprechen. Doch die Tiefstände vom Januar werden wohl nicht mehr erreicht. Der Zeitpunkt für Heizöl-Käufe erscheint günstig.

Am Montag verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent am Terminmarkt auf 40,31 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg bis auf 37,40 Dollar. Beide Ölsorten notierten noch vor wenigen Wochen deutlich unter 30 Dollar, haben sich also seitdem um über 25 Prozent erholt. 

Rekord-Tiefen kein Thema mehr

Mitte Januar unterboten sich die Analysten mit neuen Tiefst-Prognosen zu den Ölpreisen. Die Marke von 20 Dollar schien bereits ausgemachte Sache, vereinzelt wurden sogar 10 Dollar als Zielmarke genannt. Experten machten das Überangebot auf dem Weltmarkt für das Abrutschen der Preise verantwortlich. 

Davon ist jetzt keine Rede mehr. Mehrere Gründe sind für die jüngsten Preiszuwächse verantwortlich. Zum einen wurde der zuletzt schwächere US-Dollar als Unterstützung genannt. Eine schwächere US-Währung führt meist zu einer höheren Nachfrage, weil das in Dollar gehandelte Erdöl für Investoren außerhalb des Dollar-Raums günstiger wird.

Zum anderen wurde auf den Trend zu weniger Förderstellen in den USA verwiesen. Entsprechend ist die US-Ölproduktion in der Tendenz rückläufig.

"Saudi-Arabien will den Amerikanern das Fracking verleiden"

Und genau das haben die Saudis im Blick, wenn sie an ihrer derzeit hohen Förderleistung trotz der niedrigen Ölpreise festhalten. "Saudi-Arabien produziert soviel Öl, um den Amerikanern das Fracking zu verleiden", sagt Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. In den USA müssen bereits entsprechende Firmen aufgeben, da sich weitere Investments in die teure Ölsand-Förderung nicht mehr lohnen. 

Eigentlich sollte der "disziplinlose Haufen der Opec", wie Halver das Ölländer-Kartell bezeichnet, dringend eine Förderkürzung beschließen, was die Ölpreise weiter stabilisieren würde. Doch die Saudis als größtes Ölförderland bleiben noch stur, nehmen dafür sogar eine hohe Neuverschuldung des Staates in Kauf. 

Treffen der Erdöl-Förderstaaten steht bevor

Halver erwartet vor diesem Hintergrund nicht, "dass es mit den Ölpreisen nun stramm nach oben geht". Ein erneuter Rückfall der Ölpreise auf 30 Dollar sei zwar denkbar. "Aber die Marke von 20 Dollar sehen wir nicht", glaubt Halver.

Im Bemühen um stabilere Ölpreise rückt auch ein Treffen Russlands mit anderen wichtigen Förderstaaten näher. Derzeit würden Termine zwischen dem 20. März und dem 1. April diskutiert, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak dem TV-Sender Rossija-24. Russland leidet extrem unter den niedrigen Ölpreisen und durchlebt - auch wegen westlicher Sanktionen - eine Wirtschaftskrise. 

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Öl könnte sprunghaft teurer werden 

Wenn es in den nächsten Wochen oder Monaten tatsächlich zu einer Förderkürzung kommt, könnten die Ölpreise wieder deutlich anziehen. Selbst drastisch steigende Notierungen sind dann möglich. Ecuadors Staatsoberhaupt Rafael Correa erwartet sogar, dass die Ölpreise sprunghaft auf 200 Dollar je Fass ansteigen werden. Der Grund: Das Einfrieren der Investitionen im Ölsektor könnte die Preise in die Höhe treiben. 

Auch die Internationale Energieagentur (IEA) befürchtet deshalb einen drastischen Anstieg der Ölpreise - allerdings erst in etwa fünf Jahren. Aber bereits für 2017 wird das Ende des längerfristigen Preissturzes beim Öl vorausgesagt, selbst wenn der Iran nach dem Ende der Sanktionen seine Ölförderung erhöhen sollte. 

Heizölpreise weiter auf niedrigem Niveau

Für private Verbraucher ist das derzeit niedrige Preisniveau hingegen sehr willkommen. Autofahrer profitieren von günstigen Spritpreisen, Ölheizungsbesitzer von niedrigen Heizöl-Preisen. Zwar müssen für 100 Liter Heizöl derzeit im Schnitt etwa 45 Euro bezahlt werden und damit etwa 7 Euro mehr als im Januar-Tief. Doch das Niveau liegt - auch wegen des recht warmen Winterwetters - weiterhin unterhalb der vergangenen Jahre.

Ähnlich sieht es bei den Gaspreisen aus, wenn auch deren Rückgang verhältnismäßig klein ausfiel (siehe Grafik). Die meisten Privathaushalte arbeiten mit Gasheizungen, die zuletzt sogar wieder verstärkt eingebaut wurden. 

Heizöl- und Gas-Preis im Vergleich - bei einer Abnahme von 3000 Liter Standard-Heizöl und einer äquivalenten Menge von 33.540 kwh Erdgas.  (Quelle: Fastenergy)Heizöl- und Gas-Preis im Vergleich (Quelle: Fastenergy)

Bis zum Jahr 2030, so hat es eine Shell-Studie schon vor längerer Zeit ermittelt, bleiben Gas und Öl die dominierenden Energieträger für die Heizung - ebenso wie die meisten Autos mit Benzin und Diesel angetrieben werden. Gasbetriebene Autos, seit Jahrzehnten im Markt, konnten sich trotz eines relativ flächendeckendes Versorgungsnetzes nicht durchsetzen.


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