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ifo Institut: Durch Grenzkontrollen könnte Deutschland Milliarden sparen

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Studie des Ifo-Instituts  

Grenzkontrollen billiger als Massenzuwanderung

19.04.2016, 10:36 Uhr | dpa

ifo Institut: Durch Grenzkontrollen könnte Deutschland Milliarden sparen. Ein Polizist kontrolliert die Grenze zwischen Österreich und Deutschland bei Kiefersfelden. (Quelle: imago)

Ein Polizist kontrolliert die Grenze zwischen Österreich und Deutschland bei Kiefersfelden. (Quelle: imago)

Grenzkontrollen im Schengen-Raum kosten die Wirtschaft Milliarden. Das Ifo-Institut rechnet allerdings vor, dass geschlossene Grenzen Deutschland trotzdem billiger kämen als eine unkontrollierte Einwanderung.

Die Wiedereinführung der Kontrollen an sämtlichen Grenzen würde zwar den Handel bremsen und reduzieren - die deutsche Wirtschaftsleistung würde um bis zu 15 Milliarden Euro jährlich sinken, teilten die Wirtschaftsforscher in München mit. Die EU-Wirtschaftsleistung würde um bis zu fünf Promille schrumpfen. Aber "diese Kosten machen nur einen kleinen Teil jener Summen aus, die durch unkontrollierte Massenzuwanderung entstehen könnten", erklärte Professor Gabriel Felbermayr.

Studien-Mitautorin Jasmin Gröschl sagte: "Im Vergleich zu den Kosten der Flüchtlingskrise, die allein für Deutschland und das Jahr 2016 auf über 21 Milliarden Euro geschätzt werden, sind die Kosten einer Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum gering."

Kein Ende von Schengen

Mit einem Kollaps des Schengen-Raums rechnen die Autoren allerdings nicht. Sollten wieder alle Grenzen kontrolliert werden, könnte der EU laut der Ifo-Studie ein Schaden von 27 bis 66 Milliarden Euro pro Jahr entstehen. Viel wahrscheinlicher seien aber Kontrollen nur auf den Flüchtlingsrouten über den Balkan oder Italien nach Österreich und Deutschland. Das würde die deutsche Wirtschaftsleistung um bis zu fünf Milliarden Euro jährlich senken.

Die längeren Wartezeiten erhöhen die Transportkosten, verteuern dadurch die Waren und verringern den Handel. Sie halten auch Touristen vom Reisen ab und behindern die vielen Firmen, die ihre Produktion auf eine Lieferung von Teilen "just in time" umgestellt haben. Seit Mitte 2015 haben Schweden, Frankreich, Deutschland und Österreich Ausnahmen vom Schengen-Abkommen beantragt, um Flüchtlinge an den Grenzen zu kontrollieren.

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